Baumgutachten liegt vor
Alle Linden sollen bleiben

Sendenhorst -

Die Linden an der Promenade sollen dauerhaft erhalten bleiben. Das schlägt die Stadtverwaltung vor. Die Baumgutachter haben festgestellt, dass sie zwar schlecht gepflegt wurden, aber nicht krank sind. Mit richtiger Pflege geben die Gutachter den Bäumen noch viele Jahre Standfestigkeit.

Samstag, 20.01.2018, 14:01 Uhr

So sah es im Sommer aus – und so ähnlich wird es auch im kommenden Sommer aussehen. Die Linden bleiben erhalten.  
So sah es im Sommer aus – und so ähnlich wird es auch im kommenden Sommer aussehen. Die Linden bleiben erhalten.

„Alle Linden sollen weg“, war die Devise im vergangenen Jahr, als im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Promenade auch der Baumbestand – und dabei vor allem dessen Gesundheit – beleuchtet wurde. Es kam dann nach erneutem Nachdenken, vielen Gesprächen und Untersuchungen ein bisschen anders, wobei eine Entscheidung von Verwaltung und Politik noch aussteht. Die soll nun am kommenden Dienstag fallen. Und diese wird, wenn der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt dem Vorschlag der Verwaltung folgt, zumindest bei einigen Anliegern für weiteren Gesprächsstoff sorgen. Denn die Linden sollen bleiben, und zwar alle.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung ein Baumgutachten in Auftrag gegeben, nachdem die Diskussionen und auch Emotionen hochgekocht waren. Die Begutachtung wurde durchgeführt, nachdem die Bäume im Spätherbst ihre Blätter abgeworfen hatten. Das Ergebnis: Der Gutachter empfiehlt „den Erhalt des gesamten Baumbestandes“, wenn entsprechende Baumpflege durchgeführt wird. „Die Reststandzeit der Winterlinden wird nach der Durchführung der baumpflegerischen und standortverbessernden Maßnahmen auf mindestens 25 Jahre geschätzt“, schreiben die Diplom-Ingenieure Oliver Tiedemann und Matthias Bruckner von der Firma „Grüner Zweig“ aus Tecklenburg in ihrem rund 90 Seiten starken Gutachten.

Insgesamt 115 Bäume haben die Gutachter aufgelistet. Am 7. November und am 4. Dezember haben sie die Linden unter die Lupe genommen. Dabei haben sie sich der Verkehrssicherheit, der Erhaltungswürdigkeit und der perspektivischen Entwicklung inklusive einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gewidmet. Im Gutachten sind Empfehlungen für Baumpflegemaßnahmen für jeden einzelnen Baum aufgelistet.

Die kosten natürlich Geld, aber die Stadtverwaltung will dieses investieren, um die das Stadtbild prägende Promenade in ihrer derzeitigen Ausprägung zu erhalten. Rund 25 000 Euro müssen nach der derzeitigen Kalkulation investiert werden, damit die Bäume auch die nächsten Jahre bis Jahrzehnte überleben. Das Geld soll der Haupt- und Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung im Februar bereitstellen. Und anschließend soll weiter an der Umgestaltung der Promenade gearbeitet werden – inklusive aller Linden.

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