Sternsingeraktion in Albersloh
Sternsingen sorgt für ein gutes Gefühl

Albersloh -

Auch der Nieselregen konnte die Sternsinger nicht davon abhalten, sich für die Aktion „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ auf den Weg zu machen.

Montag, 07.01.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 15:34 Uhr
In der Mittagszeit wurden Linus, Greta und Judith (vorne v.l.) von Benno und Christina Rehbaum mit Pizza bewirtet. In Albersloh waren es insgesamt 34 Sternsinger, die sich nach dem Aussendungsgottesdienst auf den Weg für die gute Sachen machten.
In der Mittagszeit wurden Linus, Greta und Judith (vorne v.l.) von Benno und Christina Rehbaum mit Pizza bewirtet. In Albersloh waren es insgesamt 34 Sternsinger, die sich nach dem Aussendungsgottesdienst auf den Weg für die gute Sachen machten. Foto: Christiane Husmann

Auch der Nieselregen konnte die Sternsinger nicht davon abhalten, sich für die Aktion „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ auf den Weg zu machen. Dass sie damit nicht nur notleidenden Kindern helfen, sondern sicherlich auch vielen anderen Menschen Gutes tun, davon wusste Diakon Tobias Tiedken im Aussendungsgottesdienst zu erzählen und fasste zusammen: „Sternsingen sorgt für ein gutes Gefühl.“

Auch bei „Frau Immerallein“, die Tobias Tiedken zum Mittelpunkt seiner Geschichte machte, in der der Besuch der Sternsinger nicht nur den Segen, sondern auch eine willkommene Abwechslung bringen sollte. Mit den Worten „Gottes Stern weise euch immer den rechten Weg“, sandte der Diakon die „Weisen aus dem Morgenland“ dann aus.

Doch nicht nur Gottes Stern, sondern auch freiwillige Fahrer sollten dafür Sorge tragen, dass den Sternsingern der rechte Weg gewiesen wurde. Einer von ihnen war Josef Möllenkamp . Regelmäßig übernimmt er einen Fahrdienst. „Ich mache das jetzt seit etwa fünf Jahren“, überlegte der Albersloher, für den es selbstverständlich sei, die Aktion zu unterstützen. Pater Babu freute sich über das Engagement und wünschte dem Fahrer nebst Autoinsassen Greta, Judith und Linus: „Viel Erfolg und fröhliche Leute.“ Während man von Josef Möllenkamps Auto nur noch die Rücklichter sah, murmelte der Geistliche voller Zuversicht: „Die machen das schon.“

Und die machten das. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Insgesamt waren es 34 Sternsinger, die in kleinen Gruppen von Haus zu Haus zogen – durchs Dorf mit Bollerwagen, durch die Bauerschaften mit dem Auto. Mehrere Familien hatten sich bereit erklärt, den „Heiligen drei Königen“ ein Mittagessen zu kochen. Unter ihnen auch Christina und Benno Rehbaum. Etwas abweichend von der Weihnachtsgeschichte landeten die „Weisen aus dem Morgenland“ allerdings nicht im Stall des Schäfers, sondern in der gemütlichen Familienküche, in der es nach Pizza duftete. Auf die Frage, warum die Eheleute die Sternsinger gerne bewirten wollten, antworteten beide: „Wir sind früher auch losgezogen.“ Bis heute säßen die gelernten Sprüche noch. Und gerne erinnere man sich an die Pausen, in denen man sich mit leckerem Essen aufwärmen konnte. „Bei Tante Hedwig gab’s immer Struwen“, wusste Benno Rehbaum, der damit Hedwig Mittelfarwick meinte.

Nach der Stärkung stiegen die Sternsinger wieder zu Josef Möllenkamp ins Auto. Vielleicht werden sie sich später genau so gerne an Rehbaums Pizza erinnern, wie es heute Benno und Christina an Tante Hedwigs Struwen tun. Doch erst einmal wurde daran gedacht, möglichst viel Geld für Kinder in Peru zu sammeln. Dass dabei viele Süßigkeiten mit auf den Weg gegeben wurden, sollte dann nicht nur die Sternsinger freuen. Es werde wohl wieder so viel Süßes geben, dass auch Menschen über die „Tafel“ etwas davon haben werden, mutmaßten die Organisatoren. Wohl einer von vielen weiteren Gründen, warum Sternsingen für ein gutes Gefühl sorge, meinten sie.

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