Angelika Reimers leitet die Seniorenberatung
Rat in (fast) jeder Lebenslage

Sendenhorst -

Wer kann schon von sich behaupten, einen Traumjob zu haben? Angelika Reimers tut es. Sie leitet die Seniorenberatung Sendenhorst.

Mittwoch, 23.08.2017, 19:08 Uhr

Im Haus Siekmann stellte Angelika Reimers (kl. Foto) den ehrenamtlichen Café-Helferinnen und -Helfern des St.-Josefs-Hauses ihre Arbeit im Seniorenbüro vor.
Im Haus Siekmann stellte Angelika Reimers (kl. Foto) den ehrenamtlichen Café-Helferinnen und -Helfern des St.-Josefs-Hauses ihre Arbeit im Seniorenbüro vor.

Wer kann schon von sich behaupten, einen Traumjob zu haben? Angelika Reimers tut es. Sie leitet die Seniorenberatung Sendenhorst, die von der 2008 gegründeten „Heinrich und Rita-Laumann-Stiftung“ ins Leben gerufen wurde. Unter der Zielsetzung „Mehr Lebensqualität im Alter“ bietet das Büro in der Fußgängerzone eine Anlaufstelle für viele Fragen rund um das Leben im Alter. „Es ist ein toller Job, weil ich dort Zeit für die Menschen habe und das Anliegen der Stiftung wirklich bei den Menschen in Sendenhorst ankommt“, beschreibt Angelika Reimers.

Die Stiftung von Heinrich und Rita Laumann ist Ausdruck eines erfüllten und erfolgreichen Unternehmerlebens in enger Verbundenheit zu den Menschen in der Stadt Sendenhorst und der Region. Eine feste Anlaufstelle bietet das Seniorenbüro, dem Angelika Reimers Verlässlichkeit und ein Gesicht verleiht. Sie ist Krankenschwester und gerontopsychiatrische Fachkraft und war viele Jahre als Hausleitung im St.-Josefs-Haus in Albersloh tätig. Am Montagnachmittag stellte sie im Haus Siekmann 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Cafédienstes vom St.-Josefs-Haus ihre Arbeit im Seniorenbüro vor. Der Vortrag war Teil des jährlichen Ausflugsprogramms, bei dem die Ehrenamtlichen neben der Geselligkeit auch Einblicke ins Pflege- und Betreuungsnetzwerk bekommen.

Die Welt werde immer komplizierter, die Gesetze immer komplexer – der Beratungsbedarf ist riesig, erläuterte Angelika Reimers. Die Pflegeversicherung mit den Pflegegraden, die Beantragung bis hin zum Widerspruch gegen einen ablehnenden Bescheid seien ein ganz zentraler Beratungsschwerpunkt. Aber auch Fragen zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, zum Wohnen im Alter und zu finanziellen Hilfen würden oft gestellt, so Angelika Reimers.

Die unabhängige Beratung, die der Schweigepflicht unterliegt, findet zu verlässlichen Bürozeiten oder aber flexibel bei den Ratsuchenden im eigenen Zuhause statt. Über die Präsenzzeiten hinaus ist die Seniorenberatung ganztätig telefonisch über das St.-Josef-Stift erreichbar. Gleichwohl: Die Seniorenberatung sei keine Einrichtung des Krankenhauses. Lediglich die Geschäftsführung der Laumann-Stiftung legten die Stifter vertrauensvoll in die Hände des St.-Josef-Stifts, erklärt Reimers. Als zweite Säule der Laumann-Stiftung entstand das Palliativnetz, das im historischen Ursprungsgebäude des St.-Josef-Stifts zwei stationäre Palliativpflegeplätze anbietet.

Das Seniorenbüro ist auch Koordinationsstelle für das „DemenzNetz Sendenhorst Albersloh“, das 2015 als Zusammenschluss von 15 Vereinen und Institutionen gegründet wurde. Des Weiteren organisiert Angelika Reimers Vorträge, Veranstaltungen, koordiniert die „Helfenden Hände“ und den ehrenamtlichen Besuchsdienst des Seniorenbüros. Selbsthilfegruppen können sich im Seniorenbüro treffen, aber auch der Seniorenbeirat, zu dem es enge Bande gibt, trifft sich monatlich im Seniorenbüro.

Viele Fragen muss Angelika Reimers täglich beantworten, bei manchen muss sie aber auch passen. „Ich weiß nicht alles, aber es ist wichtig, dass der Ratsuchende sich mit seinem Anliegen gut aufgehoben fühlt.“ Im Zweifelsfall ist es Angelika Reimers immer gelungen, für weiterführende Hilfe an andere Experten zu vermitteln.

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