Das erste Auto von Ingo Lackmann
„Die Farbe ging gar nicht“

Sendenhorst -

Das erste Auto von Ingo Lackmann, das ihm sein Vater Herbert gekauft hat, war ein Mazda 626 Coupé CB. Doch die „popelgrüne“ Farbe ging gar nicht, weshalb er es umspritzte. Die erste Fahrt mit dem neuen Schlitten und der Freundin an Bord endete allerdings bereits in Ahlen . . .

Montag, 21.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 14:56 Uhr
Heute gefällt Ingo Lackmann das bekannte Mazda-Rot deutlich besser als die Ferrari-rote Lackierung seines ersten Autos.
Heute gefällt Ingo Lackmann das bekannte Mazda-Rot deutlich besser als die Ferrari-rote Lackierung seines ersten Autos. Foto: Benedikt Stasch

„Wenn ihr beiden nicht anfangt zu rauchen, dann zahle ich euch den Führerschein und ihr bekommt auch das erste Auto von mir“, war die Ansage, die Ingo Lackmann und sein Bruder Ulf von Vater Herbert mit auf den Weg bekamen.

Mit siebzehneinhalb Jahren, den Führerschein bald in der Tasche und noch immer rauchfrei, ging es dann auf den Gebrauchtwagenplatz, wo sich der heutige Geschäftsführer des Autohauses Lackmann bereits ein Auto ausgeguckt hatte. Diese Rechnung hatte er jedoch ohne seinen Vater gemacht.

„Durch das Tor auf das Gelände sind wir noch zusammen gegangen. Dann ging er links und ich rechts“, erinnert sich Ingo Lackmann, der zielstrebig auf einen blauen Mazda 626 GC Coupé zuging, den er bereits längere Zeit im Auge hatte.

Doch Vater Herbert hatte da andere Pläne für seinen Jungen: „Ne, ne, ne – das kannst du vergessen!“ Und so ging es nur wenige Meter weiter zum „popelgrünen“ Mazda 626 Coupé CB. „Ach du Scheiße“ war sein erster Gedanke zum künftigen Untersatz.

Rund 90 PS, 5-Gang-Getriebe, Servolenkung und elektrische Fensterheber: „Das Design und die Ausstattung waren für ein Auto im Jahr 1987 super“, so Ingo Lackmann. „Aber die Farbe ging gar nicht“. So zerlegte der damalige Lehrling zum Kfz-Mechaniker sein erstes Auto und überarbeitete es nach Feierabend. Wenige Monate später stand das Auto dann schließlich komplett überarbeitet und in „Ferrari-Rot“ umlackiert auf dem Hof. Und ihm war klar, was sein Vater mit der Autoauswahl bezwecken wollte. „Das war schon eine coole Nummer und ein kleines Erfolgserlebnis, das selbst hinzubekommen und das Auto so zu sehen, nach dem es vorher hässlich war wie die Nacht.“

Neben der Farbe gab es aber noch ein weiteres wichtiges Detail, das nicht fehlen durfte: „Das Auto war noch nicht angemeldet, aber die dicke Stereoanlage war bereits drin.“ Die habe man sich auch nur ein Mal angeschafft und in die nächsten Autos wieder eingebaut. Das sei auch bei seinen Kumpels so gewesen. Ein Kofferraum voller Boxen, der durfte nicht fehlen.

Den Führerschein in der Tasche und die 18 Jahre endlich erreicht ging es dann auch endlich eigenständig auf Tour. Dabei ließ ihn sein Auto auch nur ein einziges Mal im Stich. Und zwar gleich bei der ersten Fahrt. „Mit der damaligen Freundin kam ich mit dem Auto nur bis nach Ahlen.“

Ingo Lackmann erinnert sich noch genau daran, dass es ein Freitag war, denn sein Vater hatte Altherren-Training, und so mussten Mutter Marianne und Bruder Ulf kommen, um einen neuen Keilriemen vorbeizubringen, der an Ort und Stelle noch gewechselt wurde.

Reibungslos verlief die Fahrt in den Urlaub zum Bodensee. Zu Viert und den Wagen bis obenhin vollgepackt mit Zelt und Co. begab man sich auf Tour, die schließlich nach gut einem Jahr auch gleich eine der letzten für diesen Wagen unter seiner Führung gewesen sein sollte. „Ein Auto zum Fahren und eines auf dem Bock“: Das habe ihm sein Vater ebenfalls mit auf den Weg gegeben. Deswegen habe er die Autos auch recht schnell gewechselt, denn wenn das nächste Auto fertig war, wollte man es natürlich auch fahren. „Bei den nächsten Autos wurde es dann auch mit dem Geschmack besser“, schmunzelt er.

Was er den jungen Menschen heute mit auf den Weg geben würde, die sich ihr erstes eigenes Auto kaufen? „Auch mal auf Mama und Papa hören und schauen, dass es auch im Unterhalt bezahlbar ist.“ Denn manchmal seien die Ideen auch etwas speziell. Wichtig sei natürlich die Stereoanlage, ergänzt er nicht ganz ernst gemeint und vor allem, dass man es hegt und pflegt.

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