DAF bittet um Spenden für Familienzusammenführungen
Jetzt hängt alles am Geld für die Flüge

Sendenhorst -

Für gleich vier Familienzusammenführungen ist der DAF auf Hilfe aus der Sendenhorster Bevölkerung angewiesen. Rund 500 Euro werden die benötigten Tickets pro Person kosten. In den kommenden Wochen erwarten vier inzwischen anerkannte Flüchtlinge ihre Familien. Doch dem DAF geht das Geld aus.

Mittwoch, 18.10.2017, 06:10 Uhr

Für gleich vier Familienzusammenführungen ist der DAF auf die Hilfe aus der Sendenhorster Bevölkerung angewiesen. Auch der inzwischen anerkannte Flüchtling Ziad – hier im Gespräch mit Ingrid Demming und Josef Brühl – wartet auf seine Frau und drei seiner Kinder.
Für gleich vier Familienzusammenführungen ist der DAF auf die Hilfe aus der Sendenhorster Bevölkerung angewiesen. Auch der inzwischen anerkannte Flüchtling Ziad – hier im Gespräch mit Ingrid Demming und Josef Brühl – wartet auf seine Frau und drei seiner Kinder. Foto: Annette Metz

Alle behördlichen Klippen scheinen überwunden. Doch ob es tatsächlich gelingt, vier in Sendenhorst lebende, inzwischen als Flüchtlinge anerkannte Männer mit ihren Familien, die jeweils aus der Ehefrau und drei Kindern besteht, zu vereinen, könnte in letzter Instanz noch am Geld für die Flugtickets scheitern. Und so wenden sich der Deutsch-Ausländische Freundeskreis und Josef Brühl, zuständiger Sozialarbeiter von der Arbeiterwohlfahrt, an die Sendenhorster Bevölkerung: „Wir bitten um Spenden, um die Flugtickets für Frauen und Kinder bezahlen zu können“, erklärt Ingrid Demming .

Zu den vier Männern, die inzwischen alle seit 2015 in der Stadt leben, gehört auch Ziad. Der Zahnarzt aus Aleppo, dem gemeinsam mit seinem Sohn die Flucht gelungen ist, wartet auf seine Frau und drei weitere Kinder, die noch immer in Aleppo leben. Seine Frau habe während der schweren Kämpfe schon die beschwerliche Reise nach Istanbul auf sich genommen, um den Visumantrag zur Familienzusammenführung aufgrund der Anerkennung ihres Mannes als Flüchtling in Deutschland zu stellen. Ziad ist froh, dass das für seine Familie alles noch ganz gut geklappt hat, denn er weiß ebenso wie Ingrid Demming und Josef Brühl, dass der Weg über die Botschaft in der Türkei immer schwieriger wird. Monatelang habe sie auf diesen Termin warten müssen. Nun seien Frau und Kinder nach Aleppo zurückgekehrt und schlügen sich dort durch. Die Reserven seien aufgebraucht.

Der DAF rechnet mit rund 500 Euro, die pro Person für ein Ticket benötigt werden. „Die Preise steigen“, bedauert Ingrid Demming. Daher habe sich der DAF entschlossen, dass die Begünstigten künftig die Beträge monatlich zurückzahlen. „Dann bleibt das Geld zweckgebunden vorhanden, um später auch weiteren Familien helfen zu können“, erläutert sie.

Wer helfen möchte, kann eine Spende auf die DAF-Konten bei der Sparkasse Münsterland Ost oder der Volksbank Münster überweisen.

► Die Kontodaten sind zu finden unter https://dt-ausl-freundeskreis.jimdo.com/wollen-sie-mehr-tun/

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