Großer Informationsbedarf zum Thema „Demenz“
Kranke sollen am sozialen Leben teilnehmen

Sendenhorst/Albersloh -

Das Demenz-Netz Sendenhorst Albersloh hat sich auf die Fahnen geschrieben, über Demenz zu informieren und Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Menschen mit Demenz ganz selbstverständlich am sozialen Leben der Stadt teilnehmen können und wie ein ungezwungener Umgang miteinander möglich ist. Nun wurde eine erste Bilanz gezogen.

Sonntag, 10.02.2019, 14:22 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 14:40 Uhr
Viele Vertreter der Mitgliedsinstitutionen im Demenz-Netz Sendenhorst Albersloh trafen sich im Seniorenbüro der „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“, um Aktivitäten für 2019 zu planen.
Viele Vertreter der Mitgliedsinstitutionen im Demenz-Netz Sendenhorst Albersloh trafen sich im Seniorenbüro der „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“, um Aktivitäten für 2019 zu planen. Foto: Bettina Goczol

Menschen mit Demenz haben ein Recht auf Teilhabe am öffentlichen Leben. Das Demenz-Netz Sendenhorst Albersloh hat sich auf die Fahnen geschrieben, über Demenz zu informieren und Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Menschen mit Demenz ganz selbstverständlich am sozialen Leben der Stadt teilnehmen können und wie ein ungezwungener Umgang miteinander möglich ist. Beim Treffen in der Seniorenberatung der „Heinrich-und-Rita-Laumann-Stiftung“ zogen Vertreter des Demenz-Netzes Bilanz und schmiedeten neue Pläne für 2019.

Information, Kommunikation sowie gemeinsame Aktionen: In diesem Dreieck bewegte sich 2018 das Angebot mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. „Highlights waren das Demenztheaterstück mit Thomas Borggrefe im Haus Siekmann sowie die Lesung mit der Autorin Sabine Bode“, resümierte Angelika Reimers, die als Koordinatorin des Demenz-Netzes fungiert. Insgesamt arbeiten mehr als ein Dutzend Sendenhorster Vereine, Verbände und Institutionen im Demenz-Netz zusammen.

Auch in diesem Jahr wird es anlässlich des Weltalzheimertages Ende September wieder eine größere Veranstaltung geben. In Form einer Podiumsdiskussion sollen Experten informieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Der Themenschwerpunkt wird noch erarbeitet. Die Diskussion zeigte, dass der Informationsbedarf immens ist. Das Themenspektrum reicht von Wohnformen im Alter über Ursachen und Behandlung von Demenz, Umgang mit Demenz bis hin zu Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten. Möglicherweise wird auch die stark nachgefragte Kursreihe für pflegende Angehörige eine Neuauflage erleben.

Eine feste Größe im Veranstaltungsreigen sind die tanzpädagogischen Angebote oder auch die besonderen Gottesdienste für Menschen mit Demenz. Ausdrücklich wurde betont, dass diese Angebote allen Interessierten offen stehen, Menschen mit und ohne Demenz und insbesondere auch Begleitpersonen. Die einzelnen Veranstaltungen werden jeweils zeitnah zum Termin bekanntgegeben und sind auch unter www.demenznetz-sendenhorst.de zu finden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6381442?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Rüde Briefe ans höchste Gericht
Ricarda Brandts, Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts
Nachrichten-Ticker