Theater zum Thema „Demenz“
Fast wie im richtigen Leben

Sendenhorst -

In Thomas Borggrefes neuem Theaterstück „HellerMann“ geht es um Vergessen, Glück, Musik, Festhalten und Loslassen, Ohnmacht sowie um die Suche nach Grenzen – und im Kern um das Thema „Demenz“. Aufgeführt wird das besondere Stück am Montag, 17. September, im Haus Siekmann.

Freitag, 31.08.2018, 12:58 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 31.08.2018, 12:58 Uhr
Der Schauspieler und Seelsorger Thomas Borggrefe zeigt in seinem Ein-Mann-Stück „HellerMann“ auf sehr einfühlsame Weise die Veränderungen eines an Alzheimer erkranken Musikers und die Reaktion seines Umfeldes.
Der Schauspieler und Seelsorger Thomas Borggrefe zeigt in seinem Ein-Mann-Stück „HellerMann“ auf sehr einfühlsame Weise die Veränderungen eines an Alzheimer erkranken Musikers und die Reaktion seines Umfeldes. Foto: St.-Josef-Stift

„Die Welt der Demenz ist eine manchmal unbegreifliche, wunderliche Landschaft voller Farben, Poesie, Kreativität und vielfältiger Formen“, heißt es in der Ankündigung zu einem besonderen Theaterstück, das am Montag, 17. September, im Haus Siekmann aufgeführt wird.

In Thomas Borggrefes neuem Theaterstück „HellerMann“ geht es um Vergessen, Glück, Musik, Festhalten und Loslassen, Ohnmacht und die Suche nach Grenzen. Mit den spielerischen Stilmitteln des Theaters nähere er sich einfühlsam, zuweilen auch augenzwinkernd-humorvoll dem Thema „Demenz“ und gebe tiefe Einblicke in die Gefühlswelt von betroffenen Menschen.

Veranstalter sind das Demenz-Servicezentrum Münsterland, das Demenz-Netz Sendenhorst-Albersloh und die „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“.

Der niederländische Theatermacher und Seelsorger Thomas Borggrefe lasse sich durch seine Arbeit mit Menschen, die eine Demenz haben, inspirieren: Gespräche, wortlose Begegnungen, Stille, Dasein, Kommunikation mit Kreativität, Gefühlswelten und einiges mehr.

In „HellerMann“ geht es um einen Musiker, der eine Demenz hat. Wie kommt ein Mensch damit zurecht? Wie kann ein Leben mit einer Demenz lebenswert gestaltet werden? „Die Theatervorstellung zeige den Prozess einfühlsam und klar. Es ist eine Komposition aus Texten, Musik, Geräuschen, Schwere und Leichtigkeit, Humor und Traurigkeit – so wie das Leben ist, auch mit einer Demenz“, heißt es in der Ankündigung.

Im Spiel gebe Borggrefe Informationen zur Demenz und lasse Raum für die unterschiedlichen Perspektiven von Angehörigen, Pflegenden und den Betroffenen selbst.

Borggrefe ist bereits mit mehreren Theaterstücken zum Thema „Demenz“ europaweit erfolgreich gewesen, im Jahr 2016 auch in Sendenhorst mit dem Stück „Dachstube“.

Das Theaterstück richtet sich an verschiedene Zielgruppen: Familienangehörige oder Freunde von Menschen mit Demenz, Pflegende, ehrenamtlich Tätige, Ärzte und alle Interessierten, die mehr über das oftmals tabuisierte Thema „Demenz“ wissen möchten.

Nach der Vorstellung besteht Gelegenheit, mit dem Schauspieler ins Gespräch zu kommen. Thomas Borggrefe: „Ich spüre ein großes Bedürfnis bei Menschen, über Demenz auf einer anderen Ebene zu reden und sich miteinander auszutauschen. 18 UhrIch möchte bewusst machen, dass ein Mensch – auch wenn er sich häufig durch die Krankheit äußerlich verändert – im Inneren derselbe bleibt. Das Gefühl hat keine Demenz.“

► Das Theaterstück beginnt um 18 Uhr im Haus Siekmann. Der Eintritt ist frei.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6005134?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Bundeswehr-Panzer hilft bei Emsrenaturierung
Schweres Gerät im Naturschutzgebiet: Der Pionierpanzer "Dachs" ist derzeit auf einem Truppenübungsplatz nahe Münster im Einsatz.
Nachrichten-Ticker