Der neue Landschaftsplan ist rechtskräftig
Die Natur hat nun mehr Raum

Sendenhorst/Albersloh -

Nach zwei Jahren Abstimmung und Diskussion ist der neue Landschaftsplan rechtskräftig. Im Mittelpunkt steht der Naturschutz. Im Stadtgebiet von Sendenhorst gibt es nun fünf Naturschutzgebiete. Hinzu kommen zehn Landschaftsschutzgebiete, sechs Naturdenkmale und 57 sogenannte „geschützte Landschaftsbestandteile“.

Donnerstag, 08.11.2018, 09:48 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 09:48 Uhr
Der Bruch- und Sumpfwald „Greivings Sundern“ zwischen Sendenhorst und Albersloh sowie die Hardtteiche (kl. Bild) sind nun Naturschutzgebiete. Insgesamt gibt es jetzt fünf solcher besonders geschützten Bereiche im Stadtgebiet.
Der Bruch- und Sumpfwald „Greivings Sundern“ zwischen Sendenhorst und Albersloh sowie die Hardtteiche (kl. Bild) sind nun Naturschutzgebiete. Insgesamt gibt es jetzt fünf solcher besonders geschützten Bereiche im Stadtgebiet. Foto: Josef Thesing

Es ist vollbracht: Der neue Landschaftsplan für Sendenhorst, der lange vorbereitet und intensiv bis ins letzte Detail diskutiert wurde, ist rechtskräftig. Nachdem der Kreistag den Planentwurf im Sommer beschlossen hatte, hat nun auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller dem umfangreichen Werk „ohne Auflagen“ zugestimmt, teilt der Kreis Warendorf als verantwortliche Behörde mit.

Einer der Kernpunkte des Landschaftsplan ist die Festsetzung von fünf Naturschutzgebieten im Bereich der Grenzen der Stadt Sendenhorst. Das sind der „Erlenbruch Schlatt“, die „Alte Tongrube“, das „Waldgebiet Brock“, der Bruch- und Sumpfwald „Greivings Sundern“ zwischen Sendenhorst und Albersloh sowie die Hardtteiche. Die beiden Letztgenannten sind neu in den Landschaftsplan aufgenommen. Für sie gelten nun strengere Naturschutzregeln als bisher.

Darüber hinaus werden zehn Landschaftsschutzgebiete, sechs Naturdenkmale und 57 sogenannte „geschützte Landschaftsbestandteile“ im Landschaftsplan festgesetzt.

Seit April 2016 wurde der Landschaftsplan, von dessen Auswirkungen vor allem Land- und Forstwirte als Grundeigentümer betroffen sind, in beiden Ortsteilen öffentlich diskutiert. Anschließend fanden zahlreiche Gespräche mit den Eigentümern statt, in denen zum Teil intensiv um Details verhandelt wurde. „Der Kreis Warendorf bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Land- und Forstwirten in Sendenhorst und Albersloh, für die gute Zusammenarbeit bei der Planerstellung“, erklärt Georg Kesse als Verantwortlicher des Amtes für Planung und Naturschutz des Kreises Warendorf.

Bei der Umsetzung des Landschaftsplans wendet der Kreis den sogenannten „Vertragsnaturschutz“ an. So werden zum Beispiel gemeinsame Verabredungen zur Pflege und Entwicklung in den Naturschutzgebieten auf vertraglicher Basis mit dem Eigentümer getroffen. Auch für Pflanz- und Biotopmaßnahmen sowie Pflegemaßnahmen auf privaten Flächen werden Verträge geschlossen. Diese Maßnahmen auf Privatgrund sollen nur auf freiwilliger Basis im Einvernehmen mit den Eigentümern realisiert werden. Das haben die Verantwortlichen der Behörde von Anfang betont – und das hatte im Verfahren einigen Druck von allen Beteiligten genommen. In früheren Verfahren war das schon mal anders.

Das Gebiet des Landschaftsplans umfasst mit Ausnahme der im Zusammenhang bebauten Bereiche das Stadtgebiet von Sendenhorst mit dem Ortsteil Albersloh.

Schwerpunkt ist die Entwicklung und Erhaltung der Naturschutzgebiete und der schutzwürdigen Landschaftsbestandteile, wozu etwa besonders markante Bäume gehören. Ein weiteres Anliegen ist die – gemeinsame – Pflege und Entwicklung vorhandener Strukturen wie Obstwiesen und Kleingewässer. „Hier will der Landschaftsplan eine Hilfe für die Eigentümer bei der Pflege der Biotope leisten“, verspricht der Kreis Warendorf.  

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