Landesweiter Warntag
Alte Anlagen blieben stumm

Sendenhorst -

Die meisten Sendenhorster und Albersloher dürften es zunächst gar nicht bemerkt haben. Denn die Sendenhorster Beteiligung am landesweiten Warntag, der künftig jährlich am ersten Donnerstag im September stattfinden soll, verlief bei seiner Premiere nach nahezu 30 Jahren eher dezent.

Freitag, 07.09.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 06:00 Uhr
Die Sirene auf dem Rathaus blieb beim ersten landesweiten Warntag wegen technischer Defizite ebenso stumm wie ihre sechs „Kolleginnen“ im Stadtgebiet. Jetzt soll das System aufgerüstet und auf digitalen Stand gebracht werden.
Die Sirene auf dem Rathaus blieb beim ersten landesweiten Warntag wegen technischer Defizite ebenso stumm wie ihre sechs „Kolleginnen“ im Stadtgebiet. Jetzt soll das System aufgerüstet und auf digitalen Stand gebracht werden. Foto: Annette Metz

Ganz pünktlich ging es los. Doch die meisten Sendenhorster und Albersloher dürften es zunächst gar nicht bemerkt haben. Denn die Sendenhorster Beteiligung am landesweiten Warntag, der künftig jährlich am ersten Donnerstag im September stattfinden soll, verlief bei seiner Premiere nach nahezu 30 Jahren eher dezent. Im Ortskern war eine leise, einzelne Sirene in der Ferne zu hören. Die sieben festinstallierten Anlagen im Stadtgebiet blieben dagegen stumm.

„Bei diesem ersten Warntag haben wir zwei mobile Sirenenfahrzeuge eingesetzt“, erklärt Michael Frericks vom Amt für öffentliche Ordnung in der Stadtverwaltung. Und das aus ganz praktischen Gründen. Die installierten, inzwischen in die Jahre gekommenen Anlagen müssen erst auf den Stand der Technik gebracht werden. Sie werden nämlich noch analog ausgelöst. Standard sei heute aber digitale Technik, daher seien die Anlagen momentan noch nicht aktivierbar.

Frericks sieht im Einsatz der zwei Lautsprecherwagen aber auch Vorteile. „So können wir auch gezielter warnen“, führt er aus. Sollte die Bevölkerung allerdings flächendeckend alarmiert werden müssen – etwa bei Umweltkatastrophen – dann würden die beiden Wagen wohl eine Stunde benötigen, um alle Bürger in Albersloh und Sendenhorst zu erreichen. Gestern war auch nach 90 Minuten noch der Alarmton zu hören. Dabei unterstützte der zweite Wagen, der sein Pensum in Albersloh schneller absolviert hatte, anschließend sein Pendant in Sendenhorst.

Im nächsten Jahr sollen dann auch die festinstallierten Anlagen aktiviert werden, erklärt Michael Frericks. Und da Nordrhein-Westfalen den Bereich Gefahrenabwehr in Zukunft wieder mehr stärken wolle, bezuschusse das Land auch die Anschaffung zusätzlicher Sirenen. Davon möchte auch Sendenhorst Gebrauch machen und weitere Geräte installieren.

Schneller waren gestern übrigens die Sendenhorster und Albersloh informiert, die auf ihren Smartphones die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) installiert haben. Diese versandte pünktlich landesweit eine Probewarnmeldung.

Durch den landesweiten Warntag soll das Thema Warnung wieder mehr ins Bewusstsein gerückt und die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden, teilt das NRW-Innenministerium mit. Unterschiedliche Ereignisse der letzten Jahre (Unwetter, Großbrände) hätten gezeigt, dass sich die Menschen oftmals nicht ausreichend gewarnt und informiert gefühlt haben. Vielen war gar nicht klar, welche Warnmittel es gibt, was die Warnsignale bedeuten und wie sie sich verhalten sollen.

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