Volkstrauertag
„Frieden fängt mit kleinen Schritten an“

Albersloh -

Zum Volkstrauertag gedachten die Albersloher Schützen der in Kriegen Verstorbenen, politisch Unterdrückten und der Menschen, die vor Krieg und Krisen auf der Flucht sind.

Montag, 20.11.2017, 14:11 Uhr

In einer feierlichen Zeremonie legten die Bürgerschützen den Kranz am Ehrenmal nieder.
In einer feierlichen Zeremonie legten die Bürgerschützen den Kranz am Ehrenmal nieder. Foto: Christiane Husmann

Um der Opfer und Verstorbenen der beiden Weltkriege und den Gewaltherrschaften aller Nationen zu gedenken, hatten die Bürgerschützen am Volkstrauertag zur Kranzniederlegung am Ehrenmal eingeladen. Feierlich begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von den beiden Musikzügen. Sascha Beisemann vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr fand in einer Ansprache Worte, die die Zuhörer nachdenklich stimmen sollten.

„Ich selber gehöre zu der Generation, die das unbeschreibliche Glück hat, unbeschwert und ohne Krieg aufwachsen zu dürfen“, machte Beisemann deutlich, der aber durch die Erzählungen der eigenen Großeltern noch einen Bezug zur deutschen Kriegsgeschichte habe. „Wenn ich beispielsweise die Jugendlichen aus unseren Musikvereinen sehe, ist für diese das Thema Krieg etwas, was sie mit fernen Ländern und auf keinen Fall mit sich selbst in Verbindung bringen. Und gerade dies macht es so unglaublich wichtig, dass wir Jahr für Jahr am Volkstrauertag kurz innehalten und der vielen Opfer und Verstorbenen gedenken, dass wir niemals den Krieg und das Leid vergessen, dass wir uns gemeinsam erinnern und den Frieden wahren“, mahnte Sascha Beisemann mit Blick auf die vielen Länder, in denen Krieg oder bewaffnete Konflikte stattfinden. Und in denen Krieg, Flucht, Hunger und Tod den Kindern, Frauen und Männern und den Familien alle Chancen auf eine glückliche Zukunft immer und immer wieder nähmen. „Jedem einzelnen von uns hier geht es richtig gut. Essen, Trinken und Heimat – für uns eine Selbstverständlichkeit, für viele andere an vielen Tagen unerreichbar“, gab Sascha Beisemann zu bedenken.

Natürlich könne man es nicht alleine schaffen, den Weltfrieden zu erreichen. Dennoch könne jeder Einzelne etwas für den Frieden tun. „Nur wenn der Frieden in der Familie, im Freundeskreis, in unserer Gemeinde anfängt, dann kann er auch in der Welt funktionieren“, befand Beisemann und erzählte abschließend die Geschichte „Der alte Apfelbaum und der Friede“, in der die kleine Anna durch ihre offene und unvoreingenommene Art einen Konflikt lösen kann. „Der Frieden fängt mit kleinen Schritten an – bei jedem von uns“, resümierte Beisemann.

Im Anschluss wurde die feierliche Kranzniederlegung durch die Fahnengarde und die Ehrengarde unter der Leitung von Oberst Theo Hoenhorst durchgeführt.

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