„Konkreter Friedensdienst“ in Tansania
Gartenbau und Viehhaltung

Sendenhorst -

Wieder sind vier Schülerinnen nach Tansania gereist, um dort im Rahmen des Programms „Konkreter Friedensdienst NRW“ vier Wochen lang am Aufbau des Ausbildungszentrums „Cor Ardens Mlandizi“ (CAM) mitzuarbeiten. Unter Ihnen die beiden Sendenhorsterinnen Lisa Winges und Antonia Terbaum.

Montag, 18.06.2018, 06:00 Uhr

Die Visa waren rechtzeitig da: Lehrerin Silke Hüppe freut sich mit Lisa Winges, Laura Rolf, Hannah van Gerpen und Antonia Terbaum (v.li.) auf das Abenteuer in Tansania.
Die Visa waren rechtzeitig da: Lehrerin Silke Hüppe freut sich mit Lisa Winges, Laura Rolf, Hannah van Gerpen und Antonia Terbaum (v.li.) auf das Abenteuer in Tansania.

Wieder sind vier Schülerinnen nach Tansania gereist, um dort im Rahmen des Programms „Konkreter Friedensdienst NRW“ vier Wochen lang am Aufbau des Ausbildungszentrums „Cor Ardens Mlandizi“ (CAM) mitzuarbeiten. Die beiden Sendenhorsterinnen Lisa Winges und Antonia Terbaum konnten ihre Mitschülerinnen an der Hildegardisschule in Münster, Laura Rolf aus Warendorf und Hannah van Gerpen aus Münster, begeistern, mit ihnen gemeinsam das Schulpraktikum in Tansania als Friedensdienst zu absolvieren, heißt es im Bericht des Sendenhorster Koordinators Bernd Schäpers.

„Angesteckt“ worden waren die jungen Frauen von ihrer Sendenhorster Mitschülerin Sünke Bäcker, die – wie berichtet – im vergangenen Jahr im CAM-Projekt ihr Praktikum erlebt und voller Begeisterung von ihrem Einsatz auf der Farm des CAM und den Begegnungen mit den Menschen in Tansania berichtet hatte.

Um in das Programm „Konkreter Friedensdienst“ aufgenommen zu werden, mussten die vier Schülerinnen sowohl dem Verein „Freundeskreis Bagamoyo“ als Projektpartner in Deutschland, als auch „Engagement Global“ als Unterstützer des Friedensdienstes auf Landesebene in einem ausführlichen Antrag deutlich machen, dass sie nicht in den Urlaub nach Tansania reisen, sondern an der Entwicklungszusammenarbeit mit afrikanischen jungen Menschen interessiert sind, erklärt Schäpers. „Selbstverständlich sind wir vom Freundeskreis Bagamoyo aber auch behilflich, dass die jungen Leute bei ihrem Aufenthalt in Tansania Kultur und Geschichte des Landes kennenlernen und auch eine Safari in einen Nationalpark machen, um den Tieren Afrikas zu begegnen“, sagt Schäpers, der den jungen Frauen als Kontaktperson des Freundeskreises bei der Vorbereitung der Reise geholfen hat.

Im CAM-Projekt werden die Freiwilligen voraussichtlich wie ihre Vorgängerinnen auf der Farm mitarbeiten. Durch den Gartenbau und die Viehhaltung sollen demnächst die Jugendlichen verpflegt werden, die in dem Ausbildungszentrum leben und lernen. Das sind junge Menschen, die weder Eltern noch ein Zuhause haben. Daher sei der Aufbau der Farm neben dem Bau der Werkstätten und Schulungsräume eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit, die unter anderem dazu dienen soll, jungen Tansaniern eine menschenwürdige Lebensperspektive in ihrem Heimatland zu bieten, so Schäpers.

Der neue Brunnen, der im vergangenen Jahr gebohrt worden war, habe dazu beigetragen, dass sich die Farm zu einer fruchtbaren Oase entwickelt habe.

Aber auch vonseiten der Schule gebe es Erwartungen an die Praktikantinnen. Sie besuchen den Bildungsgang „Berufliches Gymnasium für Ernährungswissenschaften“. Entsprechend habe ihnen ihre Lehrerin Silke Hüppe für ihr Praktikum ein paar Aufträge mitgegeben: Sie sollen die Möglichkeiten und Grenzen der Landwirtschaft in der Umgebung ihres Aufenthaltsortes erkunden.

Darüber hinaus sollen sie ihre ernährungswissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen, indem sie sich über die Lebensmittelversorgung der Menschen in Tansania informieren und Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Gesundheitsvorsorge ableiten.

„Durch die Berichte über ihre Tätigkeitsfelder im Rahmen des Friedensdienstes in Tansania werden die Schülerinnen sicher nicht nur ihre Mitschüler für unsere Verantwortung einer weltweiten Ernährungssicherung sensibilisieren können“, so Schäpers.

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