Hauptversammlung des Vereins FiZ: Neuer Vorstand
Aus einem Ideen-Teich geschöpft

Sendenhorst -

Es war ein recht emotionaler Moment, als sich die Mitglieder des Vereins „Familien im Zentrum“ während der Jahreshauptversammlung am Montagabend von ihren Stühlen erhoben und mit warmem und anerkennendem Applaus ihre Gründungsvorsitzende Dr. Mechthild Bonse aus deren Amt verabschiedeten.

Mittwoch, 07.11.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 06:00 Uhr
Viel Anerkennung für ihre Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren spendeten die Mitglieder des FiZ ihrer scheidenden Vorsitzenden Dr. Mechthild Bonse (kl.Foto, r.).
Viel Anerkennung für ihre Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren spendeten die Mitglieder des FiZ ihrer scheidenden Vorsitzenden Dr. Mechthild Bonse (kl.Foto, r.). Foto: Annette Metz

Es war ein recht emotionaler Moment, als sich die Mitglieder des Vereins „Familien im Zentrum“ während der Jahreshauptversammlung am Montagabend von ihren Stühlen erhoben und mit warmem und anerkennendem Applaus ihre Gründungsvorsitzende Dr. Mechthild Bonse aus deren Amt verabschiedeten. Zwölf Jahre hatte Dr. Bonse das „Lokale Bündnis“ für Familien geleitet und im Laufe der Zeit ein engmaschig verwobenes Geflecht von Vereinen und Organisationen mitgebildet, das Familien durch alle Generationen hinweg Angebote und Hilfestellung bieten kann. Nun, so Bonse, sei es an der Zeit, die Verantwortung für das Bündnis in jüngere Hände zu legen.

Im Jahr 2006 hatten sich alle Sendenhorster und Albersloher Kindertageseinrichtungen mit ihren Trägern und weiteren familienrelevanten Institutionen wie der Stadt, Sportvereinen und Kirchengemeinden zusammengesetzt, um gemeinsam Angebote zu entwickeln und zu koordinieren, die Familien ins Zentrum stellen. Daraus entwickelte sich eine lange Liste an Aktivitäten, die inzwischen durch FiZ-Arbeitskreise betreut werden. Jeder einzelne dieser Arbeitskreise berichtete am Montag von Entwicklungen. Zumeist ging es voran, doch mitunter musste auch von Problemen berichtet werden. Vor allem das Projekt „Sprungbrett“ bereitet dem FiZ derzeit Sorgen. Über das „Sprungbrett“ werden in Sendenhorst und Albersloh seit 2008 frühe Hilfen in Form von psychomotorischer Entwicklungsbegleitung für Kinder mit besonderem Förderbedarf aus Familien mit besonderen sozialen Schwierigkeiten in den Vorschuleinrichtungen angeboten. Da wichtige Fördermittel ausbleiben, kann mit Hilfe der Stadt und des DAF nur noch ein Bruchteil der Kinder gefördert werden, bedauerte Mechthild Bonse in ihrem Vorstandsbericht. „Derzeit können wir das ,Sprungbrett‘ nur auf ganz kleiner Flamme am Leben halten“, so Bonse.

Der FiZ hat inzwischen 41 zahlende Mitglieder, darunter sind 17 Vereine, die sich in 14 Arbeitsgruppen vernetzen (siehe Infokasten).

Nach den Berichten des Vorstands, aus den Arbeitskreisen und der Kassiererin Karin Rost wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Vor den Wahlen ergriff dann noch einmal Dr. Mechthild Bonse das Wort, um sich bei ihren Mitstreitern der vergangenen zwölf Jahre zu bedanken. „Wir haben in einem wirklich netten Team gearbeitet und dabei aus einem Teich, der von vielen Seiten mit Ideen gefüllt worden ist, viele Anregungen zur Stärkung von Familien geschöpft“, so Bonse. Doch nun sei es eben Zeit, Andere, Jüngere aus diesem Teich schöpfen zu lassen. Dabei versicherte sie aber auch: „Ich trete ein paar Schritte zurück, werde mich aber nach wie vor einbringen.“

Der im Anschluss neu gewählte Vorstand wird sich künftig um die neue Vorsitzende Eva Rüschenschmidt gruppieren. Deren Position als stellvertretende Vorsitzende übernehmen künftig Christiane Winkelkötter und Brigitte Stasch. Beisitzer im Team sind Karin Rost und Tanja Große Kogge. Verabschiedet wurde darüber hinaus auch Ulla Lammerding, die bislang als Beisitzerin aktiv war.

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