Jerusalem zu Jesu Zeiten
Der Ursprung des Christentums

Sendenhorst -

Im Nebenraum der Pfarrkirche St. Martin lädt ein Modell der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu zum Betrachten ein, das Fünftklässler der Realschule gebaut haben. Acht Monate haben die Schüler mit ihrem Religionslehrer Tobias Hiller daran gebaut, ohne in Jerusalem gewesen zu sein.

Mittwoch, 08.08.2018, 09:00 Uhr

Mit vielen Details haben die Schüler zweier fünfter Klassen der Realschule das Modell der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu gestaltet.
Mit vielen Details haben die Schüler zweier fünfter Klassen der Realschule das Modell der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu gestaltet. Foto: Josef Thresing

„Und er zog nach Jerusalem hinein, in den Tempel. Nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er spät am Abend mit den Zwölf nach Betanien hinaus“, heißt es im Evangelium nach Markus. Wie man sich das heute vorstellen könnte, ist derzeit im Nebenraum der Pfarrkirche St. Martin zu sehen. Dort steht ein Modell der damaligen Stadt Jerusalem, wie sie sich Schüler der vergangenen Klassen 5 b und 5 c der Realschule St. Martin vorstellen. Und zwar sehr detailgetreu und mit vielen Menschen auf den Straßen und in den Innenhöfen.

Acht Monate haben die Schüler mit ihrem Religionslehrer Tobias Hiller an dem Modell gebaut, ohne in Jerusalem gewesen zu sein, berichtet Pastoralreferentin Eva Maria Jansen. „Das war sehr viel Arbeit.“

„Jerusalem zur Zeit Jesu“ hatten sich die Schüler bei diesem Projekt zur Aufgabe gemacht und sich „auf die Spuren Jesu in Jerusalem“ begeben. „Die Stadt Jerusalem – eine neue Religion wird geboren“, erklären die Schüler in dem zum Modell gehörenden, zehnminütigen Film, in dem sie sowohl die Idee als auch die Phasen der Bauzeit schildern. „Das Christentum beginnt in Jerusalem.“ Der Hügel Golgata außerhalb der Stadt ist mit seinen Kreuzen ebenfalls dargestellt

Das Modell stand bis Anfang dieser Woche in der Realschule. Nun haben Eva Maria Jansen und ihr Team es in die Kirche geholt. „Im heutigen Jerusalem gibt es auch ein solches Modell“, erklärt sie. Die Kirchengemeinde wolle mit dem Modell einen weiteren Impuls zum Nachdenken und zum Beten geben. „In der Bibel spielt ja vor allem die heilige Woche eine Rolle. Aber für Jesus hatte die Stadt auch eine andere Bedeutung“, sagt die Pastoralreferentin.

Zum Beispiel der Tempel, der im Modell ebenfalls dargestellt ist. „Dann kamen sie nach Jerusalem. Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um“, heißt es dazu unter anderem im Markus-Evangelium. „Bis heute beten die Menschen an der Klagemauer, dem Mauer-Rest, der vom zerstörten Tempel übriggeblieben ist“, sagt Eva Maria Jansen.  

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