Nachdenkliche Töne der Landwirte zur Ernte
2018 war eine große Herausforderung

Albersloh -

2018 war für die Landwirte ein Jahr der Herausforderungen. Besonders der trockene Sommer bereitete viele Sorgen.

Freitag, 12.10.2018, 15:04 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 09.10.2018, 11:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 15:04 Uhr
Die Vorsitzende der Landfrauen, Christa Budde, schlug anlässlich der extremen Trockenheit im Erntejahr 2018 nachdenkliche Töne an.
Die Vorsitzende der Landfrauen, Christa Budde, schlug anlässlich der extremen Trockenheit im Erntejahr 2018 nachdenkliche Töne an. Foto: Christiane Husmann

Für die Landwirte war das Jahr 2018 eine große Herausforderung. „Das Wetter hat uns wieder mal gezeigt, wie sehr wir Bauern von ihm abhängig sind“, resümierte Christa Budde anlässlich des traditionellen Frühschoppens, zu dem die Landfrauen, die Landjugend und der Landwirtschaftliche Ortsverein am Sonntagmittag eingeladen hatten. „Und gerade deshalb sind wir dankbar für das, was trotzdem gewachsen ist“, machte die Vorsitzende der Landfrauen deutlich.

Viele hatten sich nach dem Erntedankgottesdienst auf den Weg ins Ludgerushaus gemacht, um sich beim gemeinsamen Frühschoppen auszutauschen. „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, begrüßte Christa Budde die Gäste und bedankte sich nicht nur bei der Bauerschaft Rummler, die die Erntekrone gebunden und die Kirche geschmückt hatte, sondern bei allen Helfern, die sich bei der Vorbereitung und Umsetzung des Erntedankfestes engagiert hatten.

„Das Erntedankfest ist für uns auch immer Anlass, das vergangene Jahr zu reflektieren“, machte Christa Budde deutlich und resümierte: „Dürre und Hitze führten zu starken Ertragseinbußen.“ Nach einem nassen Herbst und Winter sowie frostigen Temperaturen im Februar sei das extrem trockene Jahr 2018 gefolgt. „Die Getreideernte war bereits Anfang August beendet. Und die Maisernte hat schon Mitte August begonnen, so früh wie nie. War das ein Ausnahmejahr oder der Beginn von veränderten Wetterbedingungen?“, fragte die Vorsitzende der Landfrauen. Es stelle sich die Frage, was man auf den Feldern anders machen müsse beziehungsweise könne, um mit den veränderten Bedingungen zurecht zu kommen. „Wichtig ist, dass der landwirtschaftliche Berufsstand, die Wissenschaft und auch die Politik sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen“, meinte Christa Budde.

Durch die Trockenheit fehlendes Futter für die Tiere, ungeklärte Fragen zu künftigen Standards in der Schweinezucht und auch das Vordringen der afrikanischen Schweinepest in Richtung Deutschland bereite den Landwirten Nöte. Doch all die Sorgen gingen nicht nur die Landwirte an. „Wir alle müssen wieder lernen, unsere Lebensmittel wertzuschätzen“, meinte die Landfrau und gab zu bedenken: „Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass sie immer in Hülle und Fülle da sind.“

Nach vielen nachdenklich stimmenden Worten warf Christa Budde einen optimistischen Blick in die Zukunft: „Nach der Ernte ist vor der Ernte – hoffen wir mal, dass es im nächsten Jahr etwas einfacher wird.“

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