Flüchtlingsunterkünfte an der Seilerstraße
Holzhäuser am Haken

Sendenhorst -

Nach langen Planungen und vielen Diskussionen werden die neuen Holzhäuser an der Seilerstraße unweit der WLE-Strecke nun aufgestellt. In den vier Häusern mit je 50 Quadratmetern Wohnfläche und im „Doppelhaus“ mit 75 Quadratmetern wird ein neues Zuhause für 13 Menschen geschaffen. Nach immensen Kostensteigerungen werden 1,1 Millionen Euro investiert.

Mittwoch, 25.10.2017, 08:10 Uhr

Am Montagnachmittag wurden die Gebinde mit den vorgefertigten Holzteilen für die Häuser geliefert. Mit dem Kran  wurde das Material auf den Bodenplatten an die richtigen Stellen gehoben.
Am Montagnachmittag wurden die Gebinde mit den vorgefertigten Holzteilen für die Häuser geliefert. Mit dem Kran  wurde das Material auf den Bodenplatten an die richtigen Stellen gehoben. Foto: Annette Metz

Nach längerer Beratungs- und Planungszeit sowie nach der Entsorgung des konterminierten Bauschuttes, der sich im Boden befand, „wachsen“ nun die Holzhäuser an der Seilerstraße parallel zur WLE-Trasse zügig in die Höhe. Am Montagnachmittag wurden die Gebinde für die ersten beiden Gebäude geliefert. Am Dienstagmorgen wurde mit dem Aufbau auf den Bodenplatten begonnen.

In den vier Häusern mit je 50 Quadratmetern Wohnfläche und im „Doppelhaus“ mit 75 Quadratmetern wird ein neues Zuhause für 13 Menschen geschaffen. Zunächst ziehen dort nach der Fertigstellung in Sendenhorst lebende anerkannte Flüchtlinge ein. Später sollen die Häuser für sozialen Wohnraum genutzt werden, der in der Stadt knapp ist.

Mit dem Kran wurden die Bauteile platziert.

Mit dem Kran wurden die Bauteile platziert. Foto: Josef Thesing

Vor Baubeginn hatten die immer weiter explodierten Kosten für erheblichen Gesprächsstoff nicht nur in der Politik gesorgt. Ursprünglich sollten die Häuser rund 400 000 Euro kosten. Aufgrund des Baubooms und der daraus resultierenden Kostensteigerungen am Markt sowie erhöhtem Aufwand für den Bodenaushub und die Ausstattung lagen die Kosten Mitte vergangenen Jahres bereits bei 900 000 Euro. Jetzt werden sie, wenn sich im Laufe der Arbeiten nicht noch Wesentliches ändert, bei etwa 1,1 Millionen Euro liegen. Deshalb war die Ausschreibung im Laufe des Verfahrens auch ein Mal durch die Stadt gestoppt werden.

Die „Notbremse“, also das Stoppen des Vorhabens, wollte die Politik am Ende dennoch nicht ziehen, weil sich aus ihrer Sicht keine vernünftige Alternative für die Unterbringung der Menschen finden ließe.

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