Gemeindewallfahrt nach Frankreich
Auf den Spuren des Heiligen

Sendenhorst/Albersloh -

Acht Tage lang waren die Frauen und Männer aus Sendenhorst und einigen umliegenden Orten als Pilger auf den Spuren des Heiligen Martin unterwegs. Sie nehmen an der Gemeindewallfahrt teil, die Pfarrer Wilhelm Buddenkotte leitete.

Montag, 18.09.2017, 07:09 Uhr

Zu Fuß gingen die Pilger zur Kirche am Sterbeort des Heiligen Martin in Candes-Saint-Martin. Dort wurde gemeinsam gebetet.
Zu Fuß gingen die Pilger zur Kirche am Sterbeort des Heiligen Martin in Candes-Saint-Martin. Dort wurde gemeinsam gebetet. Foto: Wilhelm Buddenkotte

Ein Buch mit zahlreichen Fürbitten aus der Heimat stand im Mittelpunkt der Messe, die die Pilgergruppe aus der Pfarrgemeinde St. Martinus und Ludgerus mit Bischof Martin Happe und Pfarrer Wilhelm Buddenkotte am Grab Martin von Tours gefeiert hat. Einige dieser Bitten wurden im Gottesdienst laut vorgetragen, alle andern in einen Korb für solche Bitten in der Martinsbasilika gelegt, heißt es im Bericht von Wilhelm Buddenkotte über die Gemeindewallfahrt.

Acht Tage lang waren die 30 Frauen und Männer aus Sendenhorst und einigen umliegenden Orten als Pilger auf den Spuren des Heiligen Martin unterwegs. Immer wieder erklang während der Reise das Lied „St. Martin, dir ist anvertraut, das Volk des Herrn in unserm Land“, in dem die verschiedenen Etappen im Leben des Sendenhorster Stadt- und Kirchenpatrons besungen werden, berichtet Wilhelm Buddenkotte.

Die erste Station der Reise war die Stadt Amiens im Norden Frankreichs, wo der 18-jährige Soldat Martinus nach der Überlieferung seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt hat. „Die Begegnung mit dem Bettler und ein Traum in der darauf folgenden Nacht wurden für den jungen Mann zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Lebensgeschichte und brachten Martin dazu, dass er sich taufen ließ und schließlich Mönch und später Bischof wurde“, erklärt Buddenkotte. In vielen Bildern und Symbolen wurden und werden die Menschen der großen gotischen Kathedrale in Amiens daran erinnert, „dass das Leben ein Weg zu Gott ist“.

Auf diesem Weg fänden Menschen bei Martinus Erlebnisse, die für sie zum Fingerzeig Gottes würden. Gleichzeitig führe der Weg aber auch über „viele unterschiedliche Phasen und fordert viele Entscheidungen, um auf der Spur Gottes zu bleiben“, so Buddenkotte.

Den zweiten Tag der Pilgerfahrt verbrachte die Gruppe in Dieppe und an der Felsküste von Étretat, wo das Meer zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg mit seinen Windungen und wichtigen Entscheidungen einlade. Im Baptisterium in Poitiers und bei einer Messe im Martinskloster Ligugé stand das Thema „Taufe“ für einen Tag im Mittelpunkt. Der Blick auf die Eckpunkte aus dem Lebens Martins wurden allerdings auch unterbrochen durch einen Besuch des königlichen Loire-Schlosses in Chenonceau, durch eine Besichtigung von unterirdischen Höhlen, in denen Wein gekeltert wurde, oder bei einer Bootsfahrt mit einem Schiff, das den Namen „Martin von Tours“ trug.

In Martins Bischofsstadt in Tour, an seinem Sterbeort in Candes-Saint-Martin und schließlich auch bei einem Besuch der berühmten Wandteppiche mit imposanten und eindringlichen Bildern aus der „Offenbarung des Johannes“ in Angers tauchten immer wieder die Grundthemen des christlichen Glauben auf, die in Meditationen, bei Messefeiern und auch auf einem bewussten Fußweg zum Sterbeort des Martin bedacht wurden, berichtet Wilhelm Buddenkotte. „Das gemeinsame Beten und Nachdenken, die Erlebnisse rund um die Loire, die Abende bei guter französischer Küche und einem Glas Wein sowie viele Gespräche führten die 30 Teilnehmer der Fahrt zu einer guten Gemeinschaft zusammen.“

Mit einer Station an der berühmten Kathedrale in Chartres Bmit ihren beeindruckenden Fenstern und mit einem Labyrinth als Symbol des menschlichen Lebenswegs und einem Blick auf die beleuchtete Kathedrale in Amiens, die in Bildern von der „letzten großen Einladung Gottes an die ganze Menschheit“ erzähle, kehrten die Pilger wieder nach Sendenhorst zurück, um die Fahrt dort mit dem „Te Deum“ und dem Martinslied zu beschließen, heißt es im Bericht von Pfarrer Wilhelm Buddenkotte.

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