Mehr Pendler durch Bebauung in Gremmendorf
WLE: BfA mahnen Zusagen an

Albersloh/Sendenhorst -

Wie geht es weiter mit der Reaktivierung der WLE-Strecke? Die BfA mahnen verlässliche Zusagen ein. Denn mit der Bebauung des Geländes der York-Kaserne in Gremmendorf werde der Pendlerverkehr noch einmal stark zunehmen.

Mittwoch, 20.09.2017, 14:09 Uhr

So könnte es aussehen: Ein Zug der WLE fährt regelmäßig von Albersloh in Richtung Münster.
So könnte es aussehen: Ein Zug der WLE fährt regelmäßig von Albersloh in Richtung Münster.

„Wie ist denn eigentlich der Stand bei der Reaktivierung der Westfälischen Landes-Eisenbahn?“, wollte Michael Thale , Ratsherr der „Bürger für aktive Kommunalpolitik“ (BfA), in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wissen, heißt es im Bericht der BfA zur Fraktionssitzung der Wählergemeinschaft. Der Hintergrund seiner Frage, die in einer der nächsten Ausschuss-Sitzungen beantwortet werden soll: Während am Wochenende zuvor bereits ein Probezug über die Schienen der WLE rollte, sich heimische Land- und Bundestagsmitglieder im Wahlkampf für die Wiederinbetriebnahme der WLE für den Personennahverkehr stark machten, herrsche über den genauen Stand des WLE-Reaktivierungsverfahrens größtenteils Unkenntnis.

„Große Fragezeichen stehen hinter dem Projekt“, erklärte Fraktionschef Hans-Ulrich Menke in der Sitzung. Laut Mitteilung der WLE unter www.zügig-wle.de seien die Planungen bis zur Leistungsphase vier abgeschlossen und an das Land NRW übergeben werden. Gleichzeitig sei auch die Überarbeitung des Buskonzeptes beauftragt worden, „um eine optimale Abstimmung mit dem Schienennahverkehr zu erzielen“.

Bis Ende 2017, so die WLE auf ihrer Internetseite, solle die „Reaktivierung in einem Planfeststellungsverfahren unter öffentlicher Beteiligung beleuchtet“ werden. Danach folgete üblicherweise die Aufnahme der Strecke in den ÖPNV-Bedarfsplan und die Bereitstellung der Mittel durch das Land NRW.

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„Genau an diesem Punkt bleibt für uns die Frage“, so Michael Thale, „wie die schwarz-gelbe Landesregierung zur Reaktivierung der WLE steht?“. Denn während die CDU sowohl auf Landes- wie auch auf Kommunalebene die Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnstrecke befürworte, spreche sich der Koalitionspartner FDP vehement gegen eine Reaktivierung aus.

„Wir möchten endlich eine klare und positive Aussage der neuen Landesregierung zur Wiederinbetriebnahme der WLE haben“, bekräftigt Menke. Denn die bestehende Infrastruktur sei jetzt schon überlastet. Nach dem Kauf der York-Kaserne in Gremmendorf durch die Stadt Münster – dort sollen 1800 neue Wohnungen entstehen (die WN berichteten) – werde der Pendlerverkehr noch einmal stark zunehmen. Die Straßen könnten diese gewaltige Steigerung nicht mehr aufnehmen.

„Darum“, so BfA-Ausschuss-Mitglied Olaf Schmidt, „muss zügig eine umweltfreundliche Bahnverbindung zwischen Sendenhorst und Münster realisiert werden“. Natürlich „mit modernster Lok- und Waggon-Technik, hervorragendem Schallschutz, einer guten Sicherung der Bahnübergänge und einer passenden Anbindung an alle anderen Verkehrsmittel“. „Davon kann die gesamte Region nachhaltig profitieren.“

Wer weitere Fragen oder Anregungen zur Reaktivierung der WLE hat – egal, ob befürwortend oder ablehnend – kann sich per Mail an Hans-Ulrich Menke, Michael Thale oder Olaf Schmidt unter info@bfa-sendenhorst.de wenden, heißt es im Bericht der BfA.

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