Ralf Friedrich leitet Montessorischule
Gesamtschul-Start mit neuem Leiter

Sendenhorst -

Zum ersten Schuljahr mit der neuen Schulform als Gesamtschule stellte gestern der geschäftsführende Vorstand des Schulträgers der Montessorischule Ralf Friedrich aus Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) als neuen Schulleiter vor.

Montag, 04.09.2017, 14:22 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.08.2017, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 04.09.2017, 14:22 Uhr
Neuer Schulleiter: Ralf Schiwy, Gerd Bröcker und Michael Kintrup (v. li.) vom geschäftsführenden Vorstand des Trägervereins stellten den neuen Schulleiter der Montessori-Gesamtschule, Ralf Friedrich (2. v. li.) vor.
Neuer Schulleiter: Ralf Schiwy, Gerd Bröcker und Michael Kintrup (v. li.) vom geschäftsführenden Vorstand des Trägervereins stellten den neuen Schulleiter der Montessori-Gesamtschule, Ralf Friedrich (2. v. li.) vor. Foto: Anke Weiland

Es habe einige personelle Veränderungen zum neuen Schuljahr gegeben, berichtete Vorsitzender Michael Kintrup , doch die Neubesetzung des Schulleiter-Postens sei die wichtigste. Im Jahr 2014 war Bettina Beimdiek als Schulleiterin der Sekundarschule eingestellt worden. „Sie hat die Schule sehr engagiert mit den Kollegen aufgebaut“, so Kintrup. „Ob Unterricht, Personal oder Organisation: Sie hat einen guten Grundstein gelegt, so dass nun die Gesamtschule ihren Anfang nehmen kann. Dafür gebührt ihr Anerkennung und Dank.“

Es sei eine sehr herausfordernde Tätigkeit gewesen, die Beimdiek nun durch gesundheitliche Probleme leider nicht weiterführen könne. Davon abgesehen hätte sich der Trägerverein sowieso um eine neuen Schulleitung bemühen müssen, da Beimdiek die Lehramtsqualifikation für die Sekundarstufe II nicht habe, erklärt Kintrup. Diese besitzt Ralf Friedrich , der 15 Jahre an der Gesamtschule in Eschweiler bei Aachen tätig war und die vergangenen zwei Jahre im kommunalen Integrationszentrum Schulen „von außen“ begleitet hat.

„Uns geht es um Qualität“, betont Gerd Bröcker vom geschäftsführenden Vorstand. „Wir haben oft unsere Ziele und Haltungen kommuniziert, die Umsetzung ist jedoch schwere Arbeit.“ Umso mehr freut sich der Trägerverein, dass er mit Friedrich einen „kompetenten, erfahrenen und mutigen“ Nachfolger gefunden hat. „Ein Glücksfall“, meint Bröcker weiter. „Es passt. Er hat viel Energie und eine Vorstellung von moderner, zukunftsweisender Schule.“ Und Ralf Schiwy ergänzt: „Wichtig ist der reformpädagogische Gedanke.“ Den hätte Ralf Friedrich bereits in seine frühere Arbeit einfließen lassen.

Auch die Montessori-Pädagogik ist dem neuen Schulleiter nicht fremd, betont dieser. Wenn die Zeit dafür bleibt, ist eine Qualifikation geplant. „Ich möchte die Montessori-Elemente mehr in den Vordergrund rücken, die Freiarbeit, Lernwerkstätten und -büros, auch das jahrgangsübergreifende Lernen“, lautet dementsprechend sein Ziel für die neue Tätigkeit. Dabei habe er jedoch immer im Blick, dass Schule gemeinschaftlich entwickelt werde, von Lehrern und vom Schulträger. „Ich bin übrigens schon jetzt total angetan von meinen Kollegen“, betont Friedrich. „Sie sind engagiert, arbeiten viel und sind immer offen für Änderungen – beeindruckend.“

Ralf Friedrich ist 47 Jahre alt, verheiratet mit einer Lehrerin, hat zwei Kinder und einen Hund. Er wohnte bislang in Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg). Da die Tochter kurz vor dem Abitur steht, bleiben Tochter und Ehefrau zunächst dort wohnen. Friedrich selbst wird mit seinem Sohn, der jetzt in die Oberstufe wechselt, in Sendenhorst wohnen.

Bettina Beimdiek hat einen guten Grundstein gelegt, so dass nun die Gesamtschule ihren Anfang nehmen kann. Dafür gebührt ihr Anerkennung und Dank.

Michael Kintrup

Es passt. Er hat viel Energie und eine Vorstellung von moderner, zukunftsweisender Schule.

Gerd Bröcker
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