Kein Durchfahrtverbot für Lkw in Albersloh
Verkehrsminister erteilt eine Absage

Albersloh -

Ein Lkw-Durchfahrtverbot wird es für den Ortskern von Albersloh nicht geben. Das hat Verkehrsminister Hendrik Wüst mitgeteilt.

Donnerstag, 12.07.2018, 11:00 Uhr

Minister Hendrik Wüst räumt ein, dass die Kurven in Albersloh zu eng für den Lkw-Verkehr sind. Ausschließen will er die Brummis aber nicht.
Minister Hendrik Wüst räumt ein, dass die Kurven in Albersloh zu eng für den Lkw-Verkehr sind. Ausschließen will er die Brummis aber nicht. Foto: Volker Dörken

Es hat ein bisschen gedauert, bis NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst dem Sendenhorster Bürgermeister Berthold Streffing geantwortet hat. Und das, was der Minister in seinem Brief, der der WN-Redaktion vorliegt, schreibt, dürfte in Albersloh – und auch in der Stadtverwaltung – kaum für Jubel sorgen.

Zwar sei dem Ministerium und allen anderen „zuständigen Behörden bewusst, dass das Befahren der Ortsdurchfahrt Albersloh für große Fahrzeuge wie Lkw, Sattelzüge oder Busse durchaus unkomfortabel“ sei und das „Vorbeifahren bei der Begegnung großer Fahrzeuge in den 90-Grad-Kurven oftmals nur mit Rangiermaßnahmen möglich ist“, schreibt Wüst. Gleichwohl seien der Kreis Warendorf, die Bezirksregierung und der Landesbetrieb Straßenbau NRW übereinstimmend der Auffassung, „dass keine erhebliche Gefahrenlage vorliegt, die die Anordnung eins Lkw-Durchfahrtverbots rechtfertigen könne“, heißt es in dem Schreiben, das Hendrik Wüst unterzeichnet hat.

Bürgermeister Bertold Streffing hatte den Minister vor einiger Zeit – wie berichtet – auf die Problematik im Dorfkern hingewiesen und um Stellungnahmen – und Abhilfe – gebeten.

Das Ministerium erkennt an, dass die Ortsdurchfahrt „bauhistorisch bedingt“ eng und kurvenreich ist und dass die Gehwege schmal sind. Zudem stellt der Minister fest, dass „der Knotenpunkt Münsterstraße/Sendenhorster Straße sowie die Straße ,Kirchplatz’ auffällige Unfallgeschehen aufweisen“, für die die 90-Grad-Kurven „hauptursächlich sind“. Die gesamte Ortsdurchfahrt sei hingegen keine Unfallhäufigkeitsstelle. Auch deshalb und wegen der „Verhältnismäßigkeit“ von zu treffenden Entscheidungen wäre die Sperrung des Ortskerns für den Lkw-Verkehr „unverhältnismäßig“, zumal es keine geeigneten Alternativrouten gebe.  

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