Neujahrsgrüße von Bürgermeister Berthold Streffing
Verkehrssituation bleibt nicht zufriedenstellend

In seinem Grußwort zum neuen Jahr blick Bürgermeister Berthold Streffing auf Erreichtes zurück und skizziert kommende Aufgaben und Planungen.

Montag, 31.12.2018, 12:00 Uhr
Berthold Streffing
Berthold Streffing Foto: B.C.Gassner

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Zum Jahreswechsel blicken wir zurück auf das, was angestrebt und erreicht wurde, oder aber was versagt blieb.

Die günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre wirken sich auch positiv auf unsere kommunalen Haushalte aus. Für das Jahr 2019 planen wir einen Jahresüberschuss von fast 900 000 Euro (...).

Unsere Stadt ist ein Ort mit guter Lebensqualität und ein nachgefragter Standort für Handel, Handwerk und Industrie. Wir werden auch weiterhin den Rahmen dafür schaffen, dass sich die Bürger in unserer Stadt wohl fühlen und die Dienstleistungseinrichtungen und Wirtschaftsbetriebe in Sendenhorst gute Standortbedingungen vorfinden. Alleine in der Stadt gibt es über 4500 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, was im Vergleich zu anderen etwa gleichgroßen Kommunen im Kreis Warendorf, aber auch darüber hinaus, einen Spitzenwert ausmacht.

Sehr froh bin ich über die Nachricht, dass die Reaktivierung der WLE-Strecke von Sendenhorst nach Münster nach vorliegendem Gutachten volkswirtschaftlich positiv bewertet worden ist. Nun ist es wichtig, dass das Land NRW das Projekt nach Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan über den Verkehrsausschuss des Landtages auch für die Aufnahme in den Infrastrukturfinanzierungsplan vorsieht, damit nicht nur die notwendigen Investitionen gefördert, sondern auch die zukünftigen Betriebskosten übernommen werden. Ich bin zuversichtlich, dass das Vorhaben weiterhin eine deutliche Unterstützung auf Ebene von Politik und Bürgerschaft erfährt und dass in den nächsten Jahren auf der WLE-Strecke Züge fahren werden.

Nicht zufriedenstellend bleiben weiterhin die schwierigen Verkehrsführungen in beiden Ortsteilen. Während zumindest in Sendenhorst die Planverfahren für die Umgehungsstraße vorangetrieben werden, so muss man feststellen, dass es im Ortsteil Albersloh seitens des Landes seit 2016 keine Planungsaktivitäten gegeben hat, eine aus Sicht der Stadt völlig inakzeptable Situation. Deshalb ist es richtig, dass auf Ebene von Politik und Verwaltung dieser Umstand nicht nur heftig kritisiert wird, sondern dass auch Vorschläge unterbreitet werden, die dazu beitragen, die Verkehrsbelastungen für die Bürger in Albersloh zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Im Januar 2019 werden wir mit Unterstützung des Kreises Warendorf auf Landesebene nunmehr besprechen können, unter welchen Voraussetzungen insbesondere das Planverfahren für den Bau der Umgehungsstraße in Albersloh wieder aufgenommen und beschleunigt werden kann und welche Maßnahmen vornehmlich zur Reduzierung von Lkw-Verkehren kurzfristig getroffen werden können.

In 2018 konnten wichtige Projekte begonnen, weitergeführt oder vollendet werden, wie zum Beispiel die Erweiterung der Mensa an der Montessori-Gesamtschule, die Fertigstellung der Wohnhäuser für Flüchtlinge und Familien an der Seilerstr. und an der Straße „Auf der Geist“, die Investitionen in Schulräumen an den Grundschulen in Albersloh und Sendenhorst, die Schaffung von Räumen und Betreuungsplätzen an der Kardinal-von-Galen Grundschule, der Ausbau von Parkplätzen an der Ludgerus-Grundschule, die Neugestaltung von vier Kinderspielplätzen in Sendenhorst und Albersloh, verschiedene Straßenbaumaßnahmen in beiden Ortsteilen und die Sanierung des Hauptpumpwerkes an der Kläranlage sowie der Kanalleitung in der Lorenbeckstraße.

Erfreulich zu sehen ist, dass nach den erfolgten Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet Hagenholt-Nord die ersten Kräne stehen und Häuser gebaut werden.

Und auch im Ortsteil Albersloh gibt es sehr gute Nachrichten: Nach längeren Verhandlungen mit vielen Beteiligten konnten am 21. Dezember die Vertragsangelegenheiten für das Baugebiet Kohkamp endgültig geklärt werden, und ich bin zuversichtlich, dass wir in 2019 die notwendigen Erschließungsmaßnahmen durchführen können. Im Baugebiet Kohkamp werden wir für die nächsten Jahre etwa 160 neue Bauplätze bereitstellen und Bauwilligen den Traum vom Eigenheim ermöglichen können.

Es freut mich, dass wir als familienfreundliche Stadt wahrgenommen werden. Das gute Betreuungs- und Schulangebot in unserer Stadt ist hoch anerkannt, beliebt und nachgefragt und soll auch in den nächsten Jahren weiterhin mit erheblichen kommunalen Finanzmitteln unterstützt werden. Deshalb stehen für die Schulen bereits für das Jahr 2019 wieder fast zwei Millionen Euro für die Schulhofneugestaltung in Albersloh, für den Verwaltungstrakt an der Montessori-Gesamtschule und für Investitionsmaßnahmen an der Realschule St. Martin zur Verfügung.

Für den Neubau von Schulklassen an der Kardinal-von-Galen-Grundschule sind bis 2020 1,75 Millionen Euro und für den Neubau von Schulklassen an der Ludgerus-Grundschule 1,1Millionen Euro bis 2022 vorgesehen. Zusätzliche Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen werden ab 2019 in beiden Ortsteilen über die Träger der Einrichtungen mit Unterstützung der Stadt zur Verfügung gestellt (...).

In weitere Maßnahmen zur Umgestaltung, Attraktivierung und Anbindung der Innenstadt im Rahmen der Innenstadtgestaltung „Alte Wege – neu erleben“ wollen wir in den nächsten Jahren fast zwei Millionen Euro investieren. Entsprechende Förderanträge sind gestellt, und wir erwarten im Jahr 2019 eine Förderzusage in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch im neuen Jahr auf der Basis unserer Gemeinschaft mit den vielen ehrenamtlich Engagierten die Herausforderungen für die Zukunft gemeinsam meistern werden. Ich bedanke mich bei allen Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen und die wertvollen Anregungen sowie für die vielfältige Unterstützung sehr herzlich. Mein besonderer Dank gebührt all denen, die sich besonders für unsere Stadt eingesetzt haben, sei es im Stadtrat, in der Wirtschaft, in der Feuerwehr, in den Kirchen, in den Hilfsorganisationen, in den Verbänden und Einrichtungen sowie in den Vereinen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2019 alles Gute, Glück, Gesundheit und Frieden.

Ihr

Berthold Streffing

Bürgermeister  

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