Diskussionsrunde mit Philipp Peyman Engel über jüdisches Leben in Deutschland
Bedrohung kommt von zwei Seiten

Sendenhorst -

Den Holocaust-Gedenktag nimmt in diesem Jahr der Verein „Woche der Brüderlichkeit Sendenhorst“ zum Anlass, zu einer Veranstaltung mit Philipp Peyman Engel, Leiter des Feuilletons der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine, im Kommunalforum an der Weststraße einzuladen. Engel sieht jüdisches Leben in Deutschland von Neonazis und von arabisch und türkischstämmigen Migranten bedroht.

Samstag, 12.01.2019, 06:00 Uhr
Philipp Peyman Engel wird am Holocaust-Gedenktag im Sendenhorster Kommunalforum zum Thema „Das jüdische Leben der Gegenwart in Deutschland – zwischen positiver Entwicklung und Bedrohung“ sprechen.
Philipp Peyman Engel wird am Holocaust-Gedenktag im Sendenhorster Kommunalforum zum Thema „Das jüdische Leben der Gegenwart in Deutschland – zwischen positiver Entwicklung und Bedrohung“ sprechen.

Am 27. Januar stehen gleich zwei Gedenktage im Kalender, die sich mit der gleichen Mahnung gegen das Vergessen beschäftigen. Zum einen wird am 27. Januar der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“, auch „Holocaust-Gedenktag“ genannt, und zum anderen der deutschlandweit installierte „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Den Holocaust-Gedenktag nimmt in diesem Jahr der Verein „Woche der Brüderlichkeit Sendenhorst“ zum Anlass, um 17 Uhr zu einer Veranstaltung mit Philipp Peyman Engel, Leiter des Feuilletons der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine und Chef vom Dienst online, im Kommunalforum an der Weststraße einzuladen.

Der Titel des Impulsreferats mit anschließender Diskussion mit den Publikum lautet „Das jüdische Leben der Gegenwart in Deutschland – zwischen positiver Entwicklung und Bedrohung“, teilen die Organisatoren mit.

Philipp Peyman Engel wurde 1983 im Ruhrgebiet geboren und kommt aus der Jüdischen Gemeinde Dortmund. Während und nach seinem Journalismus-Studiums hat er für den Focus, für Cicero, die Jüdische Allgemeine, die Salzburger Nachrichten und diverse – jüdische und nichtjüdische – Zeitungen geschrieben. Seit 2012 ist er fest angestellt bei der Jüdischen Allgemeinen.

An einem Tag, der erinnern und mahnen soll, wird Philipp Peyman Engel in einem Impulsreferat und in einer anschließenden Diskussion mit den Teilnehmern über Entwicklungen sprechen, wie er sie im Deutschland der Gegenwart erlebt und wie er sie schon wiederholt mit ganz persönlichem familiären Hintergrund erlebt hat: über zunehmende Bedrohung. Vor 500 Jahren seien seine Vorfahren von Christen aus Spanien nach Persien vertrieben worden. Im Jahr 1979 sahen sich seine Eltern gezwungen, aus dem Iran zu fliehen. Der Antisemitismus der Islamisten wurde dort bedrohlich. Damals habe seine Familie gemeint, die Deutschen hätten aus dem Holocaust gelernt und in Deutschland seien sie sicher.

„Ja, hier waren wir sicher“, meint der Journalist in einem Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2017. Doch nun könne von Sicherheit keine Rede mehr sein. „Waren es jahrzehntelang vornehmlich Neonazis, die eine Gefahr für Juden darstellten, sind es nun auch arabisch und türkischstämmige Migranten“, lautet Philipp Peyman Engels These.

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