Tschernobyl-Aktion 2017 ist beendet
Die Kinder sind wieder zu Hause

Sendenhorst/Albersloh -

Die Tschernobyl-Aktion ddieses Sommers ist beendet. Die Kinder sind wieder zu Hause. 30 Stunden dauerte die fahrt bis nach Weißrussland.

Montag, 24.07.2017, 14:07 Uhr

Am Ludgerushaus nahmen die Gasteltern und die Kinder aus Weißrussland Abschied voneinander. Inzwischen sind die Jungen und Mädchen wieder zu Hause angekommen.
Am Ludgerushaus nahmen die Gasteltern und die Kinder aus Weißrussland Abschied voneinander. Inzwischen sind die Jungen und Mädchen wieder zu Hause angekommen.

Für die Kinder aus Weißrussland vergingen die erholsamen Ferienwochen in Albersloh, Drensteinfurt, Davensberg und Sendenhorst viel zu schnell, schreibt Ludger Breul von der Tschernobyl-Aktion. Nachdem sie bei den Familien der Gasteltern angekommen waren, war das abwechslungsreiche Programm in harmonischer Zusammenarbeit aller Beteiligten gestartet worden. Für das Wohlbefinden hätten abwechslungsreiche Ernährung, ärztliche Betreuung, Sport, Spiel und Ausflüge gesorgt. „Die Kinder erlebten den etwas anderen Alltag in den Gastfamilien und können zu Hause sicher viel erzählen“, schreibt Breul. Den Schlusspunkt unter die Veranstaltungen setzte am Freitag im Ludgerushaus das traditionelle Waffelbacken.

Am Samstagmorgen hieß es dann, Abschied zu nehmen. Die Gasteltern brachten ihren Besuch mit großem Gepäck zum Ludgerushaus. Jedes Kind konnte zwei Gepäckstücke mitnehmen. „Die Koffer und Kisten waren voll mit Kleidung und Geschenken. Kissen und Kuscheltiere sollten helfen, die lange Busfahrt gut bewältigen zu können. Zum Schluss wurde der Reiseproviant mit Getränken, Obst, Brötchen und vielem mehr im Bus verstaut. An Bord waren auch einige kleine Zelte für die Schulen in Tichinitschi und Kruschinowka.

Zum Abschied sprach Emma Sutowa am Ludgerushaus ein kurzes Gebet in russischer Sprache, worauf die Gasteltern und Organisatoren mit einem „Vater Unser“ um eine gute und gesunde Heimkehr der Kinder baten. „Kindern und Erwachsenen fiel der Abschied etwas schwer. Bei Umarmungen floss so manche Träne. Die Kinder freuten sich aber auch auf die Rückkehr zu ihren Familien“, erklärt Breul.

„Dass es den Kindern während ihrer Ferien so gut gegangen war, ist neben den Gasteltern und Betreuern auch den Spenden und Initiativen von Firmen und Vereinen zu verdanken“, sagte Barbara Jeiler in ihrem kurzen Resümee der gesamten Aktion.

So hatten beispielsweise die Albersloher Gaststätten Geschermann und Kordt die Kinder wechselweise zum Essen eingeladen. Die teilweise schlechten Zähne wurden durch Dr. Rainer Deppe behandelt. Für alle Kinder und Betreuer spendete das Schuhhaus Wiedehage jeweils ein Paar Schuhe. Eingebunden in einen Nachmittagsevent hatte das Schuhhaus Bitter die Füße der Kinder vermessen und, wenn nötig, Einlagen für die Füße spendiert. Hildegard Stapel hatte wie in jedem Jahr für jedes Kind einen Winterpullover gestrickt. Zum abwechslungsreichen Speiseplan hatten auch die Bäckereien Abelmann und Essmann , die Metzgerei Meier und die das Geschäft Olgemöller beigetragen. „Ohne diese Spenden wäre der Aufenthalt der Kinder in unseren Gemeinden nicht zu realisieren gewesen“, erklärt Breul. Zudem hatte die katholische Kirchengemeinde das Ludgerushaus zur Verfügung gestellt.

Um 10.45 Uhr machte sich der Bus am Samstagmorgen mit den Kindern und ihren Begleiterinnen Tamara Prykhodzka und Emma Sutowa auf die lange Reise nach Weißrussland. Nach einer 30-stündigen Fahrt sind alle Kinder wohlbehalten zu Hause bei Ihren Eltern angekommen, teilt Breul mit.

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