Gemeindeversammlungen
„Wir wollen die Kirche fit machen“

Albersloh -

Seit mehreren Jahrhunderten steht die Ludgeruskirche im Herzen von Albersloh. Nun kann und will die Gemeinde St. Martinus und Ludgerus die Augen aber nicht vor verschiedenen Problemen verschließen, denen nun mit einer Umgestaltung unter Beteiligung möglichst vieler Gemeindemitglieder begegnet werden soll.

Montag, 09.07.2018, 14:08 Uhr

Sie gehören zum Arbeitskreis, der sich dafür einsetzt, die Ludgeruskirche für die Zukunft fit zu machen: Petra Greiwe, Edith Pufahl, Eva Maria Jansen und Elke Oestermann (v.l.).
Sie gehören zum Arbeitskreis, der sich dafür einsetzt, die Ludgeruskirche für die Zukunft fit zu machen: Petra Greiwe, Edith Pufahl, Eva Maria Jansen und Elke Oestermann (v.l.). Foto: Christiane Husmann

Seit mehreren Jahrhunderten steht die Ludgeruskirche im Herzen von Albersloh und gilt weit über die Dorfgrenzen hinaus als historisch bedeutsames Bauwerk. Für die Gemeindemitglieder ist sie viel mehr: ein Ort der Begegnung und des Gebets. Doch die Gemeinde St. Martinus und Ludgerus kann und will die Augen nicht vor verschiedenen Problemen verschließen, denen nun mit einer Umgestaltung unter Beteiligung möglichst vieler Gemeindemitglieder begegnet werden soll.

Zum einen werden während der regulären Messen längst nicht mehr alle Kirchenbänke besetzt. Eine mögliche Zentrierung und weitere Optionen sollen die Gemeinde näher zusammenbringen. Zum anderen ist der Innenraum der Kirche stark renovierungsbedürftig. Die Wände sind dreckig, und Putz bröckelt an einigen Stellen. Mit verschiedenen Maßnahmen soll die Kirche im kommenden Jahr verschönt und für die Zukunft aufgestellt werden. „Wir wollen die Kirche fit machen“, bringt es Elke Oestermann auf den Punkt. So wie Petra Greiwe, Edith Pufahl und Eva Maria Jansen gehört sie zum Arbeitskreis, der sich im Frühjahr 2017 aus Mitgliedern des hauptamtlichen Seelsorgerteams, Mitgliedern der Gremien des Kirchenvorstands und Pfarreirats und weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern zusammengefunden hat, um sich für eine zukunftsstarke Kirche einzusetzen.

Mit der Vorstellung der Umgestaltungspläne anhand eines Modells und der Architektenzeichnungen Volker Lemkens wurden die Pläne im Juni 2017 erstmals konkreter. Seitdem fanden viele Termine zur Optimierung der Erstpläne statt. Dabei mit im Boot sind unter anderem Experten aus dem Bistum. „Ob Kunstkommission, Liturgiekommission, Orgelsachverständiger, Denkmalschutzbeauftragte oder Finanzexperten: Alle Bereiche sollen berücksichtigt werden, um die Kirche für die Zukunft gut aufzustellen“, zählt der Arbeitskreis auf. Gleichzeitig seien bereits die vielen Rückmeldungen der Gemeindemitglieder reflektiert worden. Und der Arbeitskreis habe mehrere Besuche schon vor einigen Jahren renovierter und umgestalteter Kirchen unternommen. In Recke, Nordwalde, Mettingen und anderen Orten habe man sich ein Bild davon gemacht, wie Umgestaltungen aussehen können. Dabei seien manche Idee und viele Impulse mit nach Hause genommen worden.

„Die St. Ludgerus-Kirche soll nicht nur verschönert werden und baulich erhalten bleiben, sondern sie soll als Raum des Gebets und der christlichen Gemeinschaft für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden“, sagen die Mitglieder des Arbeitskreises und geben zu bedenken: „Das Gebäude an sich sollte nicht verändert werden, so dass die historische Entwicklung seit 1150 nach wie vor sichtbar bleibt.“

Der Arbeitskreis wünscht sich, dass sich möglichst viele Gemeindemitglieder mit der Gestaltung der Kirche auseinandersetzen. Deshalb sind nun zwei Veranstaltungen geplant, die sehr detaillierte Informationen zu den geplanten Maßnahmen geben sollen: am Montag, 9. Juli, um 18 Uhr und Donnerstag, 12. Juli, um 20 Uhr jeweils im Ludgerushaus auf der Wiemhove. An beiden Terminen, für die jeweils etwa zwei Stunden angesetzt sind, sollen die gleichen Inhalte vorgestellt und diskutiert werden. Durch die beiden Auswahltermine soll möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme ermöglicht werden. Dabei hoffen die Initiatoren, dass sich alle Generationen angesprochen fühlen.

„Das geht die ganze Gemeinde an“, findet der Arbeitskreis. „Chancen nutzen“, „Bedenken ausräumen“, „kreative Wege gehen“, „Ideen entwickeln“ – das alles sind Schlagwörter, mit denen die Gemeinde eingeladen ist, in großer Zahl an der Gestaltung der Kirche mitzuwirken.

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