WLE Sonderfahrt von Protesten begleitet
Mit dem „Lind“ zum Gleis 21

Albersloh/Münster -

Der „Lind 54“ füllte sich schnell mit Menschen, die an einer der Sonderfahrten von Sendenhorst nach Münster teilnehmen wollten. Etwa auf halber Strecke, am Bahnhof Wolbeck, trafen sich Oberbürgermeister Markus Lewe und Landrat Dr. Olaf Gericke, um sich in Begleitung von Vertretern aus der Politik ebenfalls einen Eindruck von der Fahrt mit einem modernen Triebwagen zu verschaffen.

Montag, 11.09.2017, 06:09 Uhr

Viel Prominenz bei der Sonderfahrt auf der WLE-Strecke: André Pieperjohanns, Dr. Olaf Gericke, Markus Lewe, Michael Geuckler, Bernhard Daldrup, Christoph Strässer, Henning Rehbaum, Sybille Benning und Dr. Stefan Nacke präsentieren das Model eines Haltepunktes, wie er bei einer Reaktivierung der WLE aussehen könnte.
Viel Prominenz bei der Sonderfahrt auf der WLE-Strecke: André Pieperjohanns, Dr. Olaf Gericke, Markus Lewe, Michael Geuckler, Bernhard Daldrup, Christoph Strässer, Henning Rehbaum, Sybille Benning und Dr. Stefan Nacke präsentieren das Model eines Haltepunktes, wie er bei einer Reaktivierung der WLE aussehen könnte. Foto: Christiane Husmann

Der „Lind 54“ füllte sich schnell mit Menschen, die an einer der Sonderfahrten von Sendenhorst nach Münster teilnehmen wollten. Dass die Fahrt über eineinhalb Stunden dauern sollte, war den meisten Fahrgästen bekannt. Die alten Gleise lassen aktuell keine Geschwindigkeiten über 20 Stundenkilometern zu. Geht es nach den Wünschen derer, die eine Reaktivierung der WLE-Strecke befürworten, soll sich das aber schon in einigen Jahren ändern. Sie hoffen, dass bereits im Jahr 2023 ein moderner Zug über ein erneuertes Gleisbett fahren wird.

Etwa auf halber Strecke, am Bahnhof Wolbeck, trafen sich Oberbürgermeister Markus Lewe und Landrat Dr. Olaf Gericke , um sich in Begleitung von Vertretern aus der Politik ebenfalls einen Eindruck von der Fahrt mit einem modernen Triebwagen zu verschaffen. „Münsters dynamisches Wachstum und sein prosperierendes Umfeld brauchen Top-Schienenverkehrsverbindungen“, unterstrich Bürgermeister Markus Lewe. Dabei lägen die Vorteile der WLE-Reaktivierung auf der Hand: „Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, hohe Standortqualität, zukunftsfähige stadtregionale Entwicklung und ein nachhaltiges Verkehrsangebot“, zählte Markus Lewe auf und fügte an: „Die Reaktivierung ist nicht nur für Münster, den Kreis Warendorf und Sendenhorst ein wichtiges Projekt, sondern für die gesamte Wachstumsregion Münsterland.“ Landrat Dr. Olaf Gericke ergänzte: „Die Bevölkerung in Sendenhorst wird nach den Zahlen von IT NRW bis 2040 um 6,5 Prozent steigen. Mit einem 20-MinutenTakt bis Wolbeck und zwei Fahrten je Stunde von und nach Sendenhorst werden weit über 6000 Fahrgäste werktags die WLE nutzen – bei einer Fahrzeit bis Münster von 29 Minuten.“

Am Bahnhof in Wolbeck trafen sich aber auch viele Reaktivierungsgegner, die mit Trillerpfeifen, Plakaten und Buhrufen gegen die Pläne protestierten. Ihren Bedenken, zu denen der Wegfall von Buslinien, eine starke Lärmbelästigung für die Anwohner bei täglich 100 Zugfahrten nebst Schrankenschließungen mit langen Rückstaus, Kosten in Höhe von 42 Millionen Euro plus 3,8 Millionen Euro Subventionen pro Jahr zählen, gaben sie lautstark Ausdruck. Der Ruf nach einer Nutzung der WLE-Trasse als Radschnellweg wurde laut, denn das passe zur Fahrradhauptstadt Münster.

„Kritische Stimmen nehmen wir sehr ernst und geben darauf selbstverständlich Antworten“, versicherte Oberbürgermeister Markus Lewe. Gleichwohl könne ein solch bedeutendes Projekt nicht alle persönlichen Betroffenheiten berücksichtigen, sondern sei das Ergebnis sorgfältiger planungsrechtlicher Abwägungen zur Erreichung der stadtregionalen Entwicklungsziele.

Antworten auf viele offene Fragen sollen beeiInformationsveranstaltungen zum Jahresende 2017 gegeben werden.

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