Vier Monate Kanal- und Straßenbauarbeiten an der Lorenbeckstraße
Ortsdurchfahrt ist wieder frei

Sendenhorst -

Die Ortsdurchfahrt von Sendenhorst ist auf der Lorenbeckstraße wieder frei. Nach vier Monaten Kanal- und Straßenbauarbeiten wurden die Sperrbarken am Mittwochmorgen abgeräumt. Die Arbeiten haben beide Beteiligten – Stadt und Land – insgesamt 680 000 Euro gekostet. Der Abwasserkanal wurde in drei Metern in einer komplett neuen Trasse verlegt.

Mittwoch, 29.08.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.08.2018, 08:00 Uhr
Freuen sich über das Ende der Arbeiten: Thomas van der Giet (Büro Gnegel), Volker Quebe (Straßen.NRW), Klaus Neuhaus (Betriebsleiter Abwasserwerk), Christian Grube (Firma Rottmann, Berni Gnegel und Bürgermeister Berthold Streffing (v.li.).
Freuen sich über das Ende der Arbeiten: Thomas van der Giet (Büro Gnegel), Volker Quebe (Straßen.NRW), Klaus Neuhaus (Betriebsleiter Abwasserwerk), Christian Grube (Firma Rottmann, Berni Gnegel und Bürgermeister Berthold Streffing (v.li.). Foto: Josef Thesing

Für den Ingenieur im Ruhestand ist es ein besonderer Moment – fast ein Déjà-vu –, als er am Mittwochmorgen auf der da noch gesperrten Lorenbeckstraße steht. Als die Straße das letzte Mal ausgebaut worden war, so etwa in den Jahren 1957/1958, war Berni Gnegel noch ein kleiner Junge und ging zur Schule, erinnert er sich. Sein Vater war damals Straßenwärter – so hieß das – beim damaligen Landestraßenbaubetrieb, und so konnte der kleine Bernhard nach dem Unterricht gelegentlich bei den Bauarbeiten auf der Landesstraße 586 zusehen.

Diesmal war Gnegel mit seinem Büro in anderer Weise beteiligt. Die Mitarbeiter haben das geplant und begleitet, „was man nicht sieht“ – bedauert zumindest Klaus Neuhaus , Betriebsleiter des Abwasserwerks, weshalb es zuweilen schwierig sei, die immense verbuddelte Summe transparent zu machen.

Aber nun ist es geschafft: Die Absperrbarken werden gleich abgeräumt, und die Ortsdurchfahrt auf der L 586 ist wieder frei. Das dürfte vor allem auch die Anwohner des Osttors und der Hoetmarer Straße freuen, die in den vergangenen vier Monaten erheblich unter dem Verkehr auch mit vielen Lkw zu leiden hatten. Doch die meisten von ihnen hätten großes Verständnis gezeigt, sagt Bürgermeister Berthold Streffing: „Wir wurden nicht mit Mails und Briefen bombardiert.“ Die Anwohner hätten gewusst, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Belastung gehandelt habe.

Die Arbeiten lagen voll im Zeitplan, trotz der Schlechtwetterzeiten. Schlechtwetter? „Das war für die Straßenbauarbeiter nicht immer einfach“, blickt Christian Grube von der Firma Rottmann zurück. Tropische Temperaturen ohne jeglichen Schutz: Da habe man an einigen wenigen Tagen mittags jenseits der 35 Grad aufhören müssen. „Wir alle sind auch für die Gesundheit der Arbeiter verantwortlich“, pflichtet Bürgermeister Berthold Streffing bei. „Es nützt ja nichts, wenn sie zusammenklappen.“

Alles ist nun neu auf und in der Straße auf einem Abschnitt von 220 Metern. Straßen.NRW und die Stadt hätten gut zusammengearbeitet, sagt Klaus Neuhaus – und auch bei nicht Voraussehbarem schnell und flexibel reagiert, so der Sendenhorster, der bei den gesamten Arbeiten „den Hut auf“ hatte – also gesamtverantwortlich war. Zum Beispiel, als sich herausgestellt habe, dass der Untergrund heutigen Beanspruchungen nicht mehr genüge. „Der Dank geht ausdrücklich an Straßen.NRW“, erklärt er.

Die Arbeiten haben beide Beteiligten – Stadt und Land – insgesamt 680 000 Euro gekostet. Der Abwasserkanal wurde in drei Metern in einer komplett neuen Trasse verlegt. Alle Nebenanlagen und Hausanschlüsse sind neu. Das alte System wurde stillgelegt, berichtet Neuhaus. Und auch die Bürgersteige wurden zwar nicht komplett erneuert, aber instand gesetzt.

600 Tonnen Schotter sind im Boden verschwunden und werden nun von 1000 Quadratmetern neuem Asphalt bedeckt. Nun sei mindestens 20 Jahre Ruhe, vermuten die Beteiligten. „Besser 30“, meint der Bürgermeister.

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