Strotmeier steht Kuratorium vor
Kontinuität und Veränderung

Sendenhorst -

Der angekündigte Wechsel an der Spitze des Kuratoriums des St.-Josef-Stifts ist offiziell vollzogen. Der bisherige Vorsitzende Andreas Hartleif hat das Amt an Werner Strotmeier übergeben. Als ehemaliger Geschäftsführer, der Strotmeier mehr als drei Jahrzehnte war, steht er für Kontinuität.

Dienstag, 12.06.2018, 10:00 Uhr

Der neue Kuratoriumsvorsitzende Werner Strotmeier (Mi.), sein Vorgänger Andreas Hartleif (li.) und der neue Geschäftsführer des St.-Josef-Stifts, Dr. Ansgar Klemann, tragen Verantwortung für die Stiftung.
Der neue Kuratoriumsvorsitzende Werner Strotmeier (Mi.), sein Vorgänger Andreas Hartleif (li.) und der neue Geschäftsführer des St.-Josef-Stifts, Dr. Ansgar Klemann, tragen Verantwortung für die Stiftung. Foto: Bettina Goczol

Kontinuität und Veränderung: Beides ist wichtig. Unter diesem Leitgedanken wurde der Wechsel an der Spitze des Kuratoriums in festlichem Rahmen offiziell vollzogen. Andreas Hartleif, seit 18 Jahren Mitglied im Trägergremium des St.-Josef-Stifts und seit fünf Jahren dessen Vorsitzender, gab wegen seiner starken beruflichen Belastung auf eigenen Wunsch den Vorsitz ab, bleibt dem Kuratorium aber mit seiner Fachkenntnis als Mitglied erhalten. Gleichzeitig wurde Werner Strotmeier als neuer Kuratoriumsvorsitzender eingeführt. Als ehemaliger Geschäftsführer des Stifts, der er mehr als drei Jahrzehnte war, steht er für Kontinuität. Der im Mai eingeführte neue Geschäftsführer, Dr. Ansgar Klemann, steht für Veränderung.

Pfarrer Wilhelm Budden­kotte, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums, würdigte Hartleifs Amtszeit, die er 2013 trotz vielfältiger Belastungen als „Aufgabe auf Zeit“ übernommen und mit „großem Engagement“ ausgeübt hatte. „Sie haben sich von der Idee des Stifters, für alte, schwache und kranke Menschen zu sorgen, in den Dienst nehmen lassen“, schlug Buddenkotte auch einen Bogen zum Gottesdienst, der die Zuwendung Gottes als Wurzel menschenfreundlichen Handelns thematisierte.

Beeindruckend war die Aufzählung der realisierten Projekte, wie zum Beispiel die Fertigstellung des Südflügels, die Erweiterung des Reha-Zentrums, die Umsetzung des Wohngruppenkonzepts in den Altenhilfeeinrichtungen, der Bau von zwei Tagespflegen in Albersloh und Sendenhorst und die Erweiterung des St.-Magnus-Hauses. Aber auch schwierige Entscheidungen hätten angestanden, in denen er den Weg für gute Lösungen bereitet habe.

Zum Dank überreichte Buddenkotte eine Bronzeplastik von Basilius Kleinhans mit dem Titel „Fensterbild“. Drei golden leuchtende Fenster für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft deutete Hartleif als schöne Metaphorik für seine Tätigkeit als Chef des weltgrößten Kunststofffensterprofilherstellers Veka. Er dankte für die Unterstützung sowie ermutigende, vertrauensvolle und offene Worte. Es fordere Zeit, um im Kuratoriumsvorsitz die Balance zwischen vertrauensvoller Distanz und einer gewissen Nähe zu den Mitarbeitern zu halten.

In diesem Sinne bezeichnete er seine Nachfolge durch Werner Strotmeier als „Traumbesetzung“. „Keiner hat so eine Nähe zu den Mitarbeitern. Möge es gelingen, die vertrauensvolle Distanz zu wahren.“ Symbolisch übergab Hartleif dem neuen Kuratoriumsvorsitzenden den Staffelstab in Form einer Grafik von Dieter Löhrke, auf der sämtliche Gebäude der Stiftung kunstvoll zu einer Gesamtansicht zusammengefügt sind. Die vom Bischof unterzeichnete Ernennungsurkunde für eine fünfjährige Amtszeit überreichte Wilhelm Buddenkotte an Strotmeier.

„Danke für das Vertrauen und das Zutrauen. Beides will ich gerne rechtfertigen“, so Strotmeier, der einen Blick zurückwarf in die Zeit der frühen 1980-er Jahre, als unter Heinrich Esser das Kuratorium bei Schnittchen, einem Schnaps und Zigarrenqualm im Bischofszimmer tagte.

Der 20-jährigen Ära von Wilhelm Goroncy folgte Marianne Lesker, die als erste Frau Mitglied und bis 2013 Vorsitzende des Kuratoriums war.

„Alle Teile der Stiftung sind wertvoll“, sagte der neue Kuratoriumsvorsitzende. Als Kernthemen nannte Strotmeier den Erhalt der Selbstständigkeit der Stiftung, die Stärkung des Kuratoriums, das Bekenntnis zur Qualität als Garant dafür, auch weiterhin Patienten aus einem großen Einzugsgebiet anzuziehen, Patienten- und Bewohnerorientierung und vor allem auch Mitarbeiterorientierung durch Wertschätzung, adäquate Vergütung, gute Stellenpläne und attraktive Arbeitsbedingungen.

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