Heimatverein präsentiert Spiel auf der Wiemhove
St. Martin teilt seinen Mantel

Albersloh/Sendenhorst -

Viele Kinder waren am Freitagabend mit ihren Eltern zur Wiemhove gekommen, um das Martinsspiel anzuschauen, das auch in diesem Jahr vom Albersloher Heimatverein präsentiert wurde. Zuvor waren sie mit ihren fantasievoll gestalteten Laternen dem Heiligen Martin durchs Dorf gefolgt.

Sonntag, 11.11.2018, 14:26 Uhr aktualisiert: 14.11.2018, 14:56 Uhr
Mit ihren bunten Laternen kamen die Kinder auf die Wiemhove, um St. Martin (Ina Möllenkamp) auf seinem Pferd Nina zu begrüßen.
Mit ihren bunten Laternen kamen die Kinder auf die Wiemhove, um St. Martin (Ina Möllenkamp) auf seinem Pferd Nina zu begrüßen. Foto: Christiane Husmann

Frierend sitzt der Bettler auf einem Strohballen. Da kommt St. Martin auf seinem Ross herangeritten und fragt den Mann: „Fremder Mann, was machst du denn hier? Hast Du keine Freunde, die sich um dich kümmern?“. Der Bettler schüttelt den Kopf. „Ich kann dich nicht frieren lassen. Mein Mantel ist groß genug für uns zwei“, findet Martin und teilt seinen Mantel mit dem armen Mann.

Viele Kinder waren am Freitagabend mit ihren Eltern zur Wiemhove gekommen, um das Martinsspiel anzuschauen, das auch in diesem Jahr vom Albersloher Heimatverein präsentiert wurde. Zuvor waren sie mit ihren fantasievoll gestalteten Laternen dem Heiligen Martin durchs Dorf gefolgt, der sie auf dem Pausenhof der Ludgerusschule abgeholt hatte – musikalisch begleitet vom Kolping-Blasorchester.

Auf der Wiemhove, die in eine große Freilichtbühne verwandelt worden war, wurden alle vom Vorsitzenden des Heimatvereins, Martin Pälmke, begrüßt. Der lud Groß und Klein dazu ein, dem Martinsspiel beizuwohnen. Die Botschaft, die das Teilen mit bedürftigen Menschen in den Vordergrund stellt, konnten die Schauspieler des Heimatvereins gut vermitteln. Sprecher Alexander Klumb fasste am Ende des Martinsspiels zusammen: „Unsere Lichter in den Laternen sollen auch heute noch ein Zeichen dafür sein, dass wir unterwegs sind auf der Suche nach Gott. Wie dem heiligen Martin möge auch uns ein Licht aufgehen für die Menschen um uns herum, die unserer Hilfe bedürfen.“

Nach dem Martinsspiel freuten sich besonders die jungen Zuschauer, das Pferd des St. Martin und den Hund des Bettlers streicheln zu dürfen. Dabei erwiesen sich die Vierbeiner als sehr geduldige und zuverlässige Tiere, die sich weder durch die vielen Menschen, noch durch den Feuer- und Laternenschein irritieren ließen. Süße Brezel, die der Heimatverein an die Kinder verteilte, wurden mit großem Appetit gegessen. Die Erwachsenen freuten sich über Glühwein, der von innen wärmen sollte. Erst spät erloschen die letzten Laternen, und auf der Wiemhove kehrte allmählich wieder Ruhe ein.

Auch in Sendenhorst fand der traditionelle Martinsumzug statt, der am Freitag an zwei verschiedenen Ausgangspunkten startete.

Die Kita St. Marien hatte das Martinsspiel an der Grundschule vorbereitet. In der Kindertagesstätte St. Johannes wurde ebenfalls die Mantelteilung von den Kindergartenkindern auf dem dortigen Spielplatz gespielt. Nach dem Martinsspiel zogen beide Gruppen mit ihren Laternen zum Kirchplatz von St. Martin.

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