Resi Hiegemann verstorben
Albersloher Institution

Albersloh -

Resi Hiegemann war ein Albersloher Urgestein und zugleich auch eine Institution im St.-Josefs-Haus. Anfang dieser Woche verstarb sie im Alter von 89 Jahren.

Freitag, 01.09.2017, 14:09 Uhr

Resi Hiegemann verstarb am Montag im Alter von 89 Jahren.
Resi Hiegemann verstarb am Montag im Alter von 89 Jahren.

Resi Hiegemann war ein Albersloher Urgestein und zugleich auch eine Institution im St.-Josefs-Haus. Sie war die letzte Bewohnerin, die noch ins alten St.-Josefs-Haus – das ehemalige Krankenhaus – einzog und 2003 den Aufbau und Umzug in den Neubau miterlebte. In dieser Woche ist Resi Hiegemann 89-jährig gestorben.

Resi Hiegemann wurde 1927 in Albersloh als drittes von vier Kindern geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters half sie bereits als Zehnjährige im elterlichen „Tante-Emma“-Laden, in dem sie nach dem Abschluss der Volksschule ganztägig mitarbeitete. Vielen Alberslohern ist sie aus dieser Zeit bekannt, war das Lebensmittelgeschäft doch ein zentraler Anlaufpunkt im Dorf.

Obwohl Resi Hiegemann nie geheiratet hat, war sie doch ein Familienmensch. Die engen Bande zu Geschwistern, Nichten und Neffen hielten all die Jahre, auch als Resi Hiegemann aus gesundheitlichen Gründen 1997 ins St.-Josefs-Haus zog. Neben der Familie hielten auch viele Nachbarn engen Kontakt zu ihr, so dass sie auch weiterhin aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und Freundschaften pflegen konnte.

Aber auch im Josefs-Haus wurde Resi Hiegemann zu einer Institution. 16 Jahre lang war sie Heimbeiratsvorsitzende, war das Sprachrohr ihrer Mitbewohner, und etlichen Pflegeschülern stellte sie sich am Ende der Ausbildung als „Prüfungsbewohnerin“ zur Verfügung. Auch bei öffentlichen Anlässen ergriff sie mit ihrer offenen und kommunikativen Art gerne das Wort und beteiligte sich mit Interesse an Gemeinschaftsaktionen. Nachdem sie zu Berufszeiten nie in den Urlaub gefahren war, nahm sie im St.-Josefs-Haus an Bewohnerurlauben teil und fuhr auf Lourdes-Wallfahrt mit Pastor Hesselmann.

Vielen Mitbewohnern, Mitarbeitern und Albersloher Bürgern wird sie als kontaktfreudiger und zugewandter Mensch in Erinnerung bleiben, der tief im Glauben verwurzelt war. Am 28. August schloss sich ihr Lebenskreis.

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