„Unstoppable!“-Festival zur „Nacht der Jugendkultur“
Junge Bands fürs junge Publikum

Sendenhorst -

Junge Bands fürs junge Publikum: Das war das Anliegen des ersten „Unstoppable!“-Festivals, das im Rahmen der „Nacht der Jugendkultur“ gefeiert wurde.

Freitag, 05.10.2018, 14:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 14:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 05.10.2018, 14:14 Uhr
Gute Musik von jungen Bands prägte das erste „Unstoppable!“-Festival im Rahmen der „Nacht der Jugendkultur“ auf der Bühne in der Montessori-Gesamtschule.
Gute Musik von jungen Bands prägte das erste „Unstoppable!“-Festival im Rahmen der „Nacht der Jugendkultur“ auf der Bühne in der Montessori-Gesamtschule. Foto: Benedikt Stasch

„Obwohl unser ,Unstoppable!’-Festival zum ersten Mal stattfindet, hatten wir ein echtes Luxusproblem“, sagte Moderator und Mit-Organisator Jasper Wieczorek . Im Vorfeld hatten sich weitaus mehr als sieben Bands um einen Startplatz für das Jugendbandfestival „Unstoppable!“ beworben, das die Muko im Rahmen der landesweiten „Nacht der Jugendkultur“ in Zusammenarbeit mit dem „Kulturbüro der Stadt der Stimmen“ veranstaltete. „Die besten haben wir ausgewählt, und die stehen hier heute auf der Bühne“, verkündete er dem Publikum im Foyer der Montessori-Gesamtschule.

Unter dem Motto „Raus aus dem Keller – rauf auf die Bühne“ bekamen sieben Bands die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Diese kamen aus Sendenhorst oder waren aus Münster, Beckum, Rietberg, Harsewinkel, Gladbeck und sogar aus Köln angereist. „Kommt doch mal ein Stückchen näher“, forderte Carina Hindersmann, Leiterin der Kinder- und Jugendkunstschule der Muko, die jungen Musiker und das Publikum auf, und so füllte sich der Platz vor der Bühne zaghaft.

Deutlich weniger schüchtern agierten die Musiker später auf der Bühne. Dort blühten die Nachwuchskünstler auf und wussten ihr Publikum mit lockeren Ansprachen zu animieren. Ebenso die Organisatoren Nils Henning und Jasper Wieczorek, die als Moderatoren souverän durch die Veranstaltung führten, als würden sie es schon seit Jahren machen. Die beiden Sendenhorster hatten bei ihrer Bandauswahl einen guten Geschmack bewiesen, der auch den Nerv der Zuschauer traf und zeigte, wie vielseitig Rockmusik ist. So gab es von Funkrock über arabischen Rock bis hin zu „Alternative Rock“ ein vielseitiges Programm auf die Ohren.

Den Anfang machte die Band „Teacup Universe“, die seit September 2016 gemeinsam Musik macht. Sie zeigte direkt zu Beginn, dass an diesem Tag nicht nur Nachwuchsbands auf der Bühne stehen, sondern auch richtig gute Musiker mit selbst komponierten Liedern. Mit Songs von ihrer ersten EP „Honeycomb“ wärmten sie das Publikum für den weiteren Tag auf.

Auf den Spuren von großen Bands wie den „Arctic Monkeys“ oder „Queens of the Sonte Age“ bewegt sich die Band „Motocross Craded“ aus Rietberg mit ihrer Musik, die die Musiker bereits gemeinsam machen, seit sie 14 sind. Das zeigte sich auch auf der Bühne, wo die Leidenschaft, mit der sie ihren Idolen nacheifern, nicht zu übersehen war.

Erst vor acht Monaten formte sich die Band „Pateleton 5“, die eine Formation der Schule für Musik im Kreis Warendorf ist. Mit Schlagzeug, Bass, Piano, Gitarre und Gesang spielte sie auf dem „Unstoppable!“-Festival groß auf.

Ein Heimspiel hatte die Band „7 Miles“ aus Sendenhorst, in der auch Nils Henning und Jasper Wieczorek musikalisch auf die Bühne traten.

„Aram“ aus Harsewinkel kommt gebürtig aus Damaskus in Syrien und begeisterte mit seinem arabischen Rock das Publikum. Bevor die Band „Rules Of This Game“ mit ihrer Mischung aus Alternative Rock, Pop-Punk und Electro, die sie selbst als „Electrative Rock“ bezeichnen den Schlusspunkt setzte, standen „El Mobileh“ aus Gladback auf der Bühne.

Carina Hindersmann bedankte sich bei ihren Mit-Organisatoren Nils Henning und Jasper Wieczorek für die tatkräftige Unterstützung. „Die beiden haben ganz viel in der Vorbereitung mitgeholfen, organisiert und geplant und gestern lange geschwitzt, um die Bühne aufzubauen und das Equipment zu holen“, erzählte sie. „Wir sind froh, dass wir das hier als Team durchziehen konnten“, sagte Jasper Wieczorek.

Und Nils Henning ergänzte: „Es waren 60 zahlende Gäste da, was für das erste Jugend-Kunstschul-Projekt und die erste Teilnahme bei der Nachtfrequenz ein voller Erfolg ist.“

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