Beim „Kistentrommeln“ werden Rhythmen eingeübt
Im Takt auf der Cajon

Sendenhorst -

Acht Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren nehmen am Muko-Kursus „Kistentrommeln“, im Fachbegriff „Cajons“ genannt, teil und schlagen mit ihren Händen im Takt der Wörter auf die Kiste.

Freitag, 28.07.2017, 13:07 Uhr

Sitzkreis mit viel Rhythmus: Trommellehrer Sebastian Everding gibt den Takt im Kreis vor.
Sitzkreis mit viel Rhythmus: Trommellehrer Sebastian Everding gibt den Takt im Kreis vor. Foto: Anke Weiland

„Scho-ko-la-de“, „Ap-fel-ku-ch-en“, heißt es im Chor – nein, dies ist kein Backkursus, im Obergeschoss des Muko-Hauses an der Straße „Auf der Geist“ wird begeistert getrommelt. Acht Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren sitzen im Kreis auf ihren „Kistentrommeln“, im Fachbegriff „Cajons“, und schlagen mit ihren Händen im Takt der Wörter auf die Kiste.

An Tag zwei des Kurses „Kistentrommeln“, den die Muko im „Sommerlaune“-Programm anbietet, werden zunächst die Rhythmen, die am Vortag mit Trommellehrer Sebastian Everding gelernt wurden, wiederholt. Mit einem Lächeln sind die Kinder zuvor in den Übungsraum eingetrudelt, das gemeinsame rhythmische Trommeln macht ihnen Spaß. Das bestätigt auch Adam, sieben Jahre, der zum ersten Mal dabei ist.

Am Vortag gab es bereits eine kleine Einführung in das Akustikgerät, das aus einer simplen Holzkiste besteht, die in der Rückwand ein Loch hat. Die Vorderseite besteht aus dünnem, gepresstem Holz, das innen mit „Snares“, mit Drähten bespannt ist, erklärt Everding. So wird aus dem Korpus ein Klangkörper. Es gibt nur zwei Töne: Wird oben geschlagen, ist der Ton hoch, in der Mitte ist er tief.

Mit dem Rhythmus hat der siebenjährige Lasse kein Problem, er nimmt bereits Schlagzeugunterricht bei der Muko, ist also ein wenig „vorbelastet“. Aber auch die anderen Kinder kommen schnell in die Rhythmusfolgen, die ihnen der Lehrer vorspielt. „Bum, bum, tschack“, heißt es jetzt, mit Kraft werden die Hände im Takt auf das Holz geschlagen. Da fängt es nach einiger Zeit bei dem einen oder anderen schon mal an, an den Fingerkuppen zu „zwirbeln“. „Mir tun beide Hände weh“, hört Sebastian Everding und tauscht die Cajon des Teilnehmers kurz gegen eine Bongo aus, damit sich die Hände erholen können.

„Jetzt mal ganz leise“, gibt er vor, und die Mädchen und Jungen machen konzentriert mit. „Die starke Hand schlägt jetzt oben rechts, die andere Hand in die Mitte“, lautet der nächste Rhythmus. „Wie hältst du das durch?“, fragt ein junger Schüler ehrfürchtig. Everding antwortet mit einem Schmunzeln: „Jahrelange Übung.“

Durch die einfachen Begleitrhythmen, die Kinder in dem Kursus lernen, wird ebenfalls die Koordination beider Hände geübt. Wie die hohen und tiefen Töne erzeugt werden, haben sie schnell raus. In der Pause können sich Hände und Rücken dann von der ungewohnten Bewegung erholen, denn durch das ständige Vorbeugen merken die kleinen Trommler mit der Zeit auch ihren Rücken. Kurzerhand erfinden sie das entspannende „Trommelyoga“ auf der Cajon – zur Rückendehnung.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5040365?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker