Pläne der Laumann-Stiftung
Für ein gutes Leben im Alter

Sendenhorst -

Mehr Lebensqualität im Alter ist das Ziel der „Heinrich-und-Rita Laumann-Stiftung“, die Trägerin der Seniorenberatung ist und die Palliativarbeit in Sendenhorst fördert. Auf der Zukunfts-Agenda stehen zudem Themen wie Einsamkeit, Teilhabe, Ehrenamt und das Miteinander der Generationen.

Mittwoch, 18.04.2018, 08:04 Uhr

Zehn Jahre „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“: Gemeinsam mit dem Stifterehepaar (vorne Mitte) würdigten die Familie sowie Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands die wertvolle Arbeit der Stiftung in der Seniorenberatung und der Palliativarbeit.
Zehn Jahre „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“: Gemeinsam mit dem Stifterehepaar (vorne Mitte) würdigten die Familie sowie Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands die wertvolle Arbeit der Stiftung in der Seniorenberatung und der Palliativarbeit. Foto: Bettina Goczol

Mehr Lebensqualität im Alter ist das Ziel der „Heinrich-und-Rita Laumann-Stiftung“, die Trägerin der Seniorenberatung ist und die Palliativarbeit in Sendenhorst fördert. In Dankbarkeit für ihr erfolgreiches Unternehmerleben hatten Heinrich und Rita Laumann 2008 ihre Stiftung gegründet, um den Bürgern der Stadt etwas zurückzugeben, wie sie seinerzeit betont hatten. Zehn Jahre später blickten die Stiftungsgründer mit ihrer Familie sowie mit Stiftungs-Kuratorium, -Vorstand und mit Wegbegleitern zurück.

„Helfen ist tief in Gottes Liebe und dem christlichen Glauben verankert“: Damit beschrieb Pastor Fritz Hesselmann im Dankgottesdienst den Ursprung dieser Stiftung. Kuratoriumsvorsitzender Benedikt Geise betonte die enge Verbundenheit der Familie Laumann mit Sendenhorst, der Stadt, in der sie sich 1969 noch unter widrigen Umständen niederließen und die Firma Veka zur Blüte trieben. Geise wie auch alle anderen Festredner – darunter auch Bürgermeister Berthold Streffing – bedankten sich bei der Familie und würdigten das Engagement aller Beteiligten, die sich seit 2008 für das Anliegen der Stifter engagiert haben.

Stift-Geschäftsführer Werner Strotmeier skizzierte die Arbeit der Seniorenberatung, die mit Angelika Reimers fest etabliert sei. Neben der neutralen Beratung zu Themen der Pflege, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wüssten viele Menschen insbesondere auch die persönliche Hilfe zu schätzen: „Wenn eine Familie plötzlich mit dem Thema Pflege oder Demenz konfrontiert ist, tut es gut, wenn jemand da ist, der Halt und strukturiert Hilfe gibt.“

Darüber hinaus ermöglichte die Stiftung die Weiterbildung zu Palliativpflegekräften und die palliativmedizinische Fortbildung von Hausärzten in Sendenhorst, Albersloh und Umgebung. Über das Stiftungskapital hinaus war durch eine Zustiftung der Umbau und die Einrichtung von zwei Palliativzimmern im Ursprungsgebäude des St.-Josef-Stifts möglich geworden. Ausdrücklich dankte Strotmeier der Stifterfamilie für die gute wirtschaftliche Grundlage der Stiftungsarbeit: „Das gibt uns Sicherheit.“

Über Beratung und Palliativarbeit hinaus organisiert die Laumann-Stiftung jährlich einen Gesundheitstag sowie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zum Weltalzheimertag, so Pflegedirektor Detlef Roggenkemper. Strahlkraft habe auch die Gründung der „Lokalen Allianz für Demenz“ erlangt, die viele örtliche Akteure an einen Tisch brachte. Mit Blick in die Zukunft ist anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung ein neues nachhaltiges Projekt geplant unter dem Arbeitstitel „Gut und gemeinsam älter werden in Sendenhorst“.

In den Blick kommen dabei nicht nur Menschen mit Demenz, sondern auch Themen wie Einsamkeit, Teilhabe, Ehrenamt und das Miteinander der Generationen. Netzwerkkoordinator Markus Giesbers begleitet das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Soziale Arbeit der Fachhochschule Münster entwickelt werden soll. „Unsere Vision ist es, dass wir Sendenhorst noch seniorenfreundlicher gestalten können. Dabei wollen wir nicht kleckern, sondern klotzen“, so Giesbers. In dem Zusammenhang sei auch ein kleineres Wohnhaus für Menschen mit Demenz denkbar.

Im Namen der Stifterfamilie dankte Andreas Hartleif für den verantwortungsvollen Umgang mit den Geldern und die Entwicklung von „Projekten mit Leuchtturmcharakter“, die die Stiftung auch in der zweiten und dritten Generation lebendig halten. Den Gründern Heinrich und Rita Laumann dankte er: „Euer Vermächtnis werden wir weitertragen. Dafür stehen wir.“

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