Realschule St. Martin feiert zehnten Schülerbesuch aus Mevasseret-Zion
Gute Freunde im entfernten Land

Sendenhorst -

Die Realschule St. Martin und die Hayovel Junior High School in Mevasseret-Zion in Israel pflegen eine ganz besondere Beziehung über Grenzen hinweg. Im jährlichen Wechsel nehmen Schüler an einem Austausch teil. Nun waren Schüler aus Israel zum zehnten Mal in Sendenhorst zu Gast. Das wurde gefeiert.

Freitag, 12.10.2018, 15:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.10.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 15:04 Uhr
Voller Freude blickte Schulleiter Gerd Wilpert auf die Schüleraustausche in den vergangenen Jahren zurück. Für Musik sorgte die Band der Realschule.
Voller Freude blickte Schulleiter Gerd Wilpert auf die Schüleraustausche in den vergangenen Jahren zurück. Für Musik sorgte die Band der Realschule. Foto: Dirk Vollenkemper

Seit 18 Jahren pflegt die Realschule St. Martin einen intensiven Austausch mit der Hayovel Junior High School in Mevasseret-Zion in Israel. In der vergangenen Woche war erneut eine Gruppe aus Israel in Sendenhorst zu Gast. Und weil das – im jährlichen Wechsel – der zehnte Besuch war, wurde am Freitagabend in der Realschule ein wenig bilanziert – und auch gefeiert.

„Im Oktober 2000 kam die erste Gruppe der Hayovel Junior High School zu uns nach Sendenhorst. Wir hätten damals kaum zu hoffen gewagt, dass dies in den Folgejahren eine solche Erfolgsgeschichte würde“, blickte Schulleiter Gerd Wilpert zurück. „Vom Jahr 2000 bis heute sind wir in jedem Jahr mit einer Gruppe nach Israel gefahren, oder es kam eine neue Gruppe aus Mevasseret-Zion zu uns“, so Wilpert, der die Reisen stets begleitet hat.

Die Band der Schule sorgte für musikalische Unterhaltung.

Die Band der Schule sorgte für musikalische Unterhaltung. Foto: Dirk Vollenkemper

Mittlerweile haben mehr als 180 Jugendliche aus jeder Schule an dem „Exchange-Project“ teilgenommen, erklärte der Schulleiter bei seiner Begrüßungsansprache in der voll besetzten Aula. Nicht nur die Austauschschüler des aktuellen Jahrgangs mit ihren Eltern, sondern auch knapp 50 „Ehemalige“ waren der Einladung gefolgt. „Viele helfende Hände sind nötig, um dieses große und tolle Projekt zu bewältigen“, bedankte sich Wilpert bei dem gesamten Team. Dabei nutzte der Schulleiter auch die Gelegenheit, mit einer Bilddokumentation kurz auf die vergangenen Jahre zurückzublicken.

Auch beim Grußwort der Schulleiterin der Hayovel Junior High School, Liat Tirza, wurde deutlich, dass sie und ihre Schüler stolz darauf sind, ein Teil dieses Projektes zu sein. „Gerade in den Augenblicken des Besuches in Sendenhorst ist die Begeisterung sehr groß. Es ist schon ein etwas anderes Leben. Und es ist schön, dass die Austauschteilnehmer dieses auch mal erleben können. Wir freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch im kommenden Jahr.“

Viele Schüler und Erwachsene freuten sich darüber, dass der Austausch mit Israel zum Schulleben gehört.

Viele Schüler und Erwachsene freuten sich darüber, dass der Austausch mit Israel zum Schulleben gehört. Foto: Dirk Vollenkemper

Die Grüße der Stadt überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Janus. Er ermutige alle, weiterzumachen. Das Ende des Projekts sei sicher noch nicht erreicht.

Es war ein runder Abend. Die Big-Band der Realschule gab einige Kostproben ihres musikalischen Könnens, und auch das abschließende Abendessen kam bestens an. Besonders begehrt war die Auswahl an verschiedenen Vorspeisen, ein Potpourri aus deutsch-israelischen Köstlichkeiten, hergestellt von den aktuellen Austauschschülern.

Am wichtigsten waren allen aber die Gespräche und Eindrücke der Austauschschüler. Die Ehemaligen nutzten die Gelegenheit, auf die schöne Schulzeit zurückzublicken. Und das auch mit ein wenig Stolz, ein Teil dieses internationalen Friedensprojektes zu sein.

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