VEKA feiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen
Unternehmerische Erfolgsgeschichte

Sendenhorst -

Vor 50 Jahren übernahm Heinrich Laumann auf der Suche nach einer beruflichen Chance die vergleichsweise kleine Sendenhorster Firma „VEKAPLAST“ und formte daraus die VEKA AG. Der Schritt wurde eine unternehmerische Erfolgsgeschichte. Heute ist VEKA in vielen Ländern aktiv und beschäftigt weltweit rund 6000 Mitarbeiter.

Dienstag, 12.02.2019, 07:00 Uhr
1969 begann im Münsterland eine einzigartige Unternehmensgeschichte. Heute arbeiten 6000 Mitarbeiter für die VEKA-Gruppe.
1969 begann im Münsterland eine einzigartige Unternehmensgeschichte. Heute arbeiten 6000 Mitarbeiter für die VEKA-Gruppe. Foto: VEKA AG

„Ich hielt Augen und Ohren auf, wo sich mir eventuell eine Chance bieten könnte.“ Das sagte sich der Altenberger Heinrich Laumann wohl mehrfach im Jahr 1968, weil es in dem Betrieb, in dem er als Verkaufsleiter arbeitete, nicht voran ging. So zumindest ist es dem Buch „Ein Leben mit Profil“ zu entnehmen, das Heinrich Laumann im Jahr 2005 geschrieben hat.

Und die Chance ergab sich bald: Am 25. April traf Heinrich Laumann in Sendenhorst Ewald Venhues, der mit einem Partner die Firma „VEKAPLAST“ gegründet hatte, einen Hersteller von Kunststoff-Rollläden mit acht Mitarbeitern, der einen Umsatz von 1,7 Millionen Euro erwirtschaftete und in Schwierigkeiten geraten war. Nur wenige Tage später übernahm Heinrich Laumann die Firma, die später zur VEKA AG wurde.

Das Unternehmen blickt in diesem Jahr auf ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Firmengeschichte zurück. „Was 1969 mit ,VEKAPLAST’ begann, hat sich in 50 Jahren zum weltweit führenden Qualitäts-Anbieter von Kunststoffprofilsystemen für Fenster, Türen und Rollläden sowie für Kunststoffplatten entwickelt“, heißt es im Bericht des Unternehmens. Am 23. Mai wird das Firmenjubiläum mit rund 1700 internationalen Gästen am Stammsitz gefeiert.

Weltweit verarbeiten mehr als 2000 Fensterhersteller die Produkte des familiengeführten Unternehmens aus Westfalen, das auf vier Kontinenten mit 41 Standorten vertreten ist. Die rund 6000 Mitarbeiter haben im Jahr 2018 einen Jahresumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro für die VEKA-Gruppe erwirtschaftet. Dass das so gekommen ist, sei maßgeblich dem Firmengründer zu verdanken, der im vergangenen Jahr im Alter von 89 Jahren verstorben ist, sind sich die heute Verantwortlichen sicher.

„Mit großem Verantwortungsbewusstsein für seine Mitarbeiter, unternehmerischer Weitsicht und nicht zuletzt mit hohem fachlichen Können hat er VEKA zum Erfolg geführt“, so das Unternehmen. „Heinrich Laumann war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, die die gesamte Branche nachhaltig geprägt hat“, betont Vorstandsvorsitzender Andreas Hartleif . Wie seine Frau Elke Hartleif, die Tochter des Firmengründers, ist er seit 1996 im Unternehmen tätig und seit 1997 im Vorstand.

Nachdem Heinrich Laumann im Jahr 2000 an die Spitze des Aufsichtsrats wechselte, übernahm zunächst der langjährige Vertriebschef Hubert Hecker das Ruder. Seit 2007 steht Andreas Hartleif an der Spitze des Familienunternehmens.

„Im Jahr 2018 haben wir in der Gruppe rund 90 Millionen Euro in Infrastruktur und Entwicklung investiert. Es ist unser Anspruch, die Zukunft aktiv und innovativ mitzugestalten“, unterstreicht Andreas Hartleif.

Die im Oktober 2018 vollzogene Gründung der Firma „Digital-Building-Solutions“ GmbH sei hierbei ein wesentlicher strategischer Baustein. In der Firma sollen die umfangreichen digitalen Service- und Produktangebote der Gruppe gebündelt und Innovationsprojekte forciert werden.

Zukunftsweisend sei auch die von der „Celotec GmbH & Co.KG“ – einer Schwestergesellschaft der VEKA AG – entwickelte neue Oberflächentechnologie, die mit ihren technischen und optischen Eigenschaften Maßstäbe setzt.

Die Firma habe für diese Technologie zur Veredelung von Fensterprofilen, Türen, Platten und anderen Bauelementen in eine eigene, sehr spezifische Produktionsanlage investiert und werde weitere Oberflächentypen für unterschiedliche Anwendungsbereiche entwickeln.

Als eine „strategische Investition“ könne zweifelsfrei auch die Aus- und Weiterbildung eigener Fachkräfte angesehen werden, denn der anhaltende Fachkräftemangel sei auch in der Profilbranche eine der drängendsten Herausforderungen: „Wir investieren verstärkt in die Personalqualifizierung und Mitarbeiterbindung“, unterstreicht Andreas Hartleif. „Diese Maßnahmen kommen am Ende auch unseren Partnern zugute“, ist sich der Firmenchef sicher: Mehr Know-how im Unternehmen sorge für mehr Innovation, bessere Beratung und besseren Service.

VEKA habe sich in seiner 50-jährigen Geschichte immer durch „seine besonders hohen Qualitätsstandards, einen partnerschaftlichen Umgang mit Kunden und Mitarbeitern sowie durch sein nachhaltiges Handeln“ ausgezeichnet.

Diese Ausrichtung habe wesentlich dazu beigetragen, dass VEKA weltweit als Qualitätsanbieter anerkannt und zum Weltmarktführer aufgestiegen ist. „50 Jahre nach seiner Gründung hat das Unternehmen nun eine Größe erreicht, die VEKA zu einer gestaltenden Kraft auf den internationalen Profilmärkten macht“, unterstreicht Vorstandschef Andreas Hartleif. „Diese Stärke lässt uns auch die kommenden Herausforderungen mit großer Zuversicht und großem Gestaltungswillen angehen.“

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