Empfehlungen des Arbeitskreises „Barrierefreiheit“
Schulstraße sicherer machen

Sendenhorst -

An der einen Stelle sind es Bordsteine, die den Weg zum Ziel versperren, an einer anderen fehlen Hilfen beim Überqueren von Straßen. Der Arbeitskreis „Barrierefreiheit“ hat sich mit derlei neuralgischen Punkten im Sendenhorster und Albersloher Ortsgebiet beschäftigt.

Freitag, 06.07.2018, 06:00 Uhr

An der Schulstraße ist der Bordstein schon seit vielen Jahren abgesenkt. Das allerdings hält der Arbeitskreis „Barrierefrei“ für wenig sinnvoll, da Kinder oder Menschen mit seh- oder geistiger Einschränkung animiert werden könnten, hier die Straße zu überqueren, statt den sichereren Weg über die Ampel zu nehmen. Außerdem sollte die Platten mit den Noppen ausgetauscht werden, da sie sehbehinderten falsche Signale geben, meint der Arbeitskreis.
An der Schulstraße ist der Bordstein schon seit vielen Jahren abgesenkt. Das allerdings hält der Arbeitskreis „Barrierefrei“ für wenig sinnvoll, da Kinder oder Menschen mit seh- oder geistiger Einschränkung animiert werden könnten, hier die Straße zu überqueren, statt den sichereren Weg über die Ampel zu nehmen. Außerdem sollte die Platten mit den Noppen ausgetauscht werden, da sie sehbehinderten falsche Signale geben, meint der Arbeitskreis. Foto: Annette Metz

An der einen Stelle sind es Bordsteine, die den Weg zum Ziel versperren, an einer anderen fehlen Hilfen beim Überqueren von Straßen. Der Arbeitskreis „Barrierefreiheit“ hat sich mit derlei neuralgischen Punkten im Sendenhorster und Albersloher Ortsgebiet beschäftigt. In der Gruppe waren Personen vertreten, die seh-, geh- oder auch geistig eingeschränkt sind. Darüber hinaus nahmen auch Vertreter aller Ratsfraktionen an der Begehung teil.

Begleitet wurde die Gruppe von Rodegang Elkendorf, einem Sachverständigen des Planungsbüros Gnegel. Elkendorf hatte eingangs über bereits umgesetzt Maßnahmen berichtet. Und über weitere Vorschläge habe sich eine rege Diskussion unter den Teilnehmer entwickelt, teilte die Stadt Sendenhorst im Stadtentwicklungsausschuss mit.

Vor allem die Situation an der Schulstraße beschäftigte den Arbeitskreis, der die Empfehlung aussprach, die vorhandene Bordsteinabsenkung zur L 586 zurückzubauen. Die Querungshilfe in Ost-West-Richtung auf der nördlichen Straßenseite sollte hingegen gebaut werden, fasste Bauamtsleiter Daniel Fühner die Einschätzung des Arbeitskreises zusammen. Die Überquerung der Landesstraße an dieser Stelle werde dann zwar für alle Menschen, die körperlich eingeschränkt seien, erschwert. Aber Kinder und geistig behinderte Menschen würden auf diese Weise an dieser Stelle auch nicht auch noch eingeladen, die Straße zu queren. Mit den Ampelanlagen an der West- und an der Nordstraße seien ausreichend Möglichkeiten geschaffen, die Straße sicher zu überqueren.

Grundsätzlich, so habe der Arbeitskreis empfohlen, solle sich die Stadt auf die wichtigen Querungsstellen und Bushaltestellen im Innenstadtbereich zwischen St.-Josef-Stift und der Tankstelle Tigger konzentrieren und diese Stück für Stück barrierefrei ausbauen. Dafür sei es sinnvoll, ein strategisches Konzept zu entwickeln, schlug der Arbeitskreis vor. Ähnliches gelte auch für den Ortsteil Albersloh. Dort wurden die Schwerpunkte im Bereich Bergstraße/Grundschule und Wolbecker Straße/Teckelschlaut genannt, berichtete Daniel Fühner aus dem Arbeitskreis.

Ein weiterer, in Sendenhorst in naher Zukunft dringend umzugestaltender Bereich sei die Straßenüberquerung am Osttor in Höhe der Einmündung zur Oststraße, befanden die Mitglieder des Arbeitskreises. Allerdings ist an dieser Stelle von den Planern wohl ein Stück Kreativität gefordert, denn da der Platz an der Stelle sehr eingeschränkt ist, kann dort keine Standardlösung für eine Querungshilfe umgesetzt werden.

Grundsätzlich, so erklärte Daniel Fühner, gelte es an vielen Stellen in den Ortsbereichen in Sendenhorst und Albersloh, spezielle Lösungen zu finden.

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