Christine Westermann begeistert ihre Fans im Haus Siekmann
„Ich bin eine Plaudertasche“

Sendenhorst -

Es ging um kleine und große Abschiede – eigentlich. Doch es ging am Mittwochabend im Haus Siekmann auch darum, eine Frau kennenzulernen, die seit vielen Jahren in den Wohnungen von Millionen Deutschen schon fast zu Hause ist: Christine Westermann.

Freitag, 30.11.2018, 06:00 Uhr
Zugewandt, entspannt und sympathisch: Christine Westermann begeisterte mit Lesung und Plaudereien.
Zugewandt, entspannt und sympathisch: Christine Westermann begeisterte mit Lesung und Plaudereien. Foto: Annette Metz

Es ging um kleine und große Abschiede – eigentlich. Doch es ging am Mittwochabend im Haus Siekmann auch darum, eine Frau kennenzulernen, die seit vielen Jahren in den Wohnungen von Millionen Deutschen schon fast zu Hause ist. Ob es die ZDF-Drehscheibe, die Aktuelle Stunde im WDR , Talkshows oder zuletzt die Kultsendung „Zimmer frei“ war: Christine Westermann ist weiten Teilen des deutschen Fernseh-Publikums ein Begriff. Und das Schönste an diesem Kennenlernen war, dass die Zuhörer auf der ausverkauften Tenne eine Person erlebten, die sich genau so gab, wie man sie zu kennen glaubt. Aufgeschlossen, entspannt, zugewandt, mit Mut zu Selbstironie und viel Humor. Christine Westermann war ins Haus Siekmann gekommen, um aus ihrem neuen Buch zu lesen. Es trägt den Titel „Manchmal ist es federleicht – von kleinen und großen Abschieden“.

Dabei gewährte die Journalistin ihren Zuhörern einen Blick in ihre Lebensgeschichte. Nicht nur in den Passagen, die sie aus ihrem neuen Buch vorlas, sondern auch und vor allem in den Phasen dazwischen, in denen sie entspannte Überleitungen zwischen den Kapiteln herstellte. „Sie merken schon, ich bin eine Plaudertasche“, bemerkte sie schmunzelnd. Und das Publikum hatte seine Freude an ihren Plaudereien, die zum Teil sogar aus dem Nähkästchen stammten.

Während sie ihr neues Buch geschrieben habe, seien ihr die zahlreichen kleinen und großen Abschiede in Erinnerung gekommen, die zu ihren nun fast 70 Lebensjahren, aus denen sie überhaupt keinen Hehl machte, gehörten. Darunter beispielsweise der Abschied von „Klamotten, Gewichtsklassen und Frisören“. Aber auch der von geschätzten Menschen.

„Das Thema „Abschied ist sicher oft angstbesetzt“, hatte sie schon zu Beginn erklärt. „Aber ich kann sie beruhigen, sie müssen sich keine Sorgen machen.“ Ihr Buch sei sicher kein Ratgeber im Umgang mit dem Abschiednehmen, wie es vielleicht manche Buchhandlungen meinten, wenn sie es in die Abteilung „Ratgeber“ einsortieren. „Ich habe keinen Ratgeber geschrieben. Ich habe aufgeschrieben, wie ich es erlebt habe.“

Am Ende signierte Christine Westermann mit großer Geduld viele Bücher mit persönlichen Widmungen bis hin zu eigenhändigen gemalten Weihnachtsbäumen, die ihre Fans – alte und neu gewonnene – am Ende mit auf den Heimweg nahmen. Dabei genoss sie den einzigen, ganz unprätentiösen Servicewunsch, den sie an diesem Abend hatte: ein schönes kühles Pils.

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