„Mehr Unterstützung für Vereine und Institutionen“
SPD fordert Stärkung des Ehrenamts

Sendenhorst/Alberdsloh -

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt fordert die Stärkung des Ehrenamts in der Stadt. Neben mehr Geld müsse auch die ideelle Anerkennung gesteigert werden. In den vergangenen Monaten habe die Fraktion zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Vereinen und Initiativen geführt – unter anderem mit der Feuerwehr und mit den Sportvereinen.

Freitag, 07.12.2018, 06:00 Uhr
Christiane Seitz-Dahlkamp, Vorsitzende der SPD-Fraktion.
Christiane Seitz-Dahlkamp, Vorsitzende der SPD-Fraktion. Foto: -jot-

„In Sendenhorst und Albersloh sind sehr viele Menschen ehrenamtlich tätig – organisiert wie zum Beispiel in der Feuerwehr oder als freier Zusammenschluss wie im Sozial-Zentrum. Hier muss die Politik unterstützen. Und sie muss diese Unterstützung immer wieder anpassen, denn Bedürfnisse ändern sich“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp die Haltung ihrer Fraktion. Die SPD fordert in den laufenden Haushaltsberatungen, das Ehrenamt zu stärken, heißt es im Bericht der Fraktion.

Das beginne mit der Anerkennung für die Zeit und die Kraft an, die Ehrenamtliche für andere aufwenden: Die Fraktion beantragt deshalb eine Aufwertung der Ehrenamtskarte, die seit 2012 in Sendenhorst und Albersloh zum Beispiel verbilligte Eintritte bietet, durch neue attraktive Angebote. Vor allem aber sei eine bessere Werbung für diese Anerkennung notwendig: „Wie kann man besser ‚danke‘ sagen? Jeder, der ehrenamtlich tätig ist, kann diese Karte bekommen. Aber wer weiß das?“, fragt die SPD

In den vergangenen Monaten habe die Fraktion zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Vereinen und Initiativen geführt – unter anderem mit der Feuerwehr und den Sportvereinen. „Die Feuerwehr nimmt mit dem Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Kommune wahr – Tag und Nacht. Hier beantragt die SPD eine angemessene Entschädigung für die Leitungspositionen und eine Verdoppelung des Kameradschaftsgelds, so Christiane Seitz-Dahlkamp. Aber auch für andere Sparten des Engagements der Feuerwehren in beiden Ortsteilen sieht die SPD Unterstützungsbedarf: „Für die Stadt sind die Feuerwehrkapelle und der Musikzug Aushängeschild und Werbeträger bei vielen Veranstaltungen, auch außerhalb der Stadt. Hier will die SPD eine Unterstützung für neue Uniformen, die zum 100-jährigen Bestehen der Sendenhorster Feuerwehrkapelle 2021 und anschließend auch in Albersloh angeschafft werden sollen.“

In den Gesprächen mit den Sportvereinen sei außerdem ein Problem deutlich geworden: die Bewältigung der anfallenden Bürokratie. Im vergangenen Jahr hätten die Vereine vor allem die Frage mit dem Umgang der Datenschutz-Grundverordnung beschäftigt. „Viele sind von derartigen Spezialfragen zeitlich und inhaltlich überfordert. Für diese und andere Fragen will die Fraktion zudem einen Ansprechpartner in der Verwaltung, der auch die Arbeit für das Gemeinwohl koordiniert“, erläutert Annette Watermann-Krass als Vorsitzende des Sozialausschusses den Antrag. „Wir wollen, dass die Stelle für die Koordination der Flüchtlingsarbeit nicht wegfällt, wie es der Haushaltsentwurf vorsieht. Wir wollen – wie schon vor Jahren von uns beantragt – eine wirkliche Koordinationsstelle für das Ehrenamt.“ Zum Aufgabenbereich einer solchen Stelle solle neben der Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten sowohl die Koordination der Ehrenamtlichen gehören als auch die Werbung neuer Freiwilliger. Die SPD verweise in diesem Zusammenhang auf die Arbeit der Freiwilligenagenturen in anderen Städten.

„Wir wollen dieses große Potenzial für ein gutes Zusammenleben in Albersloh und Sendenhorst weiter unterstützen und pflegen“, so die SPD und kündigt die Fortsetzung der Gespräche an.

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