Renaturierungsmaßnahmen am Hof Watermann
Ein Stück Freiheit für die Angel

Sendenhorst -

Der Startschuss für eine Renaturierungsmaßnahme an der Angel am Hof Watermann in Sendenhorst ist gefallen. Damit wird eine weitere Maßnahme im Zuge der EG-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) durch den Wasser- und Bodenverband Sendenhorst-Ennigerloh umgesetzt.

Dienstag, 12.09.2017, 20:09 Uhr

Die Angel wird am Hof Watermann aus ihrem Engen Korsett befreit. Das kleine Foto zeigt, wie es dort bald aussehen könnte.
Die Angel wird am Hof Watermann aus ihrem Engen Korsett befreit. Das kleine Foto zeigt, wie es dort bald aussehen könnte. Foto: Annette Metz

Der Startschuss für eine Renaturierungsmaßnahme an der Angel am Hof Watermann in Sendenhorst ist gefallen. Damit wird eine weitere Maßnahme im Zuge der EG-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) durch den Wasser- und Bodenverband Sendenhorst-Ennigerloh umgesetzt. Geplant ist die Herstellung der Durchgängigkeit der Angel und die Anlegung einer Sekundäraue. Die Maßnahme wird gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Kreises Warendorf.

Der Hauptgrund für die Beseitigung des Querbauwerkes am Hof Watermann ist es, die Wanderung von Fischen und Kleinlebewesen zu ermöglichen, erklärt Martin Janiczek vom Planungsbüro Gnegel. Dadurch werde ein Austausch zwischen den verschiedenen Teillebensräumen im Gewässer geschaffen, der ein wesentlicher Bestandteil des Lebenszyklus vieler Tierarten sei. Diese Wanderung wird an dieser Stelle künftig mit Hilfe der sogenannten Riegelbauweise als „Raugerinne-Beckenpass“ möglich. Jedes Becken wurde mit einer entsprechenden Höhenlage im Gewässer errichtet. Zwischen den einzelnen Riegeln befinden sich Öffnungen, um das Wandern zu ermöglichen. Die Öffnungen in den Riegeln, die versetzt angeordnet sind, erzeugen eine Leitströmung, die den Fischen den Weg nach oben weise. Des Weiteren befinden sich zwischen den einzelnen Riegeln auch Ruhezonen für die Fische und Kleinlebewesen. Bei höheren Wassermengen im Gewässer sei die Fließgeschwindigkeit bewusst gering, damit der Aufstiegsstress für die Fische gesenkt wird.

Die Sekundäraue, die angrenzend entstehen wird, sei ein Bereich innerhalb eines Gewässers, den es heute kaum noch gebe, erklärt der Fachmann weiter. Dieser wird bei einem bestimmten Abflussereignis aktiviert. Dort können sich Kleinstlebewesen ansiedeln.

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