Jazz-Konzert im Haus Siekmann
Musikalischer Doppelpass zum Jahresabschluss

Sendenhorst -

Einen musikalischen Doppelpass gestalteten Matthias Nadolny und Bob Degen im Haus Siekmann. Sie spielten das traditionelle „Jazz-Konzert zwischen den Jahren“.

Montag, 31.12.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 14:18 Uhr
Der Pianist Bob Degen und der Saxofonist Matthias Nadolny gestalteten im Haus Siekmann ein Jazz-Konzert auf höchstem Niveau.
Der Pianist Bob Degen und der Saxofonist Matthias Nadolny gestalteten im Haus Siekmann ein Jazz-Konzert auf höchstem Niveau. Foto: Reinhard Baldauf

Sie beherrschen den musikalischen Doppelpasses wie wenige andere Duos und sind eine der Größen in der deutschen und internationalen Jazz-Szene: Matthias Nadolny und Bob Degen . Der erste ein begnadeter Saxofonist und der andere ein ebensolcher Ausnahmekönner auf dem Klavier, den man sich auch gerne in einem Solokonzert vorstellen würde.

Allein mit ihrem Gastspiel am Freitagabend auf der Tenne des Hauses Siekmann bescherten die beiden Stars der Jazz-Szene den Veranstaltungsort höhere Weihen. Zudem adelte Nadolny den Sendenhorster „Jazz-Tempel“ mit der Bemerkung, froh zu sein, endlich auch einmal hier spielen zu können.

Mitgebracht hatten der Dortmunder Saxofonist und in Frankfurt lebende Amerikaner die Titel der jüngsten CD „You’re My Everything“, die Nadolny seiner Frau zum 60. Geburtstag geschenkt hatte. An eine Veröffentlichung war ursprünglich gar nicht gedacht, bekannte der Musiker. Und als es doch anders kam als geplant, trug sie den beiden Musikern 2016 den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ein.

Damals schwärmten die Kritiker in den höchsten Tönen über die CD, so wie ein Kritiker des MDR, der meinte: „Da spürt man wieder, was Jazz ist – Tiefe des Empfindens und Erlebens. Großartig!“ So ähnlich ging es auch einem Teil der Zuhörer im Haus Siekmann, die sich von dem lyrisch-melancholischen Zusammenspiel von Saxofon und Flügel gefangen nehmen ließen und in die sich in die meditativen Klangbilder versenkten.

Matthias Nadolny, der seine Balladen mit dem warmen Klang seines Tenorsaxofons zum Klingen brachte und mit ihm zu kommunizieren schien, und Bob Degen mit seinem ruhig-souveränen Spiel auf dem Tasteninstrument präsentierten das Programm ihres Albums mit Stücken aus dem Great American Songbook mit Titeln wie „More Than You Know“, Cole Porters „Everything I love“ oder das großartige „Yesterday´s Gardenais“.

Das beseelte Spiel und die kongeniale Symbiose aus zwei Instrumenten, deren Töne sich zu einem Klang zusammenfanden, verlangte den Zuhörern einiges ab. Und so ließen nicht alle den Sound an sich heran und waren berührt.

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