Lkw-Verkehr in Albersloh
„Politik in die Pflicht nehmen“

Albersloh/Sendenhorst -

Die SPD-Fraktion im Stadtrat fordert, Druck auf die Landesregierung auszuüben, damit der Bau der Ortsumgehungen schneller vorankomme. Umleitungen für Lkw könnten nur eine Zwischenlösung darstellen. Der Stadtrat solle mit einer Resolution deutlich machen, wie wichtig Entlastungen für die Ortskerne seien.

Dienstag, 09.10.2018, 08:00 Uhr
Gerade überlange Lkw bekommen in den engen Kurven im Dorf Probleme.
Gerade überlange Lkw bekommen in den engen Kurven im Dorf Probleme. Foto: Josef Thesing

„Die Forderungen, durch Umleitungen den Verkehr aus Albersloh herauszuhalten, dürfen nicht zu einer Vernachlässigung der Planungen für die beiden Ortsumgehungen führen“, mahnt die SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp in einer Mitteilung der SPD .

Momentan werde intensiv in der Öffentlichkeit darüber diskutiert, ob und wie die Lkw um Albersloh herumgeleitet werden können. „Das ist vor dem Hintergrund der Belastung des engen Ortskerns und der Menschen, die hier leben und unterwegs sind, sinnvoll und notwendig – zumal die weitere Planung und der Bau einer Entlastungsstraße nicht von heute auf morgen zu realisieren sein werden“, so die Albersloherin. Vernachlässigt werde aus Sicht der SPD-Fraktion dabei der Blick nach Düsseldorf: Im Landesstraßenbedarfsplan 2015 hätten beide Ortsumgehungen auf Stufe eins gestanden. Um die nächste Stufe – den Landesstraßenausbauplan – zu erreichen, müsse zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Landeshaushalts vollziehbares Baurecht bestehen. Dies sei derzeit im Münsterland aber für kein Projekt gegeben.

„Hier müssen wir nicht nur die Landesregierung sensibilisieren – wie es der Bürgermeister versucht hat. Andere Kommunen wenden sich mit einer Resolution an den Verkehrsausschuss des Landtags, um ihrer Forderung nach dem Bau einer Ortsumgehung Nachdruck zu verleihen“, meint Detlef Ommen als Vertreter der SPD im Regionalrat Münster.

Der Landtag sei für die Aufstellung des Landeshaushalts zuständig; die Regionalräte beschließen dann gemäß des Landesplanungsgesetzes über die Vorschläge der Region für das jährliche Bauprogramm der Projekte des Landesstraßenausbauplans.

„Aus Sicht der SPD sollten die Umleitungen als Lösung bis zum Bau der Ortsumgehungen gefordert werden. Die Straßenplanungen für die Umgehungen müssen forciert werden. Wir wollen deshalb eine Resolution des Rates der Stadt an den Verkehrsausschuss des Landtags, die deutlich macht, dass die Ortsumgehungen für beide Ortsteile nach wie vor dringend notwendig sind“, so die SPD.

Umleitungen könnten nur eine Zwischenlösung darstellen. Wichtig sei dabei auch, die angeblich zurückgehenden Zahlen durchfahrender Lkw „deutlich zu relativieren“: „Es fahren immer mehr lange Lkw (fünf- oder sechsachsige, teilweise mit Anhänger) mit immer mehr Ladung durch beide Orte. Gerade die schaffen die größten Probleme in den 90-Grad-Kurven. Mit den Verkehrszeichen 257 (Lkw mit Anhänger) und 266 (überlange Lkw) könnte diesen Fahrzeugen die Durchfahrt durch die Orte verboten werden“, fordert die SPD-Fraktion.

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