Tausende feien den Sendenhorster Rosenmontagszug
Mit Skiern und Minirock

Sendenhorst -

Bei gutem Wetter schlängelte sich der Sendenhorster Rosenmontagszug durch die Innenstadt. Tausende feierten an den Straßen mit.

Montag, 12.02.2018, 14:02 Uhr

Die Kochlöffel schwingend fuhren Prinzessin Andrea und ihr Gefolge durch die Stadt. Sie hatte sichtlich Spaß am Rosenmontagszug, der sich zumeist bei Sonne durch die Straßen schlängelte.
Die Kochlöffel schwingend fuhren Prinzessin Andrea und ihr Gefolge durch die Stadt. Sie hatte sichtlich Spaß am Rosenmontagszug, der sich zumeist bei Sonne durch die Straßen schlängelte. Foto: Annette Metz/Josef Thesing

Manche hatten die Skier geschultert, doch dafür reichten die paar weißen Fleckchen dann doch nicht. Andere waren wegen der Sonne, die sich kurz vor Beginn des Rosenmontagszug eingestellt hatte, noch schnell in den Minirock geschlüpft. Doch dafür war es gestern Mittag definitiv zu kalt – trotz des durchaus angenehmen Rosenmontagswetters. Da waren die Strumpfhosen, die die coolen Herren unter den Schottenröcken trugen, schon angebrachter.

Gleich vier Mal war die „Raupe Nimmersatt“ vertreten.

Gleich vier Mal war die „Raupe Nimmersatt“ vertreten. Foto: Josef Thesing

Schon gegen elf standen viele Sendenhorster an der Straßen in der Innenstadt und schunkelten sich schon mal ein bisschen warm. Später, nach 11.11 Uhr, war es dann – wie üblich – richtig voll. Und einmal mehr hatten sich die vielen Zuschauer mächtig in Schale geworfen – sie standen farbenfrohen Fußgruppen nur wenig nach. Doch auch die gaben mächtig Gas, und da moderne Zeiten herrschen, waren die Piraten halt auch mit Kinderwagen unterwegs. Eine echte Prinzessin war dem einen oder anderen nicht genug, und so hatten sich weitere – falsche – gekrönte Häupter aus dem Morgenland oder dem Keksregal unter die Zugteilnehmer gemischt.

Ein kleines Standchen gefällig?

Ein kleines Standchen gefällig? Foto: Josef Thesing

Der Zug war nicht besonders lang, aber sehr bunt. Er schlängelte sich mit einigen Stopps langsam durch die Stadt, und so war genug Zeit, Kamelle unters Volk zu bringen.  Musik    gab es reichlich, und so benügten sich die „Zaungäste“ nicht nur damit, zuzuhören und die bunten Kostüme zu bewundern: Es wurde auch getanzt. Gleich sechs Kapellen waren im Einsatz.

„Helau!“

„Helau!“ Foto: Josef Thesing

Ein wenig Politik wurde auch verabreicht, aber das, wie meistens beim Sendenhorster Umzug, in homöopathischen Dosen. „Lieber ein Dorf im Grünen als ein Grüner im Dorf“ hatten die „Dorfkinder“ auf ihren Wagen gemalt.

Für einen besonderen Hingucker sorgten die vier Männer, die mit großen, bunten Flügeln daherkamen. Allerdings war die „Raupe Nimmersatt“ am Rosenmontag nicht besonders gierig, sondern ausgesprochen freigiebig.

Wenn der Zug stockte, wurde halt geschunkelt.

Wenn der Zug stockte, wurde halt geschunkelt. Foto: Josef Thesing

Überhaupt zeigten sich die Wagenbesatzungen und Fußgruppen nicht knickerig. Für die Kinder gab es viel zu fangen oder aufzuheben. Und manch Erwachsener freute sich über einen wärmenden Hochprozentigen am Straßenrand. Prinzessin Andrea I. hatte ganz am Ende des Zuges ihren großen Auftritt. Sie genoss mit ihrem Gefolge die Fahrt durch die Stadt. Und nach dem Umzug war feiermäßig noch längst nicht Schluss. Vor der Bühne am Rathaus im Festzelt nebenan und in den Kneipen ging noch lange die Post ab, weshalb manch einer für den heutigen Dienstag im Vorfeld schon Urlaub von der Arbeit angemeldet hatte.

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