Goldhochzeit im Hause Dufhues
„Rathaus-Ehe“ hält schon 50 Jahre

Sendenhorst -

Helga und Werner Dufhues sind seit 50 Jahren verheiratet. Sie wurden am 1. März 1968 durch Bernhard Schmies standesamtlich getraut.

Donnerstag, 01.03.2018, 09:03 Uhr

Helga Reuscher-Dufhues und Werner Dufhues gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort.
Helga Reuscher-Dufhues und Werner Dufhues gaben sich vor 50 Jahren das Ja-Wort. Foto: Dufhues

Eigentlich, so hatten es sich Werner Dufhues und Helga Reuscher-Dufhues vor 50 Jahren überlegt – wollten sie am 29. Februar heiraten. Doch in ihrem Fall fehlte damals ein Tag. Zwischen Aufgebot und Eheschließung mussten damals acht Tage liegen, erinnern sich die beiden. Doch da Helga Reuscher einen Tag „zu spät“ volljährig geworden war, fehlte eben ein Tag an diesen acht Tagen. Und so wurden die beiden am 1. März 1968 durch Bernhard Schmies, mit dem das Paar bis zu Schmies Tod vor vier Jahren immer freundschaftlich verbunden war, standesamtlich getraut.

Werner Dufhues und Helga Reuscher-Dufhues hatten sich während ihrer Ausbildung im Sendenhorster Rathaus kennen gelernt. Werner Dufhues hatte seine Verwaltungslehre im Jahr 1959 begonnen. „Ich war dann 1961 der Lehrling nach meinem Mann“, schmunzelt Helga Reuscher-Dufhues. Und nachdem dann beide ihre Prüfungen zur Verwaltungsfachangestellten beziehungsweise für die Beamtenlaufbahn abgelegt hatten, beschlossen sie zu heiraten.

Nach der Trauung begann das Paar ein Eigenheim am Teigelkamp zu errichten, in das es nach der kirchlichen Trauung durch Pfarrer Josef Brink im September einzog. „Damals war es üblich, dass man nicht vor der kirchlichen Trauung zusammenzog“, erklärt Werner Dufhues. So haben die beiden eben erst gebaut und konnten dann im September ihr erstes Eigenheim beziehen.

Die junge Familie vergrößerte sich 1969 und 1971 um zwei Töchter. Mit der Geburt des ersten Kindes gab Helga Reuscher-Dufhues – so wie es damals üblich war – ihre berufliche Tätigkeit auf. Später ergab sich für sie die Möglichkeit an der nur wenige Meter entfernt liegenden Teigelkamp-Hauptschule unter der Leitung von Rektor Johannes Stoffers eine Teilzeitbeschäftigung als Schulsekretärin zu übernehmen. „Insgesamt 20 Jahre habe ich diese Tätigkeit mit teilweise 400 und 500 Schülern gerne ausgeübt“, blickt sie zurück.

Werner Dufhues war in verschiedenen Verwaltungsfunktionen im Sendenhorster Rathaus und dann auch elf Jahre als Kreisverwaltungsdirektor im Kreishaus in Warendorf beruflich aktiv. Zuletzt war er der erste unmittelbar von den Bürgern gewählte hauptamtliche Bürgermeister in Sendenhorst.

Seit einigen Jahren genießen Werner Dufhues und Helga Reuscher-Dufhues ihren Ruhestand. Sie widmet sich der gestalterischen Arbeit mit Ton, reist gerne und spielt Golf. Außerdem hilft sie mit, die Bürgermensa der Bürgerstiftung auszurichten und organisiert das Kulturprogramm im Reha-Zentrum am St.-Josef-Stift mit. „Das macht mir viel Freude“.

Werner Dufhues schwimmt gerne und fährt viel Fahrrad. Die Pflege des Gartens am Eigenheim, das sie 1999 im Echterbrock gebaut hatten, zählt er ebenfalls zu seinen Hobbys. Ehrenamtlich ist er im Aufsichtsrat des St.-Elisabeth-Stiftes und im Heimatverein aktiv.

Im übrigen verbringt das Goldpaar“ so viel Zeit wie möglich mit seiner 21 Monate alten Enkelin Amelie, die mit ihren Eltern in London lebt. „Wir sind dankbar und glücklich, dass wir noch Großeltern geworden sind.“

Auf die Frage, wie man es hinbekommt, 50 Jahre gemeinsam zu verbringen, fällt die Antwort der beiden im Rückblick einstimmig aus: „Man muss Kompromisse machen.“

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