Spielplatz „Grimmstraße“
Die Lage ist ideal

Sendenhorst -

Der Spielplatz an der Grimmstraße macht einen ungenutzten Eindruck, obwohl er (fast) sauber ist. Es gibt nur noch drei Spielgeräte, die das fast 1200 Quadratmeter große Areal nicht mehr ausfüllen. Die Stadt schlägt vor, den Spielplatz unweit der Promenade in einen „Generationen-Raum“ umzugestalten.

Samstag, 29.07.2017, 06:07 Uhr

Die Ausstattung des schlauchartigen Geländes zwischen Gärten und Garagen ist sehr übersichtlich geworden. Es gibt auf 1200 Quadratmetern nur noch drei Spielgeräte.
Die Ausstattung des schlauchartigen Geländes zwischen Gärten und Garagen ist sehr übersichtlich geworden. Es gibt auf 1200 Quadratmetern nur noch drei Spielgeräte. Foto: Josef Thesing

Die Vögel zwitschern nach der vorangegangenen „Regenzeit“ an diesem sonnig-wolkigen Nachmittag. Doch sie sind die einzigen Besucher auf dem Spielplatz „Grimmstraße“ zwischen der kurzen, gleichnamigen Straße und dem Fuß- und Radweg zur Promenade mitten in der Stadt. Und der Spielplatz macht den Eindruck, als seien auch schon einige Zeit keine Kinder mehr hier gewesen. Die Fußspuren im nicht mehr ganz so weißen Sand stammen von Erwachsenen.

Die Lage des schlauchartigen Spielgeländes ist ideal. Große Bäume an den Rändern bieten ausreichend Schatten. Rechts, aus Blickrichtung Grimmstraße, schließen sich ein grüner Weg und Gärten an. Links gibt es hinter den Bäumen und Hecken Garagen und Wohnbebauung. Für Kinder, die dort leben, ist es ein gefahrloser Katzensprung.

Der Ruschenturm hat seine besten zeiten hinter sich.

Der Ruschenturm hat seine besten zeiten hinter sich. Foto: Josef Thesing

Doch das scheint Vergangenheit zu sein. Der Spielplatz macht einen ungenutzten Eindruck, obwohl er (fast) sauber ist. Das Problem ist ein anderes: Es gibt nur noch drei Geräte, die das fast 1200 Quadratmeter große Areal nicht mehr ausfüllen: eine Doppelschaukel aus Stahlrohr, ein neues, kleines Klettergerüst und ein Rutschenturm aus Holz mit einer zerbeulten Metallrutsche, der vor sich hingammelt und der von der Stadt selbst als „abgängig“ bezeichnet wird. Die drei Geräte machen den Eindruck, als stünden sie rein zufällig dort. Ein attraktives, modernes Angebot sieht sicher anders aus.

Es gab zusätzlich mal zwei Federwippen, aber die sind verschwunden. Die Sandfläche in der Mitte des Areals ist heute leer. Sand gibt es übrigens reichlich auf dem Gelände. Der Rasen wurde unlängst gemäht.

Diese Bank lädt nicht zum Verweilen ein.

Diese Bank lädt nicht zum Verweilen ein. Foto: Josef Thesing

Am Ende des Platzes steht im Schatten unter einem hohen Baum die einzige Sitzgelegenheit auf dem Gelände für Begleitpersonen: eine Bank. Auch die ist in die Jahre gekommen, taugt aber noch gut zum Niederlassen. Doch mehr als zwei, drei Menschen haben dort keinen Platz. Die übrigen müssten stehen, wenn sie denn kämen.

► Die Stadt schlägt vor, den Spielplatz in seiner bisherigen Form aufzugeben und in einen „Generationen-Raum“ umzugestalten. Das ist an dieser Stelle sicher eine gute Idee, denn im näheren Umfeld leben alle Generationen dicht beieinander. Zudem ist die Nähe zur Promenade attraktiv.

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