Hans Pollok startet 78. Hilfstransport nach Polen
Da weiß man, wo’s landet

Albersloh -

Der 89-jährige Hans Pollok geht wieder auf Achse. Er startet seinen 78. Hilfstransport nach Polen.

Sonntag, 01.10.2017, 13:10 Uhr

Engagement für Menschen in Polen: So wie viele andere Bürger auch, unterstützt Elisabeth Leifeld regelmäßig die Hilfstransporte, die von Hans Pollok organisiert werden.
Engagement für Menschen in Polen: So wie viele andere Bürger auch, unterstützt Elisabeth Leifeld regelmäßig die Hilfstransporte, die von Hans Pollok organisiert werden. Foto: Christiane Husmann

Ungeachtet der Strapazen macht sich Hans Pollok wieder auf die weite Reise gen Osten. Insgesamt über 2000 Kilometer liegen vor dem fast 80-Jährigen und seinem Helferteam, das sich mit zwei Lkw und drei Pkw mit Anhängern auf den Weg nach Polen macht. Geladen haben sie Krankenbetten, Kleidung und viele weitere Hilfsgüter, die Menschen in Alten- und Waisenhäusern zugute kommen sollen.

Nach vielen Hilfstransporten hat sich herumgesprochen, dass Hans Pollok für die gute Sache unterwegs ist. Deshalb bündeln sich auch bei ihm die Informationen, wenn beispielsweise in Krankenhäusern oder Altenheimen Betten gewechselt werden. So konnte der Albersloher beispielsweise 31 Elektrobetten aus Davensberg, zehn aus Bergkamen, weitere zwölf aus Oelde und vier aus dem Sendenhorster Krankenhaus auf die Lastwagen verladen. Auch ein Sendenhorster Sanitätshaus ließ sich nicht lumpen und spendete Minielektromobile und Rollatoren für Senioren. Eine andere Firma ließ dem Albersloher paketweise Vorleger zukommen. Dass die in den Altenheimen, die Hans Pollok besucht, dringend gebraucht werden, macht der Bericht des Alberslohers deutlich: „Die alten Frauen haben vor Freude geweint. Statt praktischer Vorleger trugen sie vorher Putzlappen.“

Bei den regelmäßigen Besuchen können sich Hans Pollok und seine Helfer immer wieder davon überzeugen, dass die Sachspenden den Menschen vor Ort direkt helfen. So auch die fünf Krankenwagen, die der Fahrlehrer der Stadt Kreuzburg, die heute Kluczbork heißt, geschenkt hat. Nach einer Aufrüstung der Wagen, sind diese wieder voll im Einsatz. „Dort ist seitdem die Sterbensrate bei Herzinfarktpatienten um 60 Prozent gesunken“, erzählt Hans Pollok nicht ohne Stolz.

Viele Bürger unterstützen die Hilfsfahrten. Zu ihnen gehört auch Elisabeth Leifeld . Sie spendet Spielzeug, Textilien und Lebensmittel. „Ich habe das Bedürfnis, zu helfen“, sagt die 84-Jährige. Insbesondere das Schicksal der elternlosen Kinder liegt ihr am Herzen: „Es ist mir in jedem Jahr eine große Freude, die Waisenkinder zu beglücken.“ Gleichzeitig ist die Albersloherin erleichtert zu wissen, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie sollen. „Da weiß man, wo’s landet“, freut sich Elisabeth Leifeld, die dem Hilfskonvoi eine gute Fahrt wünscht.

Den weiten Weg nach Schlesien tritt Hans Pollok nicht alleine an. Matthias Franke, Daniel Frohne, Edith und Wolfgang Haverkamp, Joachim Klose, Dirk Rabeneck, Martin Rehbaum, Theodor Schemmelmann und Heinz-Josef Schulte begleiten die Fahrt. Bevor es losgeht, werden die Spenden auf die Wagen verteilt. Eine von vielen Aufgaben, die neben dem Transportieren der Hilfsgüter auf die Helfer wartet. Motiviert durch die Tatsache, anderen auf direktem Weg helfen zu können, nehmen sie in ihrer Freizeit gerne an der Aktion teil.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5191655?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Preußen Münster sperrt Tatverdächtigen für drei Jahre aus
Lerow Kwado (l) bedankt sich bei Fans des SC Preußen Münster für die Unterstützung.
Nachrichten-Ticker