Bebauungsplan für den „Kohkamp“
Im Frühjahr geht’s los

Albersloh -

Am Bebauungsplan für den Kohkamp wird noch gefeilt. Im Frühjahr soll die Erschließung starten.

Donnerstag, 19.10.2017, 15:10 Uhr

Auf dem Hof Witte muss die Viehhaltung eingeschränkt und am Ende aufgegeben werden.
Auf dem Hof Witte muss die Viehhaltung eingeschränkt und am Ende aufgegeben werden. Foto: Josef Thesing

Für Bauwillige stellen sich derzeit vor allem zwei Fragen: 1. Wann und wo kann ich mich für ein Grundstück bewerben? 2. Wann kann ich mit dem Hausbau beginnen? Nun, bewerben kann sich schon jetzt jeder Interessierte bei André Leson im Sendenhorster Rathaus. Das mit dem Baubeginn ist noch nicht genau terminiert, obwohl der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sowohl den geänderten Flächennutzungsplan als auch den Entwurf des Bebauungsplans auf den Weg gebracht hat. Denn einige Fragen sind trotzdem noch offen. „Es dauert halt noch ein wenig. Es gibt auch noch keine Ausparzellierung“, sagte Leson in der Sitzung. Will meinen: Wer sich bewirbt, kommt auf die Liste. Er kann sich „sein“ Grundstück aber noch nicht detailliert ansehen – auch nicht auf einem Plan. Dieser soll, so ist es vorgesehen, im Frühjahr beschlossen werden. Ende des ersten Quartals soll mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden.

Es dauert auch deshalb noch ein wenig, weil die Stadt mit dem Kreis Warendorf noch darüber diskutiert, wie mit den Hochwasserschutzzonen im Bereich des Alsterbaches/Ahrenhorster Baches verfahren werden soll. Zwar war bereits grundsätzlich entschieden worden, dass die Häuser einen Hochwasserschutz von 30 Zentimeter über dem Erdboden haben sollen. Wie und wo eine Abgrenzung zum Bach gestaltet werden soll, ist letztlich noch nicht ausformuliert. Zugesagt ist von der Stadt und von der Grundstücksgesellschaft aber, dass alle Käufer – auch in den Verträgen – über theoretisch mögliche – Überschwemmungen informiert werden sollen. Offen ist zudem noch die Frage, wer die Querung der WLE-Bahn zu welchem Anteil bezahlen muss.

Wer sich jetzt bei der Stadt für ein Grundstück bewirbt, ist übrigens nicht allein: Derzeit liegen 100 Bewerbungen für ein städtisches Grundstück vor, erklärte Leson. Ob alle „bei der Stange“ bleiben, müsse abgewartet werden.

Für die Landwirtschaft hat das neue Wohngebiet übrigens auch Konsequenzen. Mit den Betreibern des Hofes Witte sei bereits beim Landkauf im Jahr 2000 vertraglich vereinbart worden, dass sie die Viehhaltung je nach Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte einschränken bis – bei Komplettbebauung – aufgeben müssen.

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