Hitze macht den Hardteichen zu schaffen
Den Fischen geht der Sauerstoff aus

Sendenhorst -

Die Hitzewelle macht auch den Hardteichen zu schaffen. Den Fischen geht der Sauerstoff aus. Zahlreiche Karpfen sind bereits verendet.

Dienstag, 31.07.2018, 09:00 Uhr

Der Wasserspiegel der Hardteiche ist kräftig gesunken. Und auch der Sauerstoffgehalt nimmt bei der steigenden Wassertemperatur kontinuierlich ab. Den Karpfen geht im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus.
Der Wasserspiegel der Hardteiche ist kräftig gesunken. Und auch der Sauerstoffgehalt nimmt bei der steigenden Wassertemperatur kontinuierlich ab. Den Karpfen geht im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Foto: Josef Thesing

Der Wasserspiegel sinkt weiter. Doch das ist bei den Hardteichen nur eines der Probleme. Bei mehr als 25 Grad Wassertemperatur nimmt der Sauerstoffgehalt immer weiter ab, wissen die Fachleute. Und das führt bei stehenden Gewässern wie den Teichen in der Bauerschaft Hard, die früher durch den Kiesabbau entstanden sind, dazu, dass die Fische im wahrsten Sinne des Wortes keine Luft mehr bekommen.

Die Folgen hat Michael Hennecke, der neben einem der Teiche, den er verpachtet hat, wohnt, am Sonntagmorgen beobachtet. Beim Spaziergang habe er zahlreiche tote Karpfen bemerkt, schildert er am Montagmorgen den Westfälischen Nachrichten. Wolfgang Huth , in der Stadtverwaltung unter anderem für den Bereich Umwelt zuständig, kennt das Problem. Allerdings sei es kaum möglich, etwas dagegen zu unternehmen – außer den Teichen aufwändig per Frischwasser Sauerstoff zuzuführen. Allerdings: „Das ist halt auch Natur“, sagt er. Und die werde sich demnächst wieder regulieren.

Eine Entlastung durch den Ostheidebach könne es derzeit auch nicht geben. Denn der ist, bis auf den schlammigen Boden, derzeit trocken, hat Huth festgestellt. „Das habe ich bislang auch noch nicht erlebt“, erklärt der Dienstbereichsleiter.

Dass sich daran in dieser Woche durch kräftigen Regen etwa ändert, halten die Meteorologen für wenig wahrscheinlich.

Ernteausfälle wegen Dürre: Bauern wollen Hilfe

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  • Vertrocknete Maispflanzen stehen auf einem Feld. Dem Bauernverband zufolge zeichnen sich schon jetzt in Teilen des Landes große Ernteausfälle ab, weil etwa Getreide und Gras nicht ausreichend wachsen.

    Foto: Ina Fassbender
  • Ein Mähdrescher fährt über ein Getreidefeld. Die wochenlange Dürre könnte aus Sicht des Deutschen Bauernverbands viele Landwirte ohne rasche Hilfe in Existenznöte treiben.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Ein Landwirt pflügt mit einem Traktor im Hitzeflimmern der Mittagssonne über abgeerntetes Getreidefeld. Die wochenlange Dürre könnte aus Sicht des Deutschen Bauernverbands viele Landwirte ohne rasche Hilfe in Existenznöte treiben.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Radfahrer fahren auf dem Elberadweg an einer vertrockneten Wiese entlang.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • Die anhaltende Dürre macht auch Almbauern in Österreich große Sorgen. Im Bundesland Vorarlberg können nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer von den 30.000 Stück Alm-Vieh rund zehn Prozent nur noch mit erheblichem Aufwand versorgt werden.

    Foto: Stephan Jansen
  • Infolge der lang anhaltenden Trockenheit sind die Blätter der Maispflanzen braun und eingerollt. Die Felder sind knochentrocken, da wächst kein Gras mehr. Für die Bauern bedeutet das vor allem: die Ernte wird richtig schlecht, sie müssen an die Ersparnisse gehen oder auf die Hilfe des Staates hoffen.

    Foto: Patrick Pleul
  • Auf einem Feld der Agrargenossenschaft Hellbach wird Raps geerntet. Die Dürre sorgt nach zwei schlechten Erntejahren für ein weiteres Jahr mit Einbußen. Vertreter von Bund und Ländern treffen sich am Dienstag in Berlin, um über die Folgen der Hitze und Dürre für die Bauern zu beraten.

    Foto: Bernd Wüstneck
  • Eine Kuh von Milchbauer Leuchtenberg steht auf der knochentrockenen Weide hinter dem Hof. Die Dürre hat die Landwirte in Nordrhein-Westfalen so fest im Griff wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Juli muss das Winterfutter verfüttert werden.

    Foto: Roland Weihrauch
  • Pommes Frites: Die Dürre bedroht auch die Kartoffelernte: Kürzere Pommes aus kleineren Knollen.

    Foto: Ina Fassbender
  • Frühkartoffeln werden auf der Erntemaschiene vorsortiert. Die Frühkartoffel darf sich so nennen, wenn sie bis zum 10. August gerntet wird.

    Foto: Roland Weihrauch
  • Am Ufer des Rheins sind durch die anhaltende Trockenheit Risse entstanden. Seit dem Frühjahr ist der Boden immer weiter ausgetrocknet. Jetzt herrscht landesweit zumindest schwere Dürre. Im Rheinland ist sie gebietsweise sogar extrem. Es müsste schon sehr viel regnen.

    Foto: Martin Gerten
  • Die Blüte einer Sonnenblume in einem Feld im Kyffhäuserkreis. Der Thüringer Landesbauernverband fordert vom Land Thüringen, Dürre- und Liquiditätshilfen für die Bauern zu prüfen.

    Foto: Sebastian Willnow
  • Das Blatt einer Maispflanze mit Hitzeschäden wird in einem Feld im Kyffhäuserkreis gezeigt. Der Thüringer Landesbauernverband fordert vom Land Thüringen, Dürre- und Liquiditätshilfen für die Bauern zu prüfen.

    Foto: Sebastian Willnow
  • Blick auf den trockenen Boden eines Weizenfeldes. Die trockene Witterung setzt den Landwirten zu. In einigen Regionen drohen Ertragseinbußen.

    Foto: Jörg Carstensen
  • Monika Petersen vom Amt für Stadtgrün gießt im Rosengarten vor allem die Neuanpflanzungen. Bei diesem trockenen Wetter muss zwei mal die Woche gegossen werden. Der Wasserversorger Nordwasser hat auf Anfrage mitgeteilt, dass in Rostock ein Rekordwasserverbrauch registriert wurde.

    Foto: Bernd Wüstneck
  • Landwirt Matthias Böbel von der Erzeugergemeinschaft Agrarprodukte eG steht auf einer vertrockneten Weide. Im Hintergrund sind grasende Kühe zu sehen. In vielen Teilen Sachsens hat es seit Monaten kaum geregnet. In der Folge fällt bei vielen Landwirten nicht nur die Ernte kleiner aus als sonst. Manchem Bauern fehlt auch Futter für seine Tiere.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Kühe der Erzeugergemeinschaft Agrarprodukte eG stehen auf einer vertrockneten Weide. In vielen Teilen Sachsens hat es seit Monaten kaum geregnet. In der Folge fällt bei vielen Landwirten nicht nur die Ernte kleiner aus als sonst. Manchem Bauern fehlt auch Futter für seine Tiere.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Auf einem Feld der Agrargenossenschaft Hellbach wird Raps geerntet. Die Dürre sorgt nach zwei schlechten Erntejahren für ein weiteres Jahr mit Einbußen. Die Bauern müssen nach Angaben des Agrarministeriums mit Ertragsausfällen von 25 bis 50 Prozent rechnen.

    Foto: Bernd Wüstneck
  • Feuerwehrleute löschen ein Getreidefeld, das in Flammen steht. Wegen der Dürre ist die Gefahr von Wald- und Flächenbränden im Norden hoch.

    Foto: Danny Gohlke
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