Umgehungsstraße Sendenhorst
Nächster Schritt vielleicht 2019

Sendenhorst -

Auf Anfrage aus der BfA setzte sich Bürgermeister Berthold Streffing in dieser Woche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW in Verbindung, um den aktuellen Sachstand zur Umgehungsstraßenplanung in Sendenhorst abzufragen. Das Ergebnis: Im kommenden Jahr könnte es zum Planfeststellungsverfahren kommen, sechs Jahre nachdem das Linienbestimmungsverfahren abgeschlossen worden ist.

Freitag, 14.09.2018, 14:28 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 14.09.2018, 14:28 Uhr
Bislang gibt es die Umgehungsstraße Sendenhorst nur auf dem Papier. Noch immer laufen die notwendigen technischen Entwurfsplanungen, ehe es vielleicht 2019 – nach dann sechs Jahren – zu einem Planfeststellungsverfahren kommen kann. Daher werden die Sendenhorster in der Innenstadt mit der Verkehrsbelastung noch einige Zeit leben müssen.
Bislang gibt es die Umgehungsstraße Sendenhorst nur auf dem Papier. Noch immer laufen die notwendigen technischen Entwurfsplanungen, ehe es vielleicht 2019 – nach dann sechs Jahren – zu einem Planfeststellungsverfahren kommen kann. Daher werden die Sendenhorster in der Innenstadt mit der Verkehrsbelastung noch einige Zeit leben müssen. Foto: Annette Metz

Die Arbeit im Stadtentwicklungsausschuss ist nicht immer einfach. Nicht nur, dass der Ausschuss sich mit einer enormen Themenbreite von der Spielplatzgestaltung bis zur Bauleitplanung zu beschäftigen hat. Die Arbeit hängt immer auch von übergeordneten Behörden ab. Das kann viel Zeit in Anspruch nehmen und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Als Beispiel könnte da auch das Projekt „Ortsumgehung Sendenhorst“ dienen. Auf Anfrage aus der BfA setzte sich Bürgermeister Berthold Streffing in dieser Woche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW in Verbindung, um den aktuellen Sachstand abzufragen.

Nachdem das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW der Linienführung im Oktober 2013 zugestimmt hatte, hat die Bezirksregierung Münster im November 2013 die Linienführung bestimmt und schloss damit dieses Verfahren ab. Seither, so scheint es, ist kaum etwas passiert. Mitnichten.

Die Trasse der etwa 5,8 Kilometer langen Umgehung befindet sich nördlich der Ortslage Sendenhorst. Diese beginnt im Westen am Knotenpunkt L 851/L 586 und endet im Osten ebenfalls wieder an der L586. Im Verlauf der Trasse sind zwei Brückenbauwerke über die WLE-Strecke Beckum-Münster erforderlich.

Aktuell seien die technische Entwurfsplanung (Planung/Prüfung/Gutachten für den Straßenkörper, zu Lärmschutz, Immissionen, Schadstoffen, Boden und mehr) sowie Vermessungsarbeiten weitgehend abgeschlossen, teilt Straßen.NRW mit. Beauftragt, aber noch nicht abgeschlossen sind insbesondere Fragen und Prüfungen zum landschaftspflegerischen Begleitplan, Artenschutz, zur Eingriff- und Ausgleichsbilanzierung.

Das Planfeststellungsverfahren (Einleitung des Genehmigungsverfahrens) werde frühestens 2019, voraussichtlich im zweiten Halbjahr eingeleitet werden können.

Die Ortsumgehung Albersloh dagegen macht kaum Fortschritte. Nachdem das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW der Linienführung Anfang 2016 zugestimmt hatte, hatte die Bezirksregierung Münster 2016 die Linienführung bestimmt.

Das Vorhaben befindet sich zwar weiterhin im Landestraßenbedarfsplan in der Stufe 1, vordringlicher Bedarf. Gleichwohl gebe es derzeit aber keine Planungsfreigabe durch das Ministerium, weil die Priorisierung einzelner Straßenbauvorhaben innerhalb des Landesstraßenbedarfsplans überprüft und neu bewertet werde, teilt Bürgermeister Streffing mit. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass Maßnahmen im Landesstraßenbedarfsplan aus dem vordringlichen Bedarf herabgestuft werden oder herausfallen.

Da es zur Zeit für die Umgehungsstraßenplanung Albersloh keine Freigabe gebe, seien nach der Linienbestimmung keine weiteren wesentlichen Arbeiten für die Umgehungsstraße in Angriff genommen worden, führt Streffing weiter aus.

Dabei knüpft Streffing in seinem Sachstandsbericht noch eine Anmerkung zum Schreiben des Verkehrsministers zur Verkehrssituation Albersloh an (die WN berichteten): „Wenn der Minister in seinem Schreiben vom Juli feststellt, dass die im Landesstraßenbedarfsplan enthaltene Ortsumgehung eine nachhaltige verkehrliche Entlastung der Ortsdurchfahrt Albersloh bewirken wird, dann kann ich dem nur beipflichten. Allerdings wird es dann auch höchste Zeit, für das bislang vordringlich priorisierte Straßenbauvorhaben endlich Planungsfreigaben und Arbeitsaufträge zu erteilen!“

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