Alle OP-Säle des St.-Josef-Stifts stehen ab heute wieder zur Verfügung
Sanierung in halber Bauzeit

Sendenhorst -

Das ging schneller als gedacht. Ab dem heutigen Dienstag stehen nach einer Grundsanierung alle OP-Säle im St.-Josef-Stift wieder zur Verfügung. Die Fertigstellung war ursprünglich für Mitte bis Ende Februar anvisiert worden. Wasser war durch ein undichtes innenliegendes Regenrohr in eine Zwischenwand im Flur gedrungen und hatte drei OP-Säle unnutzbar gemacht.

Dienstag, 15.01.2019, 10:00 Uhr
Nachdem die Handwerker fertig waren, sorgten am Montag Mitarbeiter des OP-Teams dafür, dass Geräte und Inventar wieder eingeräumt wurden: Edeltraud Vogt, Birgit Dickjürgens, Susanne Schlautmann und Daniel Schroeter (v.li.).
Nachdem die Handwerker fertig waren, sorgten am Montag Mitarbeiter des OP-Teams dafür, dass Geräte und Inventar wieder eingeräumt wurden: Edeltraud Vogt, Birgit Dickjürgens, Susanne Schlautmann und Daniel Schroeter (v.li.). Foto: Bettina Goczol

„Gute Nachrichten aus dem St.-Josef-Stift: Die drei Operationssäle, in denen Ende November ein Wasserschaden entdeckt worden war, können ab heute wieder genutzt werden“, heißt es im Bericht aus dem Krankenhaus. Mit einem akribischen Bauzeitenplan, großer Flexibilität sowie hohem Engagement der beteiligten Firmen und hauseigenen Handwerker konnte der Schaden innerhalb von sieben Wochen behoben werden. Die Fertigstellung war ursprünglich für Mitte bis Ende Februar anvisiert worden. Wie berichtet war Wasser durch ein undichtes innenliegendes Regenrohr in eine Zwischenwand im Flur gedrungen.

Statt einer umfangreichen Trocknung erfolgte ein Abbau der feucht gewordenen Bauteile, so dass in großen Teilen der Rohbauzustand wieder hergestellt wurde. Handwerker, die auf anderen Baustellen im St.-Josef-Stift tätig waren, sprangen kurzfristig ein. So wurden noch vor Weihnachten 300 Quadratmeter Trockenbau, 100 Quadratmeter Wandheizung und einer Vielzahl von technischen Installationen fertiggestellt. 400 Kubikmeter Estrich konnten über die Feiertage trocknen, so dass die hauseigenen Maler die Zeit zwischen den Jahren bereits nutzen konnten. Anfang des Jahres starteten dann Tischler, Elektriker, Bodenleger und weitere Spezialisten.

Die Baumaßnahme im laufenden Betrieb des Zentral-OP erforderte besondere Staub- und Hygieneschutzmaßnahmen. So musste der Zugang zu den verbliebenen vier Sälen im Zentral-OP vorübergehend neu geregelt werden. Zahlreiche Staubschutzwände riegelten die Baustelle hermetisch ab. Die Handwerker des und die Mitarbeiterinnen des hauseigenen Reinigungsdienstes unterstützten die Abläufe flexibel und bis ins Detail. Am Wochenende erfolgte die Abnahme durch den Hygieniker, so dass am Montag die drei OP-Säle wieder für den Betrieb ab heute gerüstet werden konnten.

„Keiner hat damit gerechnet – aber ich war sehr guter Dinge, dass es klappt“, sagte der sichtlich erleichterte technische Leiter Peter Kerkmann, der die Arbeiten koordinierte. Doch nicht nur für ihn und die Handwerker bedeutete die Schadensbeseitigung zusätzliche Arbeit. Im Patientenmanagement mussten Operationstermine verlegt werden, obwohl die OP-Teams in den verbliebenen vier OP-Sälen länger operierten und zusätzlich noch Kapazitäten der Klinik für ambulantes Operieren nutzten. „Das ist eine großartige Leistung“, dankte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann den Beteiligten.

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