„Frauensalon“ im Haus Siekmann
Tanz und Traum

Sendenhorst -

Am Freitag, 1. Dezember, ist wieder „Frauensalon“-Zeit im Haus Siekmann. Nach Kabarett, Märchen und Liederabend gibt es im neunten „Frauensalon“ nun einen Abend voller „Tanz und Traum“, gestaltet von zwei Künstlerinnen, die ihre persönlichen Erfahrungen der Einwanderung thematisieren.

Freitag, 01.09.2017, 06:09 Uhr

Sie laden zum Frauensalon ein: (v. li.) Martina Bäcker (Stadt Sendenhorst) und Pfarrerin Ute Böning (evangelische Kirchengemeinde) präsentieren die beiden Referentinnen Farzaneh Zaim aus dem Iran (oben rechts) und die Russin Elena Leniger (unten rechts), die ihre eigenen Flüchtlingsgeschichten thematisieren.
Sie laden zum Frauensalon ein: (v. li.) Martina Bäcker (Stadt Sendenhorst) und Pfarrerin Ute Böning (evangelische Kirchengemeinde) präsentieren die beiden Referentinnen Farzaneh Zaim aus dem Iran (oben rechts) und die Russin Elena Leniger (unten rechts), die ihre eigenen Flüchtlingsgeschichten thematisieren. Foto: Anke Weiland

Am Freitag, 1. Dezember, ist wieder „Frauensalon“-Zeit im Haus Siekmann. Besondere Mühe geben sich die Veranstalterinnen, die evangelische Kirchengemeinde mit Pfarrerin Ute Böning und die Stadt Sendenhorst mit Martina Bäcker , in jedem Jahr mit der Auswahl des Themas, so Bäcker. Nach Kabarett, Märchen und Liederabend gibt es im neunten „Frauensalon“ nun einen Abend voller „Tanz und Traum“, gestaltet von zwei Künstlerinnen, die ihre persönlichen Erfahrungen der Einwanderung thematisieren.

„Ankommen in Deutschland“ – das Thema Migration sei kein neues, beschäftige gerade in dieser Zeit jedoch zahlreiche Menschen. Angesichts der vielen Menschen, die in den beiden vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen seien, nehme das Thema die Frage auf, wie es gelingen könne, in Deutschland eine neue Heimat zu finden, erklärt Pfarrerin Ute Böning. „Mit zwei kulturell spannenden aber unterschiedlichen Herangehensweisen an das Thema.“

Denn mit der Russin Elena Leniger aus Bochum und Farzaneh Zaim, gebürtige Iranerin, aus Gelsenkirchen erzählen eine Tanztherapeutin und eine Malerin an diesem Abend auf ihre Weise ihre eigene Migrationsgeschichte. Die beiden leben bereits seit einigen Jahren im Ruhrgebiet. Während Elena Leniger ihr „erstes“ Leben in Moskau zurückließ und in Deutschland zunächst keinen Mut fand, ihre erlernten Fertigkeiten anzuwenden, gibt Künstlerin Farzaneh Zaim in ihrer zweiten Heimat freiberuflich Kunst- und Kreativitätskurse. In ihren Gemälden findet sich oft ihre eigene Geschichte wieder, so die Veranstalterinnen.

In zwei Teilen erzählen die Referentinnen ihre Geschichten – als Tanzperformance und als Präsentation eigener gemalter Werke. Zwischendurch erklingt Musik, „die Musikerin, die wir engagieren werden hat ebenfalls einen Migrationshintergrund“, versprechen Böning und Bäcker. Die Gäste werden wieder an Tischgruppen sitzen. Wie gewohnt, gibt es in der Pause eine kleine Bewirtung.

Inhaltlich anspruchsvoll und etwas nachdenklich soll der Abend deutlich machen, was nötig ist, damit Frauen in Deutschland Fuß fassen können. „Denn die beiden Biografien zeigen, dass Integration ein schwieriger Prozess sein kann“, führt Ute Böning aus. Durch die künstlerische Darbietung von Tanz und Malerei soll der „Frauensalon“ darüber hinaus ein sinnliches Erlebnis für die Besucherinnen werden, verspricht Martina Bäcker: „Denn wir möchten die Frauen vor Ort ins Gespräch bringen, in einer schönen Atmosphäre.“ 

Zum Thema

Der Eintritt kostet 15 Euro pro Person inklusive Begrüßungsgetränk und Häppchen. Karten gibt es im Vorverkauf am morgigen Samstag, 2. September, von 9 bis 11 Uhr nur im Haus Siekmann.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5116201?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker