Volkstrauertag in Sendenhorst
„Bei Kriegen nicht wegschauen“

Sendenhorst -

Werner Dufhues hielt am Ehrenmal die Gedenkrede. Er mahnte, bei Kriegen und Krisen nicht wegzuschauen.

Montag, 20.11.2017, 14:11 Uhr

Werner Dufhues sprach die Gedenkrede.
Werner Dufhues sprach die Gedenkrede. Foto: Katja Kordel

„Wenn niemand mehr an die im Krieg gestorbenen Menschen denkt, dann sind sie endgültig tot, und ihr Schicksal kann keinem mehr etwas sagen“, verdeutlichte Werner Dufhues , Mitglied des Heimatvereins, in seiner Gedenkrede die Bedeutung des Volkstrauertags.

Die Gedenkveranstaltung begann am Standort der ehemaligen Synagoge am Schlabberpohl mit einer Begrüßung. Von dort zogen die Teilnehmer, musikalisch von der Stadt- und Feuerwehrkapelle begleitet, durch die zum Ehrenmal am Osttor.

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, der KG „Schön wär’s“, der SG Sendenhorst, der Martinus-Schützen, der Johannisbruderschaft sowie der Kolpingsfamilie und der Pax-Christi-Gruppe begleiteten den Zug zum Ehrenmal. Außerdem waren Gäste der Partnerstadt Kirchberg zu Besuch.

Der Volkstrauertag ist allen im Krieg gestorbenen Menschen, also Soldaten, Zivilisten, in Gefangenschaft oder auf der Flucht Verstorbenen, Verfolgten und Widerstandskämpfern gewidmet.

„Wir müssen die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaften vor dem Vergessen bewahren. Es sollte deshalb um ein Gedenken gehen, dass sich der Geschichte stellt und nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart blickt“, rief Werner Dufhues dazu auf, bei den vielen Krisen und Kriegen nicht wegzuschauen, sich gegen Gewalt einzusetzen und „die Stimme gegen Verletzungen der Menschenrechte zu erheben“. Er bedankte sich außerdem bei allen Ehrenamtlichen, insbesondere dem Deutsch-Ausländischen Freundeskreis, für ihre vielfältigen Integrationsbemühungen in der Flüchtlingskrise, bevor er mit Bürgermeister Berthold Streffing den Kranz niederlegte.

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