Weiße Amsel im Garten
„Schneewittchen“ im Garten

Albersloh -

Im Garten von Carola und Ernst Roerkohl hat sich eine weiße Amsel angesiedet. Das Tier ist eine seltene Laune der Natur.

Samstag, 16.09.2017, 10:09 Uhr

Im Garten der Albersloher Familie Roerkohl  hat sich eine weiße Amsel eingenistet. Mit Geduld fotografierten die Eheleute den Vogel, den sie „Schneewittchen“ tauften.
Im Garten der Albersloher Familie Roerkohl  hat sich eine weiße Amsel eingenistet. Mit Geduld fotografierten die Eheleute den Vogel, den sie „Schneewittchen“ tauften.

Da mussten Carola und Ernst Roerkohl zwei Mal hinschauen. In ihrem Garten, der von einem kleinen Wäldchen umgeben ist, sichteten sie im August einen weißen Vogel, den sie erst gar nicht einzuordnen wussten. Bei näherer Betrachtung machten sie an ihm die für eine Amsel typische Merkmale aus. Und tatsächlich bestätigten ihre Internetrecherchen, dass es sich um eine seltene Albino-Amsel handeln muss.

„Erst dachte ich, da sitzt ein Kanarienvogel in unser Tränke“, erzählt Carola Roerkohl. Doch dann verdichteten sich die Vermutungen, dass das scheue Tier zur Familie der Drosseln gehört. „Wir glauben, dass das Tier aus der Brut einer Amsel stammt, die uns schon vorher wegen ihres lahmen Flügels aufgefallen war“, berichtet Ernst Roerkohl.

Wegen des hängenden Flügels habe man die Amsel „Flittchen“ getauft. Auch der Name für den weißen Jungvogel war schnell gefunden: „Schneewittchen“. Beim Blick in den Garten fielen Sätze wie „Guck Mal, Flittchen füttert Schneewittchen.“

Familie Roerkohl hat viele Vogelarten im Garten, die im Winter von ihr gefüttert werden. „Manchmal ärgern uns die Amseln, weil sie oft andere Vögel vertreiben“, berichtet Carola Roerkohl. Doch mit „Flittchen“ und besonders mit „Schneewittchen“ sei das anders. Sogar im Facebookprofil von Carola Roerkohl prangt der weiße Vogel. „Warum hast du als Bild eine weiße Taube gewählt?“, sei sie schon gefragt worden.

Als leidenschaftlicher Jäger vermutet Ernst Roerkohl, dass der weiße Vogel nicht die allergrößten Überlebenschancen haben wird. Aufgrund seiner hellen Färbung könne er möglicherweise schneller Beute eines Greifvogels werden, als seine besser getarnten, dunkelgefiederten Artgenossen.

Bleibt also für die Familie zu hoffen, dass es für „Schneewittchen“ einen weißen Winter geben wird.

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